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Die Schenkungssteuer fällt an, wenn jemand zu Lebzeiten jemand anderem ein wertvolles Geschenk macht. Sie hat hauptsächlich den Zweck, Umgehungen der Erbschaftssteuer durch Geschenke zu Lebzeiten vorzubeugen. Beide Steuerarten sind im gleichen Gesetz geregelt: Dem Erbschaft- und Schenkungssteuergesetz.

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Wann fällt Schenkungssteuer an?

Schenkungssteuer wird in dem Moment fällig, in dem Sie eine Schenkung - also eine Zuwendung ohne Gegenleistung - erhalten. Aber: Wie bei der Erbschaftsteuer gibt es ansehnliche Freibeträge. Diese hängen von Ihrem Verwandtschaftsgrad mit dem Schenkenden ab.

Schenkung melden!

Haben Sie einen größeren Bertrag geschenkt bekommen, müssen Sie dies innerhalb von drei Monaten dem Finanzamt melden. Sowohl der Beschenkte als auch der Schenker müssen eine solche Meldung abgeben - mit ihren persönlichen Daten, dem Gegenstgand des Geschenks und dem Verwandschaftsgrad. Eine Mitteilungspflicht haben auch Notare, Gerichte, Standesämter und Geldinstitute.

Die Freibeträge

Bei Schenkungen gelten folgende Freibeträge: Für den Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner 500.000 Euro; für jedes Kind/Stiefkind 400.000 Euro; für jedes Kind eines verstorbenen Kindes/Stiefkindes 400.000 Euro; für jedes Kind eines lebenden Kindes/Stiefkindes 200.000 Euro; für jede sonstige Person der Steuerklasse I 100.000 Euro. Personen der Steuerklasse II nach dem Erbschaft-und Schenkungssteuergesetz (Geschwister, Neffen) oder III (Lebensgefährten, Freunde) haben einen Freibetrag von 20.000 Euro. Diese Freibeträge können Sie alle zehn Jahre einmal nutzen.

Hausrat und anderes

Außer dem allgemeinen Freibetrag können Beschenkte von weiteren Freibeträgen profitieren. Dazu gehört der Freibetrag für Hausrat, der Wohnungseinrichtung, Wäsche, Kleidung, Geschirr und Bücher betrifft - und für andere Gebrauchsgegenstände wie PKW und Musikinstrumente. Gehören Sie zur Schenkungssteuerklasse I, haben Sie einen Hausratsfreibetrag in Höhe von 41.000 Euro, für andere bewegliche Gegenstände in Höhe von 12.000 Euro. Letzterer wird Ihnen auch in Steuerklasse II und III zugestanden, hier gibt es jedoch keinen Hausratsfreibetrag.

Steuersatz

Der Steuersatz entspricht wieder der Erbschaftsteuer und hängt vom Verwandtschaftsverhältnis sowie von der zugewendeten Summe ab. Schenkungen unter Ehegatten bis 75.000 Euro werden mit 7 Prozent besteuert, Schenkungen unter Freunden bis zur Höhe von 6 Mio Euro mit 30 %. Die Sätze gehen von 7 % bis 50 %.

Stundung

Die Besteuerung wird oft zur Folge haben, dass das Geschenk verkauft werden muss, um Steuern zu bezahlen. Bei Betriebsvermögen oder landwirtschaftlichen Vermögen dürfen Sie eine Stundung beantragen - wenn diese zur Erhaltung des Betriebes nötig ist. Die Stundung kann maximal zehn Jahre lang erfolgen.

Schenkung von Immobilien

Für selbst genutztes Wohneigentum gelten Sonderregeln - hier können Sie unter Umständen um die Schenkungssteuer herumkommen - z.B., wenn Sie Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner des Schenkers sind und das Wohneigentum weiter selbst bewohnen. Vergünstigungen gibt es auch für vermietetes Wohneigentum: Hier sind 10 % steuerfrei. Gerade bei Immobilien ist oft die Bewertung ein Problem - hier können leicht Fehler passieren. Lassen Sie sich im Zweifel von einem auf das Steuerrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten.

Unterschiede zur Erbschaftsteuer?

Schenkungen werden in folgenden Punkten anders behandelt als Erbschaften:
  • kein Versorgungsfreibetrag,
  • selbstgenutztes Wohneigentum nur für Ehegatten und Lebenspartner steuerfrei, nicht für Kinder,
  • ungünstigere Steuerklasse für Eltern sowie Groß- und Urgroßeltern.
Die Schenkungssteuer soll eine Umgehung der Erbschaftssteuer durch Schenkungen zu Lebzeiten verhindern. Es gibt jedoch einige vom Gesetzgeber vorgesehene Möglichkeiten, Ihre Steuerlast gering zu halten. Vergünstigungen gibt es insbesondere im Bereich Betriebsvermögen und Immobilien. Hier kann sich eine rechtzeitige Beratung durch einen auf das Steuerrecht spezialisierten Rechtsanwalt auszahlen.
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