Kategorie: Bankrecht und Kapitalmarktrecht

Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft: Forderungen anmelden

10.01.2017, Autor: Herr Simon-Martin Kanz (43 mal gelesen)
Rechtsanwalt Simon-Martin Kanz
Für die Anleger der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft wird es nun Zeit zum Handeln. Das Amtsgericht Chemnitz hat am 2. Januar das reguläre Insolvenzverfahren über die Gesellschaft eröffnet (Az.: 15 IN 840/16).

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können die Anleger nun ihre Forderungen zur Insolvenztabelle form- und fristgerecht bis zum 7. März 2017 anmelden. Die Gläubigerversammlung wurde für den 29. März terminiert. „Die Anmeldung der Forderungen ist für die Anleger ein wichtiger Schritt, um ihr Geld zu sichern. Dabei ist zu beachten, dass auch nur angemeldete Forderungen im Insolvenzverfahren berücksichtigt werden können“, sagt Rechtsanwalt Simon Kanz von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden. 

Mit welcher Insolvenzquote die Anleger im Insolvenzverfahren rechnen können, ist derzeit allerdings noch völlig offen. Rechtsanwalt Kanz: „Es kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass die Insolvenzmasse ausreicht, um die Forderungen aller Gläubiger vollauf zu bedienen. Verluste sind also weiterhin zu befürchten. Daher sollte die Anmeldung der Forderungen nur ein Schritt sein, um die drohenden Verluste abzuwenden.“

Parallel zum Insolvenzverfahren können die Anleger auch weitere rechtliche Schritte prüfen lassen. In Betracht kommt dabei in erster Linie die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Diese können z.B. wegen einer fehlerhaften Anlageberatung entstanden sein. Denn die Anleger hätten über die Risiken der Kapitalanlage umfassend aufgeklärt werden müssen. Zu berücksichtigen sind auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die Lombardium Hamburg, an die die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft Darlehen gewährt hatte. Zumal inzwischen festgestellt wurde, dass die beliehenen Pfandgüter weit weniger wert waren als angenommen.

„Es sollte daher in alle Richtungen geprüft werden, gegen wen Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. In Betracht kommen ebenso die Unternehmensverantwortlichen wie die Anlageberater bzw. Vermittler“, so Rechtsanwalt Kanz.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.
 

Mehr Informationen: www.anlegerschutz-news.de

 

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

 

Rechtsanwalt Simon Kanz

Kanzlei Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de

www.caesar-preller.de

 

 


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  4,3/5 (3 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Simon-Martin Kanz

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (72)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230

Kontaktaufnahme
Kontaktaufnahme
zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Simon-Martin Kanz
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
Redaktion Anwalt-Suchservice
Den Begriff Anlegerrecht kann man in zweifacher Hinsicht benutzen: Zunächst für das Anlegerrecht als Teilbereich des Kapitalmarktrechts, der sich mit den Rechten von Geldanlegern und Investoren befasst. Ferner aber auch als Bezeichnung für ein konkretes Recht eines Anlegers auf eine Leistung oder Information.
Redaktion Anwalt-Suchservice
Dem Anlegerschutz ist ein Bereich der Geldanlage und umfasst die Maßnahmen und Bemühungen, die Menschen in ihrer Rolle als Anleger schützen sollen. Er beinhaltet insbesondere den Schutz der Anleger vor unseriösen Angeboten auf den Kapitalmärkten. Grundlage des Anlegerschutzes ist der Gedanke, dass Anleger gegenüber den Anbietern von Geldanlagen wegen mangelnden Informationen oder mangelnder Fachkenntnis benachteiligt sind.
Redaktion Anwalt-Suchservice
Schiffsfonds sind eine Form der Investmentfonds. Grundsätzlich bekommt eine Anlagegesellschaft Geld von Anlegern und baut oder kauft dafür Schiffe – in der Regel Fracht- oder Containerschiffe. Schiffsfonds werden meist als geschlossene Fonds konzipiert.
Redaktion Anwalt-Suchservice
Ein Fonds ist eine Form der Geldanlage. Dabei sammelt eine Kapitalanlagegesellschaft Geld von Anlegern und legt es in Vermögensgegenstände wie z.B. Aktien an. Bei einem offenen Fonds bilden die gesammelten Gelder und die Investitionsgüter gemeinsam ein sogenanntes Sondervermögen. Sondervermögen deshalb, weil diese Gegenstände nicht zum allgemeinen Vermögen der Anlagegesellschaft gehören und von diesem getrennt zu verwahren sind.
Redaktion Anwalt-Suchservice
Das Inkassorecht befasst sich mit den gesetzlichen Vorgaben zum Einzug fremder Forderungen. Bei fremden Forderungen handelt es sich grundsätzlich um Geldforderungen. Ein einheitliches Regelungswerk, in dem sich alle Vorschriften des "Inkassorechts" finden, existiert jedoch nicht.
2016-07-25, Autor Hartmut Göddecke (268 mal gelesen)

Auf einer eiligst einberufenen Gesellschafterversammlung am 21.07.2015 der EGI Euro Grundinvest Fonds Nrn. 15. 17. 18 und 20 in Freising bei München trafen sich besorgte Anleger. Sie wurden im rasanten Tempo über die massiven Probleme der Fonds grob ...

sternsternsternsternstern  4,2/5 (22 Bewertungen)
2016-06-02, Autor Hartmut Göddecke (246 mal gelesen)

Tausende Anleger haben in Schiffscontainer der MAGELLAN Maritime Services GmbH investiert. Jetzt ist das Hamburger Unternehmen insolvent – und die jüngste "Innovation" des Grauen Kapitalmarkts geplatzt. Doch was sollen die Anleger mit ihren ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (17 Bewertungen)
2007-04-18, Autor Markus Wollin (4536 mal gelesen)

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in mehreren aktuellen Entscheidungen vom 21.03.2005 (Az. II ZR 124/03, II ZR 140/03, II ZR 149/03, II ZR 180/03 und II ZR 310/03) Anlegern im Streit mit dem Finanzdienstleister Göttinger Gruppe den Rücken gestärkt. ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (22 Bewertungen)
2010-06-01, Oberlandesgericht Karlsruhe,- 17 U 67/09, 17 U 88/09, 17 U 92/09, 17 U 107/09, 17 U 113/09,17 U 118/09, 17 U 12/10, 17 U 13/10 - (246 mal gelesen)

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat in acht Fällen entschieden, dass eine beratende Bank, die selbst Medienfonds vertreibt, dem Anleger auf Schadensersatz haftet, weil sie ihn nicht über ihr zufließende Rückvergütungen aufgeklärt hat und der Fonds im...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (24 Bewertungen)
2012-08-01, Autor Andreas Keßler (1738 mal gelesen)

Auch der Miterbe muss bei einem Aufgebotsverfahren zur Feststellung der Gläubiger des Nachlasses seine Forderung geltend machen. Versäumt er hier die Geltendmachung so verliert er seine Forderung. Ist bei einer Erbschaft unklar, welche ...

sternsternsternsternstern  3,7/5 (12 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht