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Der Beruf des Rechtsanwalts unterliegt dem Berufsrecht der Rechtsanwälte, zu dem auch das Gebührenrecht der Rechtsanwälte zählt. Im Gebührenrecht für Rechtsanwälte finden sich Vorgaben für die Erhebung von Gebühren für anwaltliche Leistungen wie Beratung und (außer-) gerichtliche Vertretung.

Honorare für Rechtsanwälte: Das Gebührenrecht der Rechtsanwälte

Nach dem Gesetz oder Honorarvereinbarung

Die Höhe des Honorars bzw. der Gebühren, die ein Rechtsanwalt für seine Beratungstätigkeit und alle Leistungen der Kanzlei erhebt, richtet sich nach dem Gebührenrecht für Rechtsanwälte. Dieses sieht vor, dass ein Rechtsanwalt seine Vergütung entweder nach dem Gesetz bestimmt oder aber dass das Honorar zwischen Rechtsanwalt und Mandant in einer Honorarvereinbarung (Beratungspauschale, Stundensatzvereinbarung etc.) festgelegt wird. Grundlage der Abrechnung der Gebühren aufgrund eines Gesetzes ist das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), zentrales Regelungswerk des Gebührenrechts für Rechtsanwälte. Prinzipiell gibt das RVG keine starren Gebühren für einzelne, konkrete Leistungen vor. Vielmehr steckt es in der Regel einen weiten und flexiblen Rahmen für die Gebührenerhebung ab. Dabei basiert die gesetzliche Gebühr im Zivilrecht auf dem sogenannten Gegenstandswert. Je nach Schwierigkeit des Falles und Umfang der Beratung kann der Rechtsanwalt anhand einer Gebührentabelle zum RVG das konkrete Honorar mit Hilfe des Gebührensatzes ermitteln. Eine Unterschreitung der gesetzlichen Gebühren ist ihm nicht erlaubt.

Festlegung der Gebühren

Bei der Festlegung der Gebühren wird nach der Art der Tätigkeit des Rechtsanwalts unterschieden: Das außergerichtliche Auftreten für seinen Mandanten unterliegt anderen Gebühren als das Auftreten vor Gericht. Außerdem ist die Gebühr für eine sogenannte anwaltliche Erstberatung im RVG geregelt, für Privatpersonen ist sie auf einen Höchstbetrag von 190,00 Euro begrenzt. Da der Rechtsanwalt oftmals die Möglichkeit hat, die gesetzlichen Gebühren selbst anhand des RVG zu bestimmen, besteht ein gewisses Konfliktpotential: Vor allem die Einstufung einer Sache als „schwierig“ bzw. „komplex“ und die damit verbundenen höheren Gebühren innerhalb des gesetzlichen Gebührenrahmens, können zu Unmut des Mandanten und teils zu Auseinandersetzungen über die Höhe der Gebühren führen. Das gleiche gilt für die Festlegung des Gegenstandswertes. In bestimmten Konstellationen sorgen jedoch gesetzliche Vorgaben für die Festlegung des Gegenstandswertes für klare Verhältnisse.

Besonderer Tipp

Wenn Sie die Beratung eines Rechtsanwaltes in Anspruch nehmen wollen oder müssen, sprechen Sie ihn direkt und offen auf die Gebühren bzw. Kosten der Rechtsberatung an. Sprechen Sie Ihren Rechtsanwalt auch darauf an, ob es in Ihrem konkreten Fall nach dem Gebührenrecht der Rechtsanwälte möglich ist eine Honorarvereinbarung zu treffen. Sollte es doch einmal Ärger mit der Rechnung eines Rechtsanwaltes geben: Nehmen Sie Kontakt zu einem Rechtsanwalt auf, der mit dem Gebührenrecht der Rechtsanwälte vertraut ist und die Rechnung prüfen kann. Finden Sie ihn mit dem Anwalt-Suchservice!
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