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Wirtschaftsprüfer kontrollieren unter anderem die ordnungsgemäße Buchführung von Unternehmen. Selbstverständlich ist die Arbeit nicht kostenlos. Wie hoch die Gebühren des Wirtschaftsprüfers für seine Arbeit sein dürfen, wird im Gebührenrecht der Wirtschaftsprüfer geregelt.

Grundlage für die Berechnung des Entgelts: Das Gebührenrecht der Wirtschaftsprüfer

Die rechtlichen Grundlagen des Gebührenrechts der Wirtschaftsprüfer

Das Gebührenrecht Wirtschaftsprüfer kennt keine eigene Gebührenordnung, wie es beim Gebührenrecht der Rechtsanwälte oder beim Gebührenrecht der Steuerberater der Fall ist. Die rechtlichen Vorgaben zur Erhebung und zur Höhe der Gebühren für die jeweiligen Aufgaben der Wirtschaftsprüfer finden sich vielmehr im allgemeinen Zivilrecht und dort im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

In den meisten Fällen rechnen Wirtschaftsprüfer auf Stundenbasis oder nach Tagessätzen ab. Dabei richtet sich die Höhe der Gebühr nach der erbrachten Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers, deren Umfang, dem Haftungsrisiko und dem Schwierigkeitsgrad. Nach dem Gebührenrecht der Wirtschaftsprüfer grundsätzlich verboten ist eine Vereinbarung über das Honorar in Abhängigkeit vom Ergebnis der Wirtschaftsprüfung. Das gibt die Wirtschaftsprüferordnung (WPO) vor. Auch erfolgsabhängige Vergütungen sind nur in engen Grenzen zulässig, zum Beispiel im Bereich der Wirtschaftsberatung und der Betriebsberatung. Möglich sind nach dem Gebührenrecht Wirtschaftsprüfer aber Vereinbarungen, bei denen die Leistungen pauschal abgegolten werden.

Werden Wirtschaftsprüfer rechtsberatend tätig, orientieren sich ihre Gebühren an dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). So kann auch im Gebührenrecht Wirtschaftsprüfer der Gegenstandswert maßgeblichen Einfluss auf die Höhe der Vergütung haben.

Der Wirtschaftsprüfer als Gutachter und das Gebührenrecht

Es kommt vor, dass Wirtschaftsprüfer vor allem vor Gericht als Sachverständige (Gutachter) tätig werden. Auch hierfür kennt das Gebührenrecht Wirtschaftsprüfer keine eigenen rechtlichen Vorgaben. Das zu entrichtende Honorar ergibt sich bei gerichtlich bestellten Gutachten aus dem Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen (ZSEG). Bei privat in Auftrag gegebenen Gutachten richtet sich die Höhe der Gebühr nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Neben den Gebühren für die eigentliche Tätigkeit kennt auch das Gebührenrecht Wirtschaftsprüfer die Erstattungsmöglichkeit für weitere Kosten, beispielsweise für Postentgelte, Telekommunikationsentgelte, Dokumentenpauschalen, Reisekosten, Übernachtungskosten und die auf die Vergütung anfallende Umsatzsteuer.

Der spezielle Hinweis

Mangels eigener gesetzlicher Regelungen bietet das Gebührenrecht der Wirtschaftsprüfer ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die Vergütung der Wirtschaftsprüfer zu gestalten. Je breiter das Spektrum aber, desto größer das Risiko, dass es zu Auseinandersetzungen über die Vergütung von Wirtschaftsprüfern kommt.

Wer sich einem solchen Streit ausgesetzt sieht, benötigt umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen des Zivilrechts. Wirklich sicher sind Betroffene nur, wenn sie einen Rechtsanwalt für das Gebührenrecht der Wirtschaftsprüfer beauftragen.

Nehmen Sie jetzt Kontakt zu einem qualifizierten Rechtsanwalt für das Gebührenrecht der Wirtschaftsprüfer auf und finden Sie ihn über den Anwalt-Suchservice.
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