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Das Eigentümergemeinschaftsrecht umfasst alle Vorschriften, die sich mit den Rechten und Pflichten einer sog. Eigentümergemeinschaft befassen. Eine Eigentümergemeinschaft besteht aus den Teileigentümern und Wohnungseigentümern einer Wohnungseigentumsanlage.

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Eigentümergemeinschaftsrecht: Mit Hilfe vom Rechtsanwalt Ärger vermeiden

Das Wohnungseigentumsgesetz

Wichtigstes Regelungswerk im Eigentümergemeinschaftsrecht ist das Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Darin finden sich u.a. Vorschriften zur Gründung der Eigentümergemeinschaft , beispielsweise durch Eigentümer mehrerer Eigentumswohnungen. Die Gründung einer WEG geschieht durch die vertragliche Einräumung von Sondereigentum oder durch die sogenannte Teilung nach dem WEG. Nach dem Eigentümergemeinschaftsrecht ist eine Eigentümergemeinschaft teilrechtsfähig, ist aber keine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) , sondern vielmehr ein Verband eigener Art. Das Eigentümergemeinschaftsrecht sieht eigentlich vor, dass die Gemeinschaft nicht aufgelöst werden kann. Dennoch kann sie durch einvernehmliche Aufhebung in eine Bruchteilgemeinschaft umgewandelt werden. Eine tatsächliche Auflösung kommt nach dem Eigentümergemeinschaftsrecht allerdings nur in Betracht, wenn das gemeinsame Eigentum zerstört wird. Vor allem die einzelnen Mitglieder einer Eigentümergemeinschaft sind nicht auf alle Zeit miteinander verbunden: Durch den Kauf und Verkauf von Sondereigentum können die Mitglieder im Laufe der Zeit wechseln. Damit die beschlossenen Regeln auch für Neumitglieder gelten, müssen sie als Inhalt des Sondereigentums in das Grundbuch eingetragen werden.

Die Verwaltung nach dem Eigentümergemeinschaftsrecht

Das gemeinsame Wohnungseigentum muss verwaltet werden. Neben außergewöhnlichen Dingen, wie beispielsweise eine Teilrenovierung, gehören zur Verwaltung auch praktische Aufgaben, z.B. die Instandhaltung und Reinigung des Eigentums. In den meisten Fällen bestellt die Eigentümergemeinschaft dafür einen Verwalter. Der Verwalter im Eigentümergemeinschaftsrecht ist aber nicht nach dem Eigentümergemeinschaftsrecht gesetzlich vorgeschrieben, die Verwaltung obliegt grundsätzlich der Eigentümergemeinschaft. Wird ein Verwalter bestellt, übt er die Verwaltung mit der Gemeinschaft aus. Häufig wird die Verwaltungstätigkeit durch eine Gesellschaft wahrgenommen. Dann spricht man von sog. Wohnungseigentumsverwaltung. Ausgenommen davon ist das jeweilige Sondereigentum, also z. B. die Eigentumswohnung eines Eigentümers. Mindestens einmal im Jahr muss die Wohnungseigentümerversammlung einberufen werden. Sie ist zugleich das oberste Beschlussorgan im Eigentümergemeinschaftsrecht. Die Versammlung muss sich um den Wirtschaftsplan und die Jahresabrechnung kümmern, außerdem ist sie für die ordentliche Verwaltung der gesamten Wohnungsanlage zuständig. Nach dem Eigentümergemeinschaftsrecht werden z. B. auch die Regeln zur ordnungsgemäßen Verwaltung durch die Eigentümer festgelegt. Für Abstimmungen hierüber reicht die Mehrheit der Stimmen. Weichen die getroffenen Regelungen vom Gesetz ab, müssen alle Wohnungseigentümer zustimmen.

Besonderer Tipp

Sie möchten Wohnungseigentum als Mitglied einer Eigentümergemeinschaft erwerben oder veräußern? Wer Wohneigentum in einem Mehrfamilienhaus erwerben möchte, sollte im Vorfeld immer die Gemeinschaftsordnung prüfen, da Änderungen nur schwer durchsetzbar sind und die Gemeinschaftsordnung unter Umständen besondere finanzielle Verpflichtungen enthält. Welche Rechte und Pflichten Sie als Neueigentümer beispielsweise beim Erwerb einer Eigentumswohnung treffen, darüber kann Sie ein Rechtsanwalt mit Kenntnissen im Eigentümergemeinschaftsrecht zutreffend aufklären. Lassen Sie sich jetzt durch einen erfahrenen Rechtsanwalt beraten und finden Sie ihn über den Anwalt-Suchservice.

Weiterführende Informationen zu Eigentümergemeinschaftsrecht

Gemeinschaftseigentum
Beim Wohnungskauf erwirbt man mehr als nur eine Eigentumswohnung: Man erhält neben dem Sondereigentum an der Eigentumswohnung außerdem einen Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum. Dieser Anteil am Gemeinschaftseigentum bringt Rechte mit sich, aber auch Pflichten. (vom 2015-11-04)  mehr ...

Sondereigentum
Beim Wohnungskauf erwirbt man nicht das Eigentum einer Wohnung, sondern mehrere Eigentumskomponenten, aus denen sich das Wohnungseigentum letztendlich zusammensetzt. Eine dieser Komponenten ist das Sondereigentum. (vom 2015-11-04)  mehr ...

Teileigentum
Das Wohnungseigentumsrecht unterscheidet viele verschiedene Eigentumsbegriffe, die eng mit einander verzahnt sind. Eine Eigentumsart ist das Teileigentum. Aber was ist das Teileigentum genau und welche Folgen kann das Teileigentum rechtlich haben und wie unterscheidet es sich vom Sondereigentum? (vom 2015-11-04)  mehr ...

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Rechtstipps zum Thema Eigentümergemeinschaftsrecht

Autor: RiKG Dr. Oliver Elzer, Berlin
Aus: Miet-Rechtsberater, Heft 06/2016
Rubrik: Miet- / WEG-Recht

Lässt sich ein Wohnungseigentümer in einer Versammlung vertreten, darf er nicht mehr selbst an ihr teilnehmen. Nimmt er gleichwohl teil, wird der Vertreter zum grundsätzlich nicht teilnahmeberechtigten Dritten.

2012-04-07, Autor Anton Bernhard Hilbert (3179 mal gelesen)
Rubrik: Wohnungseigentumsrecht

Unnötige Klagen sollen vermieden werden. Deshalb muss der Kläger trotz Erfolges die Kosten tragen, wenn der Beklagte keinen Anlass für das Gerichtsverfahren gegeben hat. Ist das ein "Königsweg", um aus der Kostenlast bei Beschlussanfechtungsverfahren ...

2014-02-10, Autor Oliver Schöning (568 mal gelesen)
Rubrik: Baurecht

Wer zustimmt, kann später nicht widerrufen Schon die einmalige Zahlung der vom Vermieter geforderten erhöhten Miete, jedenfalls jedoch die mehrmalige Überweisung darf als stillschweigende Zustimmung zur Mieterhöhung verstanden werden. Dies entschied ...

2013-12-24, Autor Anton Bernhard Hilbert (1109 mal gelesen)
Rubrik: Berufsrecht der freien Berufe

Die Zeit des Allrounders ist zu Ende gegangen. Aus der Zahl von 20 Fachanwaltschaften kann der Mandant inzwischen den Spezialisten für genau sein Rechtsproblem aussuchen. Ein Rechtstipp von Anton Bernhard Hilbert, Waldshut-Tiengen - ...

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