Löhrstraße 101
56068 Koblenz
Deutschland
Rechtstipp
Herr
Ralf G.
Sonnhoff
Rechtsanwalt
Anschrift
Reiserücktrittsversicherung: Krankheitskomplikationen als unerwartet schwere Erkrankung
Rubrik: Reise & Freizeit
Erstellungsdatum: 18.01.2010
Kurzbeschreibung:
Beitrag:
Der Versicherungsfall in der Reiserücktritts-kosten-Versicherung ist bekanntlich bei einer unerwartet schweren Erkrankung gegeben.
In diesem Zusammenhang wird auf die mangelnde Vorhersehbarkeit hinsichtlich der Reiseunfähigkeit abgestellt.
An einer solchen fehlt es regelmäßig, wenn ein Grundleiden vorhanden ist und sich dieses vor Antritt der Reise in einem "Krankheitsschub" realisiert.
Die rechtliche Situation kann jedoch anders zu beurteilen sein, wenn es zu Komplikationen kommt, die zwar mit der Grunderkrankung in Zusammenhang stehen, aber eine Eigen-ständigkeit und Schwere aufweisen, "die nach Sachlage in dieser Ausprägung nicht mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erwarten waren".
Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe in einem Urteil vom 17.9.2009 (12 U 155/09) entschieden.
In dem entschiedenen Fall war eine seit Jahren vorhandene Erkrankung der Lendenwirbelsäule gegeben.
Nach einem operativen Eingriff war es zu gravierenden Komplikationen, wie Herzinfarkt, bakterieller Wundinfektion, Lungenentzündung und Sauerstoffmangel gekommen. Dies haben die Senatsmitglieder als "eigenständige Erkrankung", die bei Buchung der Reise nicht vorhersehbar war, bewertet.
Hinsichtlich der aufgrund dieser Umstände erfolgten Stornierung ist somit der Versicherer eintrittspflichtig gewesen.
In diesem Zusammenhang wird auf die mangelnde Vorhersehbarkeit hinsichtlich der Reiseunfähigkeit abgestellt.
An einer solchen fehlt es regelmäßig, wenn ein Grundleiden vorhanden ist und sich dieses vor Antritt der Reise in einem "Krankheitsschub" realisiert.
Die rechtliche Situation kann jedoch anders zu beurteilen sein, wenn es zu Komplikationen kommt, die zwar mit der Grunderkrankung in Zusammenhang stehen, aber eine Eigen-ständigkeit und Schwere aufweisen, "die nach Sachlage in dieser Ausprägung nicht mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erwarten waren".
Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe in einem Urteil vom 17.9.2009 (12 U 155/09) entschieden.
In dem entschiedenen Fall war eine seit Jahren vorhandene Erkrankung der Lendenwirbelsäule gegeben.
Nach einem operativen Eingriff war es zu gravierenden Komplikationen, wie Herzinfarkt, bakterieller Wundinfektion, Lungenentzündung und Sauerstoffmangel gekommen. Dies haben die Senatsmitglieder als "eigenständige Erkrankung", die bei Buchung der Reise nicht vorhersehbar war, bewertet.
Hinsichtlich der aufgrund dieser Umstände erfolgten Stornierung ist somit der Versicherer eintrittspflichtig gewesen.
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