Dres. Zecher und Coll.
Anwaltskanzlei
Rechtstipp
Herr
Dr. Dipl.-Verww. (FH) Günter
Zecher
Rechtsanwalt
Kanzlei
Anschrift
Endlich mehr Rechtssicherheit beim Umgang mit Patientenverfügungen
Rubrik: Erben & Vererben
Erstellungsdatum: 25.06.2009
Kurzbeschreibung:
Der Deutsche Bundestag hat am 18.06.2009 in 3. Lesung den Vorschlag des Abgeordneten Stünker für eine gesetzliche Regelung zur Wirksamkeit und Reichweite von Patientenverfügung beschlossen. Künftig werden die Voraussetzungen von Patientenverfügungen und ihre Bindungswirkung eindeutig im Gesetz bestimmt. Mit einer Patientenverfügung soll dem Arzt der Wille eines Patienten vermittelt werden, der sich zur Frage seiner medizinischen Behandlung nicht mehr selbst äußern kann.
Beitrag:
Endlich gibt es mehr Rechtsklarheit und Rechtssicherheit im Umgang mit Patientenverfügungen. Vor allem die über 8 Millionen Menschen, die bereits eine Patientenverfügung haben, können sich in Zukunft darauf verlassen, dass ihr Selbstbestimmungsrecht gerade in einer Phase schwerer Krankheit beachtet wird.
Ich freue mich sehr, dass es nach jahrelangem Ringen gelungen ist, die Patientenverfügung gesetzlich zu verankern und damit die berechtigten Erwartungen von Millionen Bürgerinnen und Bürgern zu erfüllen. Alle Beteiligten brauchen klare Vorgaben und verlässliche Regelungen, wenn sie über ärztliche Eingriffe bei Menschen entscheiden müssen, die ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Oberstes Gebot ist dabei die Achtung des Patientenwillens.
Die heute beschlossenen Regelungen enthalten daher zu Recht keine Einschränkungen der Verbindlichkeit von Patientenverfügungen. Sie gelten in jeder Lebensphase. Wir knüpfen die Beachtlichkeit des Patientenwillens weder an hohe bürokratische Anforderungen noch an Art oder Stadium einer Krankheit. Künftig ist jede schriftliche Patientenverfügung, die der aktuellen Lebens- und Behandlungssituation entspricht, für alle Beteiligten verbindlich. Wir stellen sicher, dass die Menschen in jeder Phase ihres Lebens selbst entscheiden können, ob und wie sie behandelt werden möchten. Zugleich gewährleisten wir, dass bei Missbrauchsgefahr oder Zweifeln über den Patientenwillen das Vormundschafts- gericht als neutrale Instanz entscheidet.", sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries anlässlich einer Pressekonferenz.
Zu den Regelungen im Einzelnen:
• Volljährige können in einer schriftlichen Patientenverfügung im Voraus festlegen, ob und wie sie später ärztlich behandelt werden wollen, wenn sie ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Künftig sind Betreuer und Bevollmächtigter im Fall der Entscheidungsunfähigkeit des Betroffenen an dessen schriftliche Patientenverfügung gebunden. Sie müssen prüfen, ob die Festlegungen in der Patientenverfügung der aktuellen Lebens- und Behandlungssituation entsprechen und den Willen des Betroffenen zur Geltung bringen.
• Niemand ist gezwungen, eine Patientenverfügung zu verfassen. Patientenverfügungen können jederzeit formlos widerrufen werden.
• Gibt es keine Patientenverfügung oder treffen die Festlegungen nicht die aktuelle Situation, muss der Betreuer oder Bevollmächtigte unter Beachtung des mutmaßlichen Patientenwillens entscheiden, ob er in die Untersuchung, die Heilbehandlung oder den ärztlichen Eingriff einwilligt.
• Eine Reichweitenbegrenzung, die den Patientenwillen kraft Gesetzes in bestimmten Fällen für unbeachtlich erklärt, wird es nicht geben.
• Die Entscheidung über die Durchführung einer ärztlichen Maßnahme wird im Dialog zwischen Arzt und Betreuer bzw. Bevollmächtigtem vorbereitet. Der behandelnde Arzt prüft, was medizinisch indiziert ist und erörtert die Maßnahme mit dem Betreuer oder Bevollmächtigten, möglichst unter Einbeziehung naher Angehöriger und sonstiger Vertrauenspersonen.
• Sind sich Arzt und Betreuer bzw. Bevollmächtigter über den Patientenwillen einig, bedarf es keiner Einbindung des Vormundschaftsgerichts. Bestehen hingegen Meinungsverschiedenheiten, müssen folgenschwere Entscheidungen vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden.
Über eine gesetzliche Verankerung der Patientenverfügung wurde lange diskutiert. Bereits im Jahr 2004 hatte das Bundesministerium der Justiz einen Referentenentwurf für eine gesetzliche Regelung vorgelegt. Da die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dieses wichtige Thema jedoch ohne die Bindung an Fraktionsgrenzen beraten wollten, hat die Bundesregierung auf einen eigenen Gesetzentwurf verzichtet. Die am 18.06.2009 vom Bundestag beschlossene Regelung greift viele Ideen des Bundesministeriums der Justiz auf.
Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. Es soll - nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens - am 01. September 2009 in Kraft treten.
Ich freue mich sehr, dass es nach jahrelangem Ringen gelungen ist, die Patientenverfügung gesetzlich zu verankern und damit die berechtigten Erwartungen von Millionen Bürgerinnen und Bürgern zu erfüllen. Alle Beteiligten brauchen klare Vorgaben und verlässliche Regelungen, wenn sie über ärztliche Eingriffe bei Menschen entscheiden müssen, die ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Oberstes Gebot ist dabei die Achtung des Patientenwillens.
Die heute beschlossenen Regelungen enthalten daher zu Recht keine Einschränkungen der Verbindlichkeit von Patientenverfügungen. Sie gelten in jeder Lebensphase. Wir knüpfen die Beachtlichkeit des Patientenwillens weder an hohe bürokratische Anforderungen noch an Art oder Stadium einer Krankheit. Künftig ist jede schriftliche Patientenverfügung, die der aktuellen Lebens- und Behandlungssituation entspricht, für alle Beteiligten verbindlich. Wir stellen sicher, dass die Menschen in jeder Phase ihres Lebens selbst entscheiden können, ob und wie sie behandelt werden möchten. Zugleich gewährleisten wir, dass bei Missbrauchsgefahr oder Zweifeln über den Patientenwillen das Vormundschafts- gericht als neutrale Instanz entscheidet.", sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries anlässlich einer Pressekonferenz.
Zu den Regelungen im Einzelnen:
• Volljährige können in einer schriftlichen Patientenverfügung im Voraus festlegen, ob und wie sie später ärztlich behandelt werden wollen, wenn sie ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Künftig sind Betreuer und Bevollmächtigter im Fall der Entscheidungsunfähigkeit des Betroffenen an dessen schriftliche Patientenverfügung gebunden. Sie müssen prüfen, ob die Festlegungen in der Patientenverfügung der aktuellen Lebens- und Behandlungssituation entsprechen und den Willen des Betroffenen zur Geltung bringen.
• Niemand ist gezwungen, eine Patientenverfügung zu verfassen. Patientenverfügungen können jederzeit formlos widerrufen werden.
• Gibt es keine Patientenverfügung oder treffen die Festlegungen nicht die aktuelle Situation, muss der Betreuer oder Bevollmächtigte unter Beachtung des mutmaßlichen Patientenwillens entscheiden, ob er in die Untersuchung, die Heilbehandlung oder den ärztlichen Eingriff einwilligt.
• Eine Reichweitenbegrenzung, die den Patientenwillen kraft Gesetzes in bestimmten Fällen für unbeachtlich erklärt, wird es nicht geben.
• Die Entscheidung über die Durchführung einer ärztlichen Maßnahme wird im Dialog zwischen Arzt und Betreuer bzw. Bevollmächtigtem vorbereitet. Der behandelnde Arzt prüft, was medizinisch indiziert ist und erörtert die Maßnahme mit dem Betreuer oder Bevollmächtigten, möglichst unter Einbeziehung naher Angehöriger und sonstiger Vertrauenspersonen.
• Sind sich Arzt und Betreuer bzw. Bevollmächtigter über den Patientenwillen einig, bedarf es keiner Einbindung des Vormundschaftsgerichts. Bestehen hingegen Meinungsverschiedenheiten, müssen folgenschwere Entscheidungen vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden.
Über eine gesetzliche Verankerung der Patientenverfügung wurde lange diskutiert. Bereits im Jahr 2004 hatte das Bundesministerium der Justiz einen Referentenentwurf für eine gesetzliche Regelung vorgelegt. Da die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dieses wichtige Thema jedoch ohne die Bindung an Fraktionsgrenzen beraten wollten, hat die Bundesregierung auf einen eigenen Gesetzentwurf verzichtet. Die am 18.06.2009 vom Bundestag beschlossene Regelung greift viele Ideen des Bundesministeriums der Justiz auf.
Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. Es soll - nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens - am 01. September 2009 in Kraft treten.
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(verfasst am: 01.08.2012 Autor: Andreas Keßler)
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Gesetzliches Erbrecht: Was Sie wissen müssen!
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(verfasst am: 01.09.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Gekreuzte Lebensversicherungen sparen Erbschaftsteuer!
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(verfasst am: 17.07.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Eine wichtige Testamentsgestaltung: Entbinden Sie den Arzt von der Schweigepflicht!
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(verfasst am: 03.09.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Testamentskopie kann ausreichen
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(verfasst am: 25.06.2012 Autor: Herbert Kaupert)
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Pflichtteile überschuldeter Kinder "ausbremsen"
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(verfasst am: 22.10.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Einkommensteuerschulden des Erblassers mindern die Erbschaftsteuerschuld
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(verfasst am: 28.08.2012 Autor: Andreas Keßler)
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Auslegung des Testaments bei Formulierung: "Sollte mir aufgrund der Operation... etwas zustoßen"
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(verfasst am: 20.09.2012 Autor: Christoph Blaumer)
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Keine Grundbuchgebühr bei Abschichtung
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(verfasst am: 12.12.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Erbteilsverkauf erleichtert
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(verfasst am: 15.12.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Gute Nachricht für Erben: "Altvermächtnisse" sind seit 01.01.2013 verjährt!
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(verfasst am: 28.12.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Armer Mieter stirbt: Armer Vermieter!
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(verfasst am: 29.01.2013 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Erbrecht: Bank darf in AGB nicht auf Erbschein bestehen
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(verfasst am: 20.11.2012 Autor: Andreas Jäger)
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Minderjährige Erben: Ab wann beginnt die Ausschlagungsfrist?
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(verfasst am: 04.10.2012 Autor: Andreas Jäger)
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Pflichtteilsergänzungsanspruch auch für Schenkungen des Erblassers vor Geburt des Abkömmlings
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(verfasst am: 04.09.2012 Autor: Herbert Kaupert)
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Erbschein in 24 Stunden!
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(verfasst am: 14.12.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Muss Pudel Gonzo Erbschaftsteuer zahlen?
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(verfasst am: 21.12.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Mehr Macht für Mehrheitserben
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(verfasst am: 24.12.2012 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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OLG Hamm zur Testaments-Falle: Was ist „eigenhändig“?
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(verfasst am: 22.01.2013 Autor: Andreas Jäger)
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Luxuswohnungen in London werden jetzt (noch) teurer
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(verfasst am: 02.04.2013 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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AGB der Banken verstoßen gegen das BGB – Erleichterungen für den Erben in Sicht
(298 mal gelesen)
(verfasst am: 18.01.2013 Autor: Andreas Keßler)
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Steuersparmodell für pflichtteilsberechtigte Schlusserben
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(verfasst am: 05.04.2013 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Verjährungs-Tücken im Pflichtteilsrecht!
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(verfasst am: 01.05.2013 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Sprengen Sie die Ketten des Ehegattentestaments
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(verfasst am: 22.04.2013 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft: Wie man sich im Zweifel richtig verhält
(234 mal gelesen)
(verfasst am: 04.03.2013 Autor: Christoph Blaumer)
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Neue europäische Erbrechtsverordnung und europäisches Nachlasszeugnis
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(verfasst am: 05.03.2013 Autor: Gabriele Renken-Röhrs)
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Gerichte glauben Greisen – gelegentlich!
(31 mal gelesen)
(verfasst am: 23.05.2013 Autor: Anton Bernhard Hilbert)
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