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Das Rechtsthema Reiserücktrittversicherung spielt in mehreren Rechtsgebieten eine Rolle:

Reiserecht Versicherungsrecht Zivilrecht

Kann man eine Reise nicht antreten kommt es oft dazu, dass Reiseveranstalter oder Fluggesellschaften Gebühren (Stornogebühren)erheben. Das ist oft der Fall, wenn man die Reise storniert, weil man erkrankt oder einen Unfall hatte. Um die Übernahme dieser Gebühren trägt unter bestimmten Umständen eine Reiserücktrittsversicherung.

Kosten ohne Erholung: nicht mit Reiserücktrittsversicherung!

Reiserücktrittsversicherung kein Muss, aber ein Plus

Die Höhe der Stornogebühren nimmt in der Regel zu, je kurzfristiger eine Reise abgesagt wurde. Regelungen zur Höhe der Stornogebühren finden sich entweder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Veranstalter oder im Reisevertrag.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen, bei der ein Reiseveranstalter keine Gebühren verlangen darf, wenn man eine Reise nicht antritt bzw. nicht antreten kann: Wenn ein Fall höherer Gewalt oder eine nachträgliche Änderung der Reisebedingungen eintritt und der Reisende deswegen die Reise nicht antritt, hat der Veranstalter keinen Anspruch auf Stornogebühren.

Da diese Fälle eher selten eintreten, empfiehlt sich der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung. Damit die Reisenden von dieser Möglichkeit Kenntnis nehmen können, muss der Reiseveranstalter die Reisenden in der Reisebestätigung darauf hinweisen, dass man eine Reiserücktrittversicherung abschließen kann. Geschieht das nicht, muss der Reisende so gestellt werden, als ob er eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hätte. Die Kosten für den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung orientieren sich am Reisepreis und am Umfang des Versicherungsvertrages: Je mehr Rücktrittsgründe der Versicherungsvertrag abdeckt, desto höher sind die Kosten für eine Reiserücktrittversicherung. Außerdem werden die Kosten für die Reiserücktrittsversicherung auch dadurch bestimmt, ob im Vertrag eine Selbstbeteiligung vereinbart wurde.

Nach dem Schaden ist vor dem Schaden

Damit die Prüfung eines Versicherungsfalles möglich ist, sollten der Versicherung unmittelbar nach der Stornierung der Reise alle Umstände des Reiserücktritts mitgeteilt werden. Das senkt das Risiko erheblich, auf Stornogebühren trotz Reiserücktrittsversicherung sitzen zu bleiben. Denn Versicherer lehnen eine Kostenübernahme häufig ab. Dabei berufen sie sich zumeist auf pauschale Hinweise, dass der Versicherungsfall in diesem Fall der Reiserücktrittsversicherung nicht eingetreten sei. Denn z. B. darf eine Erkrankung nicht schon vor Abschluss der Reiserücktrittsversicherung vorgelegen haben - sonst wird sie nicht als unerwartet eingestuft. Hier stellt sich dann die Frage: Beginnt die Krankheit, wenn die ersten Symptome auftreten? Oder muss das Krankheitsbild ärztlich diagnostiziert worden sein?

Besonderer Tipp

Weigert sich Ihre Reiserücktrittsversicherung Kosten für eine stornierte Reise zu übernehmen, obwohl Sie der Meinung sind, dass die Versicherung zahlen muss? In einem solchen Fall sollten Sie den Rat eines Fachmannes in Anspruch nehmen, der sich mit den rechtlichen Fallstricken rund um das Thema Reiserücktrittsversicherung auskennt. Sonst laufen Sie Gefahr, trotz Versicherung auf den Kosten sitzen zu bleiben. Ein Spezialist für das Recht rund um die Reiserücktrittsversicherung kann Ihnen z. B. auch mitteilen, welche Informationen Sie der Versicherung mitteilen müssen, damit Ihre Versicherung entsprechend der abgeschlossenen Reiserücktrittsversicherung die Stornogebühren übernimmt.

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