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Das Recht der Personengesellschaften befasst sich mit Rechtsfragen, die rund um die Gründung und den Betrieb einer Personengesellschaft entstehen können. Gemeinsam haben alle Personengesellschaften, dass die Gesellschafter - mit Ausnahmen! - grundsätzlich persönlich haften.

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Persönliche Haftung: Nach dem Personengesellschaftsrecht inklusive!

Überblick über die Personengesellschaften

Personengesellschaften gibt es im Personengesellschaftsrecht einige. Teils finden sich die gesetzlichen Grundlagen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), teils finden sich die Rechtsgrundlagen im HGB. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts - kurz GbR - ist im BGB geregelt, da sie eine Gesellschaft ist, die nicht auf den Betrieb eines kaufmännischen Betriebes ausgerichtet ist und für jeden legalen Zweck gegründet und betrieben werden kann. So kann eine regelmäßige Fahrgemeinschaft eine GbR sein, aber z. B. auch eine Musikband. Neben der GbR existieren außerdem die OHG (Offene Handelsgesellschaft), die KG (Kommanditgesellschaft) und die GmbH & Co. KG als Personengesellschaft nach dem Personengesellschaftsrecht.

Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), die UG (Unternehmergesellschaft) und die AG (Aktiengesellschaft) sind hingegen Kapitalgesellschaften, die mit dem Gesellschaftsvermögen für Verbindlichkeiten haften.

Gesellschaftsvertrag bei den Personengesellschaften - Anzahl der Gesellschafter

Anders als bei den Kapitalgesellschaften können Verträge zur Gründung einer Personengesellschaft nach dem Personengesellschaftsrecht formfrei geschlossen werden. D.h. eine notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrages ist nicht notwendig, was zu einer Reduzierung der Gründungskosten führt. Allerdings sollte zumindest ein Rechtsanwalt einen Gesellschaftsvertrag prüfen, ihn bestenfalls sogar aufsetzen. Einen Gesellschaftsvertrag immer schriftlich anzuschließen empfiehlt sich allein schon aus Beweisgründen.

Anders als bei der GmbH und bei der UG, die beide jeweils als Ein-Mann-GmbH bzw. Ein-Mann-UG gegründet werden können, müssen sich bei der Gründung von Personengesellschaften mehrere Personen - mindestens zwei - zusammenschließen. Anders ist die Gründung einer GbR, einer OHG, einer KG und einer GmbH & Co. KG nicht möglich. Über ein Mindestkapital muss eine Personengesellschaft im Gegensatz zur Kapitalgesellschaft nicht verfügen.

Besonderheiten der KG und der GmbH & Co. KG

Der KG (Kommanditgesellschaft) und der GmbH & Co. KG (keine GmbH, sondern auch Kommanditgesellschaft!) kommt unter den Personengesellschaften eine besondere Stellung zu, weil hier ausnahmsweise Gesellschafter per Definition mit ihrem gesamten Privatvermögen haften. Nach dem Personengesellschaftsrecht besteht eine KG aus mindestens einem voll haftenden Gesellschafter, dem Komplementär, und mindestens einem Gesellschafter, der nur beschränkt auf seine Einlage in der Gesellschaft haftet (Kommanditist). In der GmbH & Co. KG ist voll haftender Gesellschafter der KG eine GmbH, die nur auf ihr Gesellschaftsvermögen beschränkt haftet.

Besonderer Tipp: Partnerschaftsgesellschaft

Für Angehörige der freien Berufe (Rechtsanwälte, Steuerberater etc.) existiert die Möglichkeit sich in Partnerschaftsgesellschaften zusammenzuschließen. Bei der PartG haften die Partner gesamtschuldnerisch und persönlich für Verbindlichkeiten der Partnerschaft. Die Besonderheit besteht darin, dass nur der Partner für einen Haftungsfall persönlich haftet, der auch tatsächlich mit der Bearbeitung des Falles befasst war.

In dieser Gesellschaft können sich Angehörige unterschiedlicher freier Berufe zusammenschließen, z .B. Rechtsanwälte mit Steuerberatern oder Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Für Rechtsanwälte gelten Beschränkungen durch das Berufsrecht der Rechtsanwälte - ein Zusammenschluss mit Ärzten z. B. ist nach der BRAO nicht möglich.

Weiterführende Informationen zu Personengesellschaften

Anwalt Gesellschaftsrecht 22.05.2017
Das Gesellschaftsrecht ist ein Untergebiet des Zivilrechts und beschäftigt sich mit den gesetzlichen Vorschriften über Personenvereinigungen, die auf Basis zivilrechtlicher Verträge gegründet werden. Dies umfasst Personen- und Kapitalgesellschaften. mehr ...

Anwalt Umwandlungsrecht
Als Umwandlungsrecht bezeichnet man den Teilbereich des Gesellschaftsrechts, der sich mit der Änderung der gesellschaftsrechtlichen Organisation von Unternehmen befasst. Das Umwandlungsrecht bezieht sich dabei nicht nur auf Unternehmen im engeren Sinne, sondern z.B. auch auf Genossenschaften oder Vereine. Zu unterscheiden ist der Begriff „Umwandlung“ von der „Umstrukturierung“. mehr ...

Anwalt Schiffsfonds
Schiffsfonds sind eine Form der Investmentfonds. Grundsätzlich bekommt eine Anlagegesellschaft Geld von Anlegern und baut oder kauft dafür Schiffe – in der Regel Fracht- oder Containerschiffe. Schiffsfonds werden meist als geschlossene Fonds konzipiert. mehr ...

Anwalt Insolvenzverschleppung
Eine Insolvenzverschleppung liegt vor, wenn trotz entsprechender gesetzlicher Pflichten ein Antrag auf Insolvenzeröffnung verspätet oder gar nicht abgegeben wird. Es handelt sich um eine Straftat. Die Antragspflicht ist an das Vorliegen bestimmter Insolvenzgründe gebunden. mehr ...

Anwalt GmbH-Recht
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine Kapitalgesellschaft und ist die in Deutschland beliebteste Gesellschaftsform. Die in der Regel auf das Gesellschaftsvermögen beschränkte Haftung der GmbH macht die GmbH besonders attraktiv. mehr ...

Anwalt Internationales Steuerrecht
Das internationale Steuerrecht regelt grenzüberschreitende Sachverhalte des Steuerrechts für natürliche Personen und Personen- und Kapitalgesellschaften. Dagegen ist das nationale Steuerrecht ausschließlich mit rechtlichen Steuerfragen im Inland – also in Deutschland – befasst. mehr ...

Anwalt Genossenschaftsrecht
Genossenschaften sind juristische Personen, in denen sich Personen und/ oder Unternehmen mit gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen zusammenschließen. Mit der Gründung und dem „Betrieb“ einer Genossenschaft befasst sich das Genossenschaftsrecht. mehr ...

Anwalt Namensrecht
Jeder Mensch hat einen Namen und auch mit dem Namensrecht kommt jeder früher oder später in seinem Leben in Berührung. Meist ohne rechtliche Probleme. Kommt es aber zu Problemen rund um den eigenen Namen, den Namens des Partners oder die Namen der Kinder, ist der Rat eines Rechtsanwaltes mit Erfahrung im Namensrecht viel Wert. mehr ...

Anwalt Unternehmensgründung 06.08.2015
Aller Anfang ist schwer - das gilt ganz besonders für die Unternehmensgründung. Denn bei der Unternehmensgründung muss eine Vielzahl unterschiedlicher Punkte beachtet werden, damit die Gründung nicht mit dem sprichwörtlichen "bösen Erwachen" endet, sondern Erfolg hat. mehr ...

Anwalt Unternehmenssteuerrecht
Steuern sind nicht nur Privatleuten oft ein Dorn im Auge. Auch Unternehmen in Deutschland unterliegen der Besteuerung. Alle Steuern, die ein Unternehmen bezahlen muss, werden unter dem Begriff "Unternehmenssteuern" zusammengefasst. Die rechtlichen Regelungen bezüglich der Unternehmenssteuern bilden das Unternehmenssteuerrecht. mehr ...

Anwalt Managerhaftung 28.07.2015
Die Haftung von Managern für geschäftliche Fehlentscheidungen ist immer wieder Gegenstand der öffentlichen Berichterstattung. Vor allem Banker geraten immer wieder unter Beschuss. Die (persönliche) Haftung von Entscheidungsträgern, Geschäftsführern und Führungskräften in Unternehmen wird in Deutschland auch als Managerhaftung bezeichnet. mehr ...

Anwalt Zahlungsunfähigkeit 08.12.2015
Die Zahlungsfähigkeit ist ein Schlüsselbegriff des deutschen Insolvenzrechts. Aber wann liegt Zahlungsunfähigkeit vor, wie wird eine Zahlungsunfähigkeit ermittelt, welche Folgen hat Zahlungsunfähigkeit und wie kann Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden? mehr ...

Anwalt U Haft 30.09.2015
Der Begriff U-Haft ist eine Abkürzung und ist die Kurzform für den Begriff "Untersuchungshaft". Die Untersuchungshaft ist eine Maßnahme im Rahmen der Strafverfolgung, die dazu dient, die Ermittlung einer Straftat zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen. mehr ...

Anwalt Haftbefehl
Die Freiheit eines Menschen ist in der Bundesrepublik Deutschland grundgesetzlich geschützt, weshalb in dieses Grundrecht nur unter engen Voraussetzungen eingegriffen werden darf, beispielsweise mittels eines Haftbefehls. Ein Haftbefehl ist die schriftliche Anordnung durch ein staatliches Organ, einen Menschen in Haft zu nehmen. Unter Umständen kann ein Haftbefehl mündlich ausgesprochen werden. mehr ...

Anwalt Ärztepfusch
Unter Ärztepfusch versteht man umgangssprachlich ärztliche Kunstfehler im Rahmen einer Behandlung, aber auch organisatorische Mängel in einer Praxis oder einem Krankenhaus oder die mangelhafte Aufklärung des Patienten. Derartige Arztfehler können zu einer Haftung des Arztes führen. Das Medizinrecht kennt viele mögliche Haftungsgrundlagen. mehr ...

Anwalt Haftpflichtrecht
Das Haftpflichtrecht beschäftigt sich mit Schadensersatzansprüchen, die sich aus Gesetz oder aus Vertrag ergeben können. Zum Haftpflichtrecht zählt z. B. das Recht um die Anwaltshaftpflicht, die Arzthaftpflicht, die Bau- und Architektenhaftpflicht, aber auch die Tierhalterhaftpflicht und Umwelthaftpflicht. mehr ...

Anwalt Stalking
Das absichtliche, wiederholte Verfolgen und Belästigen einer anderen Person, wodurch deren freie Lebensgestaltung beeinträchtigt wird, bezeichnet man als Stalking. Seit 2007 ist Stalking ein eigener Straftatbestand. mehr ...

Anwalt Staatshaftungsrecht
Im Zivilrecht ist die Haftung zwischen Privatleuten im BGB geregelt. Aber auch wenn Organe des Staates bzw. der Verwaltung ein "Missgeschick" passiert, muss dafür jemand haften: Es haftet der Staat. Die Basis dafür ist das Staatshaftungsrecht. mehr ...

Anwalt Versicherungsfall
Hat man eine Versicherung abgeschlossen - z. B. eine Sachversicherung wie die Privathaftpflichtversicherung - und kommt es zu einem Schaden, ist das ein Schadensfall. Aber nicht jeder Schadensfall ich auch ein Versicherungsfall. mehr ...

Anwalt Gefährdungshaftung 10.11.2015
Wer einen Schaden verursacht, muss diesen grundsätzlich ersetzen. Es gibt aber auch Fälle, in denen man einen Schaden ersetzen muss, obwohl man ihn nicht selbst verschuldet hat. Diese Haftung nennt man Gefährdungshaftung. mehr ...

Rechtstipps zum Thema Personengesellschaften

2015-12-21, Autor Jörg Streichert (395 mal gelesen)
Rubrik: Gesellschaftsrecht

Meist kommt es aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Gesellschaftern zu einer Beendigung der gemeinsamen Zusammenarbeit. Da eine Gesellschaft ähnlich wie eine „Ehe“ angelegt ist, ist die Kenntnis, wie eine Auflösung zu erfolgen hat und welche ...

sternsternsternsternstern  4,4/5 (67 Bewertungen)
2017-06-02, Autor Jörg Streichert (86 mal gelesen)
Rubrik: Gesellschaftsrecht

Gesellschafterausschluss und Abberufung des Gesellschafter-Geschäftsführers sind in der zweigliedrigen GmbH aufgrund der in besonderem Maße personalistisch ausgeprägten Struktur nur unter Beachtung erhöhter Anforderungen möglich, wenn keine ...

sternsternsternsternstern  4,9/5 (45 Bewertungen)
2015-12-23, Autor Jörg Streichert (385 mal gelesen)
Rubrik: Gesellschaftsrecht

Eine der grundlegendsten Fragen bei der Unternehmensgründung ist die nach der optimalen Rechtsform. Die Gründung eines Unternehmens erfordert nicht nur eine erfolgversprechende Geschäftsidee, sondern auch die Wahl der richtigen ...

sternsternsternsternstern  4,3/5 (58 Bewertungen)
2008-01-22, Autor Heinrich Hübner (4706 mal gelesen)
Rubrik: Steuerrecht

Mitte der 90er Jahre wurde das Thema der disquotalen Gesellschafterleistungen engagiert diskutiert1. Angestoßen wurde diese Diskussion durch eine Serie von Entscheidungen des BFH2, auf die die Steuerverwaltung mit gleichlautenden Ländererlassen vom ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (28 Bewertungen)
2017-08-18, Autor Jörg Streichert (51 mal gelesen)
Rubrik: Gesellschaftsrecht

Die Regelungen des GmbHG zur Gesellschafterversammlung und zur Herbeiführung von Beschlüssen sind unzureichend. Was im Idealfall des einträchtigen Zusammenwirkens der Gesellschafter von Vorteil ist, führt erfahrungsgemäß bei ...

sternsternsternsternstern  5,0/5 (23 Bewertungen)
2008-01-22, Autor Heinrich Hübner (4140 mal gelesen)
Rubrik: Steuerrecht

Abtretung von Kommanditanteilen durch den Erben an Erfüllung Statt gegen Verzicht der Eintretenden auf Pflichtteilsansprüche als Veräußerungsgeschäft BGB § 718 Abs. 1; EStG § 15 Abs. 1 Nr. 1, §§ 16, 34; UmwStG 1977 § 24 Bringt der Erbe sein ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (46 Bewertungen)
2016-12-29, Autor Holger Syldath (175 mal gelesen)
Rubrik: Gesellschaftsrecht

Einziehung von GmbH-Gesellschaftsanteilen: Wann haften die verbleibenden Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen? Wenn eine Gesellschaftermehrheit einen unliebsamen Gesellschafter aus der Gesellschaft ausschließen möchte, so kann ...

sternsternsternsternstern  4,2/5 (12 Bewertungen)
2015-12-19, Autor Jörg Streichert (332 mal gelesen)
Rubrik: Gesellschaftsrecht

Kaum ein anderes Risiko ist für den Geschäftsführer einer GmbH größer, als das Risiko einer Insolvenz der von ihm geführten Gesellschaft. Selten geht es aber um den Vorwurf, die Insolvenz verursacht zu haben, sondern fast immer um den Vorwurf ...

sternsternsternsternstern  4,5/5 (54 Bewertungen)
Gesellschaftsvertrag: Was müssen Gründer beachten? © Jürgen Hüls - Fotolia.com
2015-09-30, Redaktion Anwalt-Suchservice (308 mal gelesen)
Rubrik: Gesellschaftsrecht

Bei einer Unternehmensgründung ist ein Gesellschaftsvertrag erforderlich, mit dem sich die Beteiligten auf die wesentlichen Details ihres neuen Unternehmens festlegen. Dieser Vertrag muss bestimmte wesentliche Punkte beinhalten. Bei seiner Abfassung...

sternsternsternsternstern  3,4/5 (16 Bewertungen)
2012-02-18, Autor Anton Bernhard Hilbert (1889 mal gelesen)
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Das selbst geschaffene Unternehmen weist über die Lebensspanne des Unternehmers weit hinaus. Das Lebenswerk kann schon an unzulänglichen Nachfolgeregelungen scheitern. Ein Rechtstipp von*Rechtsanwalt und Mediator (DAA)*Anton Bernhard ...

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