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Abstandsflächen sind im Baurecht die unbebauten Flächen, die zwischen einem Gebäude und der Grundstücksgrenze frei bleiben müssen. Sie ergeben sich aus den Landes-Bauordnungen und dienen unter anderem dem Brandschutz.

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Wollen Sie Bauen? Beachten Sie die Abstandsflächen!

Wer bauen will, sollte sich rechtzeitig über die in seinem Bundesland vorgeschriebenen Abstandsflächen zwischen Hauswand und Grundstücksgrenze informieren. Denn diese Angaben bestimmen indirekt darüber, wie groß das neue Haus werden darf. Mancher Bauherr schimpft gerne über die Abstandsflächen. Sie haben jedoch ihren Sinn: Im Brandfall verhindern sie das Überspringen eines Feuers aufs Nachbarhaus. Außerdem dienen sie auch dem Lärmschutz der jeweiligen Bewohner. Sie verhindern, dass Grundstücke flächendeckend "zugebaut" werden und sorgen für ausreichende Belüftung und Besonnung des Hauses.

Übliche Regelungen

Einige Landesbauordnungen schreiben vor, dass der Abstand zwischen der Hauswand und der Grundstücksgrenze der Höhe Ihres Hauses entsprechen muss. Ist Ihr Haus also acht Meter hoch, müssen Sie acht Meter Abstand zur Grenze einhalten. Teilweise sind bestimmte Mindestabstände vorgeschrieben, z.B. von drei Metern. Oft ist nur ein Anteil der Gebäudehöhe als Abstandsfläche anzusetzen, z.B. 0,4 x Wandhöhe bis Dachkante plus einem Anteil der Dachfläche abhängig von der Dachneigung.

Abstandsflächen - auch außerhalb des Grundstücks?

Abstandsflächen reichen zwar in der Regel bis zur Grundstücksgrenze, können aber im Ausnahmefall auch darüber hinaus gehen - wenn sich nebenan z.B. eine Straße oder eine öffentliche Grünfläche erstreckt. Dies hängt wiederum von den Regelungen in Ihrem Bundesland ab. Wollen Sie nicht bauen, sondern anbauen oder renovieren? Auch hier müssen Sie die Abstandsflächen beachten. Was genau in Ihrem Fall Sache ist, kann Ihnen ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Baurecht erklären. Ein Risiko kann z.B. die Änderung eines bestehenden Gebäudes sein, bei dem bisher die Abstandsflächen nicht eingehalten wurden, welches aber Bestandsschutz genoss: Durch einen Umbau kann der Bestandsschutz entfallen. Ein Fall für eine fachliche Beratung.

Übernommene Abstandsflächen

Ihr Nachbar kann eine Ihrer Abstandsflächen sozusagen "übernehmen" - er kann Ihnen zusichern, dass Ihre Abstandsfläche auf den unbebauten Bereich seines Grundstückes fallen darf. Dies sollte im Baulastenverzeichnis abgesichert werden. Es führt dazu, dass das Nachbargrundstück auf den betreffenden Flächen nicht bebaut werden darf, wodurch unter Umständen sein Wert sinken kann.

Nebengebäude - Garage und Carport

Kleine Bauwerke wie Geräteschuppen, Garagen und Carporte dürfen meist auch innerhalb der Abstandsflächen und damit näher an der Grundstücksgrenze stehen. Für diese "Gebäude" gibt es keinen eigenen Abstandsflächen.

Haben Sie ein Baugrundstück im Blick, schlagen Sie nicht vorschnell zu - überlegen Sie sich erst, wie groß Ihr Haus werden soll, wie die Räume aufgeteilt werden sollen, und informieren Sie sich dann über die Abstandsflächen! Ein im Baurecht erfahrener Rechtsanwalt hilft Ihnen beim Entwirren der landesrechtlichen Vorschriften.
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