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Eine Mieterhöhung zu erhalten, ist für Mieter eine schlechte Nachricht. Oft machen Vermieter jedoch bei der Mieterhöhung Fehler und der eingeplante höhere Mietzins bleibt aus.

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Welche Mieterhöhungen gibt es?

Ihr Vermieter kann Ihre Miete erhöhen, um sie an die örtliche Vergleichsmiete anzupassen. Diese geht aus dem Mietspiegel Ihrer Gemeinde hervor. Meist wird die Miete an die Vergleichsmiete angepasst, wenn sie seit längerer Zeit unverändert geblieben ist. Die Miete kann auch wegen einer Modernisierung erhöht werden, hier kann der Vermieter einen Teil der Kosten wieder hereinholen, die ihm entstanden sind - und die Ihnen als Mieter durch Verbesserung der Wohnung zugute kommen. Im Rahmen einer Staffelmiete wird die Miete zu vorher festgelegten Zeiten erhöht. Auch eine Anpassung an den Verbraucherpreisindex kann im Mietvertrag vereinbart werden.

Mieterhöhung zur örtlichen Vergleichsmiete

Voraussetzung für eine Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete ist, dass Ihre Miete zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Mieterhöhung seit 15 Monaten unverändert geblieben ist. Bei der Bestimmung der Vergleichsmiete werden Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung und deren Mieten der letzten vier Jahre herangezogen. Der Vermieter muss die Zustimmung des Mieters zu der Erhöhung einholen. Dieses Mieterhöhungsverlangen darf frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung erfolgen. Bei der Berechnung dieser Zeiten werden Mieterhöhungen wegen Modernisierung oder Erhöhungen der Betriebskosten nicht gezählt.

Mieterhöhung nach Modernisierung

Es gibt eine Reihe von Modernisierungsmaßnahmen, nach denen der Vermieter die Miete erhöhen darf. Dies gilt für bauliche Veränderungen, durch die nachhaltig Energie eingespart oder das Klima geschützt wird, der Wasserverbrauch verringert wird, der Gebrauchswert der Wohnung deutlich erhöht wird, die Wohnverhältnisse verbessert werden, neuer Wohnraum geschaffen wird. Auch Arbeiten, zu denen der Vermieter gezwungen ist und die keine reinen Erhaltungsmaßnahmen sind, zählen dazu - zum Beispiel Modernisierungen, zu denen der Vermieter gesetzlich gezwungen ist. Liegt eine dieser Modernisierungen vor, kann der Vermieter Ihre Miete jährlich um 11 Prozent der angefallenen Kosten heraufsetzen.

Mieterhöhung bei Staffelmiete

Bei einem Staffelmietvertrag ist von Anfang an genau vereinbart, um welchen Betrag die Miete wann angehoben wird. Die Angabe muss als Geldbetrag gemacht werden; nicht als Prozentzahl. Zwischen den einzelnen Erhöhungen muss mindestens ein Jahr liegen. Die Mietstaffeln dürfen nicht in eine Überhöhung der Miete ausarten - hiervon geht man aus, wenn die Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20 Prozent übersteigt.

Indexmiete

Bei einer Indexmiete wird vereinbart, dass sich die Höhe der Miete am vom Statistischen Bundesamt berechneten Preisindex für die Lebenshaltung aller deutschen Privathaushalte (Verbraucherpreisindex) ausrichten soll. Verteuern sich also die Lebenshaltungskosten, verteuert sich auch die Miete. In letzter Zeit wurden besonders in Großstädten häufiger Indexmietverträge abgeschlossen.

Kappungsgrenze

Die Kappungsgrenze ist in der Vorschrift über die Mieterhöhung zur ortsüblichen Vergleichsmiete festgelegt: Demnach darf die Miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 Prozent steigen. Diese Regel gilt nicht für Mieterhöhungen nach Modernisierungen oder Anhebungen von Betriebskosten.

Was kann ich als Mieter gegen eine Mieterhöhung tun?

Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, hat der Vermieter ein Recht auf die Zustimmung des Mieters zur Mieterhöhung. Ob der Vermieter alles richtig gemacht hat, hängt von den Voraussetzungen der jeweiligen Mieterhöhung ab. Ein auf das Mietrecht spezialisierter Rechtsanwalt kann Ihnen sagen, ob alles "mit rechten Dingen" zugegangen ist.

Werden die Betriebskosten als Pauschale bezahlt, darf der Vermieter Kostenerhöhungen an den Mieter weitergeben - er darf also die monatliche Pauschale anheben. Diese Möglichkeit muss allerdings im Mietvertrag vereinbart sein.
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