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Personen, die durch den 2. Weltkrieg oder dessen Folgen Vermögensschäden oder sonstige schwerwiegende Nachteile erlitten haben, können unter Umständen Anspruch auf Entschädigung nach dem Lastenausgleichsrecht haben.

Folgen des Zweiten Weltkriegs: Lastenausgleichsrecht gewährt Ansprüche

Rechtliche Grundlagen und berechtigter Personenkreis nach dem Lastenausgleichsrecht

Wichtigstes Regelungswerk im Lastenausgleichrecht ist das Lastenausgleichsgesetz (LAG) . Die darin enthaltenen Vorschriften definieren, welche Personen einen Anspruch aus dem Lastenausgleichsrecht geltend machen können. Anspruchsberechtigt sind beispielsweise durch Kriegszerstörungen Geschädigte, Spätheimkehrer, Vertriebene und anerkannte DDR-Flüchtlinge.

Ebenfalls einen Anspruch auf Entschädigung können diejenigen haben, die durch Vertreibung aus früher zum Deutschen Reich gehörenden Gebiete östlich von Oder oder Neiße (Oder-Neiße-Grenze) Verluste erlitten haben. Außerdem kann einen Anspruch nach dem LAG haben, wer durch Vertreibung aus Gebieten, die nicht zum deutschen Reich gehörten, Verluste hinnehmen musste oder wer durch die Währungsreform von 1948 Verluste erlitt. Die zuständigen Behörden sind die Landesausgleichsämter oder das Bundesausgleichsamt. Bei gerichtlichen Streitigkeiten aus dem Lastenausgleichsrecht sind die Verwaltungsgerichte zuständig.

Die Möglichkeiten der Entschädigungen im Lastenausgleichsrecht

Das Lastenausgleichrecht kennt unterschiedliche Entschädigungsmöglichkeiten, die ebenfalls im Lastenausgleichsgesetz normiert sind. Zu den Entschädigungsmöglichkeiten nach dem LAG zählen die Hauptentschädigung (Entschädigung in Geld), das Eingliederungsdarlehen, die Kriegsschadenrente, die Hausratsentschädigung (erste Ausstattung mit Möbeln) oder die Wohnraumhilfe.

In den meisten Fällen wurden Entschädigungen nach dem Lastenausgleichsrecht an Vertriebene gezahlt. Sie bildeten - zumindest kurz nach dem Zweiten Weltkrieg - die größte Gruppe der Anspruchsberechtigten. Das Lastenausgleichsrecht beinhaltet im LAG eine Definition für den Begriff "Vertriebener": Wer als deutscher Staatsangehöriger oder deutscher Volkszugehöriger seinen Wohnsitz in den zurzeit unter fremder Verwaltung stehenden deutschen Ostgebieten oder in den Gebieten außerhalb der Grenzen des Deutschen Reichs nach dem Gebietsstand vom 31. Dezember 1937 hatte und ihn im Zusammenhang mit den Ereignissen des zweiten Weltkrieges infolge Vertreibung, insbesondere durch Ausweisung oder Flucht, verloren hat, gilt als Vertriebener.

Diese Definition ist jedoch nicht abschließend, sondern wurde ausgeweitet, auch und vor allem nach dem Ende der DDR und dem Mauerfall 1990.

Der besondere Tipp

Nicht nur wegen seines erweiterten Anwendungsbereichs nach dem Anschluss der DDR an die BRD 1990 ist das Lastenausgleichsrecht noch immer aktuell. Zwar liegt der Zweite Weltkrieg inzwischen lange zurück, aber die Folgen sind im Lastenausgleichsrecht weiterhin zu spüren. Hinzu kommt, dass Verfahren im Lastenausgleichsrecht sehr lange dauern können und dass es - je nach Anspruch - unterschiedliche Verjährungsvorschriften gibt.

Die Frage, ob Sie als Vertriebener oder Bürger der ehemaligen DDR eventuell immer noch einen Anspruch aus dem Lastenausgleichsrecht geltend machen können, beantwortet Ihnen ein qualifizierter Rechtsanwalt für Lastenausgleichsrecht.

Nehmen Sie Kontakt zu einem Rechtsanwalt für Lastenausgleichsrecht auf und finden Sie ihn über den Anwalt-Suchservice.
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