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Genossenschaften sind juristische Personen, in denen sich Personen und/ oder Unternehmen mit gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen zusammenschließen. Mit der Gründung und dem „Betrieb“ einer Genossenschaft befasst sich das Genossenschaftsrecht.

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Genossenschaftsrecht: Ist die Genossenschaft eine echte Alternative?

Das Genossenschaftsgesetz als Basis des Genossenschaftsrechts

Das Genossenschaftsrecht hat seine rechtliche Grundlage in erster Linie in einem eigenen Gesetz für diesen Rechtsbereich: Das Genossenschaftsgesetz (GenG) regelt alle wesentlichen Rechtsfragen rund um die Genossenschaft. Eine Genossenschaft muss mindestens drei Mitglieder haben. Mitglieder einer Genossenschaft, die durch einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag (Statut) gegründet wird, können natürliche Personen sein, aber auch Unternehmen, also z. B. Gesellschaften wie die OHG, die KG, die GmbH oder die AG. Das Genossenschaftsrecht sieht außerdem vor, dass die Genossenschaft zum Genossenschaftsregister anzumelden ist. Erst durch die Eintragung wird die Gesellschaft eine eingetragene Genossenschaft und führt dann den Zusatz eG in der Firma. Nicht eingetragene Genossenschaften sind in der BRD quasi bedeutungslos. Wird die Genossenschaft gewerblich tätig, benötigt sie einen Gewerbeschein. Genossenschaften existieren vor allem als Kreditgenossenschaften, Waren- und Einkaufsgenossenschaften, Agrargenossenschaften und Wohnungsgenossenschaften. Grundsätzlich sollen Genossenschaften nach dem Genossenschaftsrecht wirtschaftliche Zwecke verfolgen, aber auch soziale oder kulturelle Genossenschaften sind denkbar.

Vor- und Nachteile der Genossenschaft

Die Genossenschaft ist eine Rechtsform, die Vorteile und Nachteile hat. Vorteilhaft ist, dass die eG wie eine UG, GmbH oder AG nur mit dem Gesellschaftsvermögen haftet, wobei die eG nicht über ein Mindeststammkapital verfügen muss. Allerdings treffen die eG auch vergleichbar harte Buchführungs- und Prüfpflichten wie die Kapitalgesellschaften. Außerdem ähnelt die eG hinsichtlich der Organstruktur eher den Kapitalgesellschaften als den Personengesellschaften wie der GbR, der OHG oder der KG, denn sie verfügt über die Organe Vorstand, Aufsichtsrat und Vertreterversammlung bzw. Generalversammlung. Zudem löst sich eine eG nicht durch Ausscheiden von Mitgliedern auf, was ihr einen Vorteil gegenüber der GbR oder OHG verschafft. Der größte Nachteil der eG ist die gesetzlich vorgeschriebene Bindung an den sogenannten Selbsthilfezweck.

Besonderer Tipp

Die Genossenschaft ist eine Rechtsform, die unter Umständen für Ihre Mitglieder erhebliche Vorteile mit sich bringt. Ihre Gründung ist aber von der Erfüllung recht spezieller Anforderungen abhängig. Vor allem die Bindung an den Selbsthilfezweck ist oftmals ein Hindernis für die Gründung einer Genossenschaft. Wenn Sie darüber nachdenken, eine "Gesellschaft" zu gründen, ist es ratsam im Zweifel auch die Genossenschaft in Betracht zu ziehen. Ob die Genossenschaft für Ihren Gesellschaftszweck möglich und sinnvoll ist, sollten Sie vorab von einem Rechtsanwalt für Genossenschaftsrecht prüfen lassen. Finden Sie Ihren Rechtsanwalt für Genossenschaftsrecht mit dem Anwalt-Suchservice!
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