Fehldiagnose Anwalt | Rechtsanwälte finden

Suchen Sie hier mit

einer PLZ, z.B.: 10117, 1224,..
oder
einem Ort, z.B.: Berlin, Hamburg...

Eine Fehldiagnose ist umgangssprachlich die Bezeichnung für die falsche Einschätzung eines Arztes über die Erkrankung eines Patienten. Der Fehler kann darin bestehen, dass der Patient nicht als krank erkannt oder seine Symptome der falschen Erkrankung zugerechnet werden. In beiden Fällen kann keine sachgerechte Behandlung stattfinden.

Rechtsanwälte für Fehldiagnose in Ballungsräumen

Alle Kanzleistandorte (alphabetisch)

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z Ö

Was versteht man unter einer Fehldiagnose?

Eine Fehldiagnose ist umgangssprachlich die Bezeichnung für die falsche Einschätzung eines Arztes über die Erkrankung eines Patienten. Der Fehler kann darin bestehen, dass der Patient nicht als krank erkannt oder seine Symptome der falschen Erkrankung zugerechnet werden. In beiden Fällen kann keine sachgerechte Behandlung stattfinden. Bei dadurch verursachten Gesundheitsschäden können Ansprüche des Patienten aus einer Arzthaftung die Folge sein.

Häufige Fehldiagnosen

Es gibt verschiedene Untersuchungen, nach denen ein hoher Prozentsatz der ärztlichen Diagnosen unzutreffend sein soll. In der Tat kommt es wegen derartiger Fehleinschätzungen zu einer steigenden Zahl von Gerichtsverhandlungen und zu Verurteilungen von Ärzten. Patienten können hier im Rahmen der Arzthaftung einen Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld haben, in einigen Fällen kann sich ein Arzt sogar strafbar machen. Auch Krankenhausträger haften.

Verhältnis Arzt – Patient: Behandlungsvertrag

Der Behandlungsvertrag ist ein sogenannter Dienstvertrag. Gesetzlich geregelt ist er in den §§ 630a ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches. Der Arzt schuldet dem Patienten danach nicht etwa eine Heilung von jeder Krankheit, sondern „nur“ eine sorgfältige und korrekte Behandlung im Rahmen des aktuellen Standes der medizinischen Forschung. Eine Fehldiagnose kann eine Verletzung des Behandlungsvertrages darstellen, wenn z.B. Sorgfaltspflichten verletzt worden sind.

Diagnosemethoden

Inwieweit der Arzt haftet, wenn er die Diagnose nicht mit Hilfe der bestmöglichen technisch-wissenschaftlichen Diagnosemethoden durchgeführt hat, lässt sich nicht pauschal beantworten – dies kommt immer auf die Umstände des Einzelfalles an. So gibt es z.B. Erhebungen, nach denen beim Röntgen des Hüftgelenks in verschiedenen Fällen Brüche nicht festgestellt wurden, die bei einer MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) zu erkennen waren. In der Regel wird jedoch ein Behandlungsfehler vorliegen, wenn
  • eine nicht mehr allgemein übliche und veraltete Diagnosemethode angewendet wurde,
  • das Diagnosegerät falsch bedient wurde,
  • aus den technisch gewonnenen Ergebnissen die falschen Schlüsse gezogen wurden.

Schadenersatzanspruch gegen den Arzt

Ist es zu einer Fehldiagnose gekommen, wird in der Regel eine unsachgemäße oder keine Behandlung vorgenommen. Dies kann zu einem gesundheitlichen Schaden des Patienten führen. Für den Arzt ergibt sich daraus das Risiko der Arzthaftung. Diese ist auf Schadenersatz und Schmerzensgeld für den Patienten ausgerichtet. Eine Fehldiagnose kann auch im Rahmen eines sogenannten Organisationsverschuldens stattfinden – wenn etwa Röntgen- oder MRT-Aufnahmen von zwei Patienten vertauscht werden. Auch ein solches Organisationsverschulden löst ggf. eine Haftung von Arzt oder Krankenhaus aus. Sie brauchen einen erfahrenen Rechtsanwalt an Ihrem Wohnort für Ihre Frage zu einer Fehldiagnose oder für Ihr medizinrechtliches Problem? Beim anwalt-suchservice.de finden Sie Anwälte, die das Medizinrecht und das Arzthaftungsrecht zu ihrem Arbeitsschwerpunkt gemacht haben. Hier erhalten Sie Rat und Unterstützung – unabhängig davon, ob es sich um eine Rechtsberatung oder um die Vertretung vor Gericht handelt.
case3

Kartenansicht der Teilnehmer

Rechtstipps zum Thema Fehldiagnose

2015-01-15, Autor Hans-Berndt Ziegler (688 mal gelesen)
Rubrik: Medizinrecht

Der durch Behandlungsfehler geschädigte Patient muss beraten werden. Auch diese Beratung kann kostenlos erfolgen. Nach der letzten Statistik des ADAC für 2014 ergibt sich, dass in Deutschland etwa nur noch 3300 Verkehrstote zu verzeichnen sind. Anders ...

sternsternsternsternstern  4,0/5 (29 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Medizinrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Medizinrecht