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Erben/Vererben


Erbengemeinschaft: Jeder einzelne Erbe muss verklagt werden




Besteht eine Erbengemeinschaft, muss jeder einzelne Erbe verklagt werden, um gegen die Gemeinschaft vorgehen zu können. Dies muss allerdings nicht in einem Prozess geschehen. Auch getrennte Prozesse gegen jeden Einzelnen sind möglich.

(Meldung vom 19.08.2010)


Heimvertrag endet stets mit Tod des Pflegeleistungsempfängers




Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass Heimverträge mit Bewohnern, die stationäre Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erhalten, stets mit dem Sterbetag des Bewohners enden.

(Meldung vom 10.06.2010)


BGH: Briefwerbung für Grabmale zwei Wochen nach Todesfall zulässig




Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine auf dem Postweg erfolgende Werbung für Grabmale zwei Wochen nach dem Todesfall nicht mehr wettbewerbsrechtlich als unzumutbare Belästigung der Hinterbliebenen verboten werden kann.

(Meldung vom 27.04.2010)


Tod nach Einbruchdiebstahl: Witwe erhält keine Opferentschädigung




Verstirbt ein Hauseigentümer nach einem Einbruch, bei dem kein unmittelbarer Kontakt mit dem Täter stattgefunden hat, an den Folgen eines Schlaganfalls, erhält die Witwe keine staatliche Opferentschädigung.

(Meldung vom 08.03.2010)


Keine Urnenbeisetzung auf Privatgrundstück




Der bloße Wunsch, auf dem eigenen Grundstück bestattet zu werden, rechtfertigt auch für die Beisetzung von Urnen keine Ausnahme vom Friedhofszwang. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.

(Meldung vom 22.02.2010)


Übernahme von Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger




Der Ehemann der Klägerin verstarb im Jahre 2007 im Alter von 58 Jahren; zu diesem Zeitpunkt bezog die Klägerin Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeit¬suchende (SGB II). Auf Grund einer landesrechtlichen Regelung war sie, obwohl sie wie die Mutter des Ver¬storbenen das Erbe ausgeschlagen hatte, verpflichtet, für die Bestattung des Verstorbenen zu sorgen.

(Meldung vom 13.01.2010)


Keine Urnenbeisetzung im eigenen Garten




Die Genehmigung eines privaten Bestattungsplatzes für eine Urne kommt nur in Betracht, wenn ein berechtigtes Bedürfnis (atypische Gegebenheit oder Härtefall) nachgewiesen wird. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden.

(Meldung vom 06.01.2010)


Zur Verjährung von Ansprüchen gegen andere Miterben




Wird ein Erbe nach Verteilung des Nachlasses von einem Pflichtteilsberechtigten auf Auszahlung seines Pflichtteils in Anspruch genommen, so kann der in Anspruch genommene Erbe von den anderen Miterben auch noch 10 Jahre nach dem Erbfall anteiligen Ausgleich verlangen.

(Meldung vom 23.07.2009)


Anrechnung unangemessener Bestattungsvorsorge bei Sozialhilfebezug




Der Sozialhilfeträger muss Heimpflegekosten nicht übernehmen, wenn der Pflegebedürftige mit einem Bestattungsunternehmen einen Bestattungsvertrag schließt, der eine unangemessen hohe Treuhandeinzahlung beinhaltet.

(Meldung vom 16.07.2009)


Übernahme der Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger




Das Sozialgericht Speyer hat entschieden, dass dem Anspruch einer mittellosen Erbin gegen den Sozialhilfeträger auf Übernahme der Bestattungskosten ihres verstorbenen Ehemannes nicht entgegen gehalten werden kann, dass Abkömmlinge des Verstorbenen vorhanden seien, die im Rahmen ihrer Unterhaltspflicht gegenüber dem Verstorbenen für die Bestattungskosten aufzukommen haben.

(Meldung vom 17.12.2008)


Die Erhebung einer Gebühr für die zukünftige Entfernung eines Grabes ist rechtmäßig




Die Erhebung einer Gebühr für die zukünftige Entfernung eines Grabes ist nicht zu beanstanden. So lautet eine aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier

(Meldung vom 03.07.2008)


Sofortige Bestattung eines aufgefundenen Leichnams kann gegen Menschenwürde verstoßen




Nach dem Auffinden eines Leichnams muss ein Ordnungsamt mit Nachdruck versuchen, die Angehörigen zu ermitteln und zu benachrichtigen, bevor es die Bestattung anordnet. Das hat das Oberverwaltungsgericht NRW entschieden.

(Meldung vom 13.05.2008)


Sozialhilfe zahlt einfache Bestattung




Sozialhilfeempfänger haben Anspruch auf Erstattung der Kosten, die ihnen für eine einfache ortsübliche Beerdigung von Angehörigen entstehen, soweit diese Kosten von Dritten nicht zu ersetzen sind.

(Meldung vom 07.05.2008)


Lebenspartner eines Beamten hat keinen Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung




Dem gleichgeschlechtlichen Lebenspartner eines Beamten steht kein Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung zu. Dies entschied kürzlich das Verwaltungsgericht Koblenz.

(Meldung vom 18.02.2008)


Angehöriger muss Behörde Kosten für Trauerfeier nicht erstatten




Wird die Bestattung behördlich veranlasst, weil kein Angehöriger dafür sorgt, kann die Behörde von den bestattungspflichtigen Angehörigen nur die Kosten verlangen, die für die Bestattung als solche nötig waren; die Kosten für eine Trauerfeier kann sie demgegenüber nicht fordern.

(Meldung vom 09.01.2008)