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Die Gewerbesteuer ist eine Steuer, die nur Gewerbetreibende und gewerbliche Unternehmen betrifft. Freiberufler, deren Arbeit kein Gewerbe ist – z. B. Rechtsanwälte, Redakteure, Ärzte – müssen keine Gewerbesteuer entrichten. Das gilt auch für Landwirte und Forstwirte.

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Steuer für Gewerbetreibende: Die Gewerbesteuer

Gewerbesteuer nur für Gewerbe

Die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen für die Gewerbesteuer sind das Gewerbesteuergesetz (GewStG) und die Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV). Daneben haben vor allem Gewerbesteuer-Richtlinien für Verwaltung und Finanzamt Bedeutung.

Wie bereits erwähnt muss man Gewerbesteuer nur auf Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit entrichten. Deswegen definiert das Einkommensteuergesetz (EStG), was eine gewerbliche Tätigkeit ist, damit eine Abgrenzung zu anderen Einkunftsarten (Vermietung/Verpachtung, freiberufliche Tätigkeit etc.) möglich ist. Nach dem EStG ist eine gewerbliche Tätigkeit eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen ausgeführt wird. Außerdem ist es notwendig, dass man sich "am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr" beteiligt. Will eine Person mit ihrem Geschäft keinen Gewinn machen, handelt sich nicht um ein Gewerbe. Gewerbesteuer wäre nicht zu bezahlen.

Schuldner der Gewerbesteuer und Hebesatz

Im Steuerrecht stellt sich immer auch die Frage, wer der Schuldner einer Steuer ist. Im Falle der Gewerbesteuer ist der Unternehmer Steuerschuldner – also die einzelne Person, die ein Gewerbe betriebt oder die Gesellschaft (UG, GmbH, AG etc.), die ein Unternehmen betreibt. Aus diesem Grund wird die Gewerbesteuer als Sachsteuer bezeichnet. Sie ist keine Personensteuer, weil der wirtschaftliche Ertrag (Gewinn) eines Unternehmens und nicht das Einkommen einer Person besteuert wird.

Erhoben wird die Gewerbesteuer nicht vom Bund oder den Ländern, sondern von den Kommunen bzw. Gemeinden. Die Gewerbesteuer ist in der Regel die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinden und dient zu einem großen Teil der Finanzierung der Gemeindeausgaben. Da die Kommunen in der Lage sind, den sogenannten Hebesatz (Höhe der Gewerbesteuer) festzulegen, unterscheidet sich der Hebesatz der Gewerbesteuer von Ort zu Ort. Weil deswegen das gleiche Unternehmen an unterschiedlichen Orten unterschiedlich hohe Gewerbesteuer zahlen müsste, kann der Hebesatz durchaus Einfluss auf eine Standortentscheidung haben – vor allem bei großen Unternehmen.

Gewerbesteuer und Gewerbesteuerfreibetrag

Für bestimmte Gewerbetreibende gilt der Gewerbesteuerfreibetrag. Dieser Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro gilt für Einzelunternehmer und für Personengesellschaften wie die GbR oder OHG. Dieser Freibetrag hat zur Folge, dass diese Unternehmer bzw. Unternehmen nur für Gewinne, die den Betrag von 24.500 Euro übersteigen, Gewerbesteuer zahlen müssen. Für GmbHs oder Aktiengesellschaften gilt dieser Freibetrag nicht.

Besonderer Tipp

Der Gewerbesteueraufwand kann inzwischen nicht mehr als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Nicht von Einzelunternehmern, nicht für Personengesellschaften und auch nicht von Kapitalgesellschaften. Aber bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften ist unter Umständen eine Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer möglich!

Bei allen Fragen zur Gewerbesteuer steht Ihnen ein Rechtsanwalt für Steuerrecht zur Seite. Finden Sie ihn mit dem Anwalt-Suchservice!
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Rechtstipps zum Thema Gewerbesteuer

2009-05-18, PM Geneva Group International (GGI) 26.03.2009 (32 mal gelesen)
Rubrik: Mietrecht und Pachtrecht

Einzelunternehmern und Gesellschaftern einer Personengesellschaft kann eine Gesamtsteuerbelastung drohen, die deutlich über dem Höchstsatz der Einkommensteuer liegt. Dieses Risiko besteht immer dann, wenn die vom Unternehmen gezahlte Gewerbesteuer ...

sternsternsternsternstern  4,0/5 (1 Bewertungen)
2014-05-15, Bundesfinanzhof Az. I R 21/12 (365 mal gelesen)
Rubrik: Gewerberecht

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass das Verbot, die Gewerbesteuerlast von der Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer abzuziehen, mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass das Verbot, die ...

sternsternsternsternstern  4,4/5 (5 Bewertungen)
2007-11-26, (42 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Umfangreiche Wertpapiergeschäfte an in- und ausländischen Börsenplätzen stellen nicht stets eine gewerbliche Tätigkeit dar, sondern können u.U. als private Vermögensverwaltung anzusehen sein, so dass zwar die Gewinne aus dieser Tätigkeit der ...

sternsternsternsternstern  3,5/5 (2 Bewertungen)
Autor: RA FASt/FAArbR/FAStrafR Prof. Dr. Manzur Esskandari, Prof. Dr. Esskandari + Kollegen, www.esskandari.de
Aus: Arbeits-Rechtsberater, Heft 01/2016
Rubrik: Arbeitsrecht

Das einem Rechtsanwalt erteilte arbeitsrechtliche Mandat umfasst in der Regel nicht die Beratung und Belehrung im Steuerrecht.Ob ein Anwalt, der nicht zugleich Fachanwalt für Steuerrecht ist, die steuerlichen Auswirkungen einer arbeitsrechtlichen Maßnahme bedenken und mit dem Mandanten erörtern muss, hängt von der praktischen Bedeutung und dem „Bekanntheitsgrad” der jeweiligen steuerrechtlichen Regelung ab.

2014-08-13, Autor Jürgen Rodegra (467 mal gelesen)
Rubrik: Internationales Recht

Zu den Gründungsvoraussetzungen für eine Tochtergesellschaft in den USA. Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Haftungsrecht. Schutz der deutschen Muttergesellschaft. Das Gesellschaftsrecht ist in Bewegung geraten. Längst ist es nicht mehr ungewöhnlich, ...

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