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Das Recht der Testamentsgestaltung umfasst die gesetzlichen Rahmenbedingungen, unter denen ein Erblasser ein Testament aufsetzen kann und darf. Das Testament wird auch letztwillige Verfügung genannt.

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Gut beraten und richtig vererben: Das Recht der Testamentsgestaltung

Das Testament und seine rechtlichen Grundlagen

Das Recht der Testamentsgestaltung findet sich vor allem im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und dort im Buch zum Erbrecht. Laut Gesetz ist ein Testament eine einseitige, formbedürftige, jederzeit widerrufbare Willenserklärung des Erblassers über sein Vermögen, welche im Falle seines Todes Wirkung entfaltet. Ein Testament dient der willkürlichen Erbfolge im Falle des Todes und verhindert den Eintritt der gesetzlichen Erbfolge, die nicht immer im Sinne des Erblassers ist. Dabei kann ein Testament nach dem Recht der Testamentsgestaltung Regelungen zur Erbeinsetzung, Enterbung, Anordnung eines Vermächtnisses aber auch Regelungen zu Auflagen, Teilungsanordnungen, der Anordnung der Testamentsvollstreckung durch einen Testamentsvollstrecker, Regelungen zur Pflichtteilsentziehung oder Regelungen zur Pflichtteilsbeschränkung enthalten.

Formen der Testamentsgestaltung

Das Recht der Testamentsgestaltung kennt unterschiedliche Formen des Testaments. Möglich ist zum Beispiel das eigenhändige Testament. Dabei verfasst der Erblasser eine Erklärung, die er vollständig und eigenhändig schreibt und unterschreibt. Außerdem gibt es noch das öffentliche Testament, bei dem der Erblasser einem Notar seinen letzten Willen zur Niederschrift erklärt oder übergibt ihm eine Erklärung mit dem Hinweis, dass diese Erklärung sein letzter Wille ist (notarielles Testament). Unter Umständen kann ein Notar aber nicht mehr rechtzeitig erreicht werden und auch ein eigenhändiges Testament ist in diesen Moment unmöglich. Dann kennt das Recht der Testamentsgestaltung drei Nottestamente: Das Bürgermeistertestament, das Drei-Zeugen-Testament und das Seetestament. Ehegatten oder Partner einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft können ein gemeinschaftliches Testament errichten. Die bekannteste Form ist das sogenannte Berliner Testament, bei dem sich die Ehegatten gegenseitig als Erben einsetzen und das Vermögen erst nach dem Tod beider Ehegatten an die Kinder oder andere Erben fällt.

Besonderer Tipp

Die Wenigsten setzen sich gerne mit dem eigenen Tod auseinander. Neben dem emotionalen Verlust bedeutet dies für die Erben aber oft eine Menge Streit und rechtliche Problemstellungen. Allein aus diesem Grund empfiehlt es sich, rechtzeitig an ein Testament zu denken, damit die Vermögensnachfolge nach dem Recht der Testamentsgestaltung gesichert ist. Notariell aufgesetzte Testamente kosten Geld. Dabei müssen Notare bei Beratung in Erbangelegenheiten auf die Möglichkeit hinweisen, das Testament eigenhändig und damit kostenlos aufzusetzen. Egal wie der letzte Wille aussehen soll, anwaltliche Unterstützung ist immer ratsam. Sie brauchen Hilfe im Recht der Testamentsgestaltung? Suchen Sie jetzt nach einen qualifizierten Rechtsanwalt und finden Sie ihn über den Anwalt-Suchservice.

Weiterführende Informationen zu Recht der Testamentsgestaltung

Berliner Testament
Ein Berliner Testament ist ein besonderes Testament für Ehegatten. Mit Hilfe dieses gesetzlich geregelten Testamentsmodells können sich die Ehepartner gegenseitig als Erben einsetzen. Beim Berliner Testament erbt der eine Ehegatte vom anderen, erst beim Ableben des zweiten sind die Kinder bzw. die sonstigen Erben am Zug. mehr ...

Enterbung
Die Enterbung ist schon fast sprichwörtlich. Sagt man doch hin und wieder: "Wenn ich das tue, enterben mich meine Eltern!". Was rechtlich hinter der Enterbung steckt und ob eine vollständige Enterbung tatsächlich möglich, ist erfahren Sie hier. (vom 2016-05-10)  mehr ...

Erbfolge
Die gesetzliche Erbfolge ist der vom Gesetz vorgesehene Normalfall einer Erbschaft. Dabei ist gesetzlich festgelegt, welche Verwandten welchen Anteil am Nachlass bekommen. Wer andere Regeln für seinen Nachlass festlegen will, kann dies durch ein Testament oder einen Erbvertrag tun. mehr ...

Erbvertrag
Ein Erbvertrag ist eine Möglichkeit, darüber zu bestimmen, was nach dem eigenen Ableben mit Eigentum und Vermögen geschehen soll. Anders als das Testament ist jedoch der Erbvertrag nicht einseitig; der Bedachte ist ein Vertragspartner, gegenüber dem sich der Erblassser vertraglich bindet. (vom 2016-05-18)  mehr ...

Testament
Mit Hilfe eines Testaments können Sie festlegen, was nach Ihrem Ableben mit Ihrem Vermögen passieren soll. Die gesetzliche Erbfolge kann per Testament abgeändert werden. Allerdings werden bei der Erstellung von Testamenten oft Fehler gemacht, die zu Streitigkeiten unter den Erben führen. mehr ...

Testamentsgestaltung
Die Testamentsgestaltung ist die Gestaltung eines Testaments. Das Testament ist grundsätzlich eine einseitige Erklärung einer Person (sog. letztwillige Verfügung), die Anordnungen trifft, was mit dem Vermögen dieser Person im Falle des Todes geschehen soll. Weil das Testament das gesetzliche Erbrecht abändern kann, ist eine wohl durchdachte Testamentsgestaltung ratsam. mehr ...

Vermächtnis
Ein Vermächtnis kann vom Erblasser in einem Testament angeordnet oder in einem Erbvertrag vereinbart werden. Aber was genau ist ein Vermächtnis? Welche Rechte sind damit verbunden und wo liegt der Unterschied zur Erbeinsetzung? (vom 2015-07-23)  mehr ...

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Anwendbares Erbrecht Deutschland-Spanien - Möglichkeit der Rechtswahl und Nachlassspaltung. Testament Deutschland - Spanien. Erbschaftssteuer Spanien – Schenkungssteuer Spanien, Doppelbesteuerung, beschränkte Steuerpflicht Erbschaftssteuer oder ...

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Ausländische Staatsangehörigkeit des Erblassers oder der Erben, Vermögen im Ausland , die neue EU Erbrechtsverordnung - gilt dann weiterhin das deutsche Erbrecht oder das ausländische? Welche Folgen hat es, wenn die ausländische Rechtsordnung den ...

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