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Der Begriff Restschuldbefreiung ist vielen Menschen bekannt. Denn seit diversen Reformen des Insolvenzrechts sind auch Verbraucher grundsätzlich insolvenzfähig. Besonders attraktiv ist die Insolvenz durch die Möglichkeit der Restschuldbefreiung, die sich gerade bei sehr einkommensschwachen Schuldnern lohnt.

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Rechtsinfos zur Restschuldbefreiung

Was ist Restschuldbefreiung?

Die Restschuldbefreiung ist ein Verfahren, das Verbraucher an das Ende der Insolvenz anschließen können. Das Insolvenzverfahren sorgt in der Regel nur für eine quotale Befriedigung der Gläubiger. Für die nicht befriedigten Teile der Schulden haftet der Verbraucher grundsätzlich weiter. Die Restschuldbefreiung sorgt jedoch dafür, dass dem Verbraucher diese restlichen Schulden erlassen werden.

Antrag auf Restschuldbefreiung

Ziel der Restschuldbefreiung ist, dem Verbraucher nach der Insolvenz einen wirtschaftlichen Neuanfang zu ermöglichen. Damit das gelingt, muss der Schuldner einen Antrag auf Restschuldbefreiung stellen, denn die Restschuldbefreiung ist ein Antragsverfahren. Der Antrag auf Restschuldbefreiung kann entweder mit dem Eröffnungsantrag der Insolvenz verbunden werden oder nachträglich gestellt werden. Der Antrag auf Restschuldbefreiung muss spätestens zwei Wochen nach dem Hinweis gestellt werden, dass die Möglichkeit der Restschuldbefreiung besteht. Wird er später gestellt, weist das Insolvenzgericht den Antrag auf Restschuldbefreiung als unzulässig ab.

Voraussetzungen für die Restschuldbefreiung

Die Restschuldbefreiung ist an verschiedene Voraussetzungen geknüpft. Restschuldbefreiung wird nur natürlichen Personen gewährt. Unternehmen können in der Insolvenz (Firmeninsolvenz) deshalb keinen Antrag auf Restschuldbefreiung stellen. Weitere Voraussetzungen für eine Restschuldbefreiung sind, dass vorher ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchgeführt wurde und es sich um einen redlichen Schuldner handelt. Ausgeschlossen ist die Restschuldbefreiung dann, wenn der Schuldner z. B. wegen einer Insolvenzstraftat vorbestraft ist, sich Kredite oder öffentliche Mittel unlauter erschlichen hat oder Auskunftspflichten und Mitwirkungspflichten in der Insolvenz verletzt.

Folgen der Restschuldbefreiung

Nach dem Ablauf einer bestimmten Wohlverhaltensphase werden dem Schuldner alle verbleibenden Schulden erlassen. Die noch bestehenden Forderungen wandeln sich in unvollkommene Verbindlichkeiten um, die noch erfüllt werden können, aber nicht mehr müssen. Nach dem Verfahren der Restschuldbefreiung ist der Schuldner damit schuldenfrei.

Fragen zur Restschuldbefreiung - fragen Sie einen Experten!

Die Restschuldbefreiung sorgt dafür, dass ein Verbraucher in bestimmten Fällen gegenüber seinen Insolvenzgläubigern keine Schulden mehr hat. Für Unternehmen ist das Verfahren der Restschuldbefreiung zwar nicht möglich. Unternehmen können aber in einem Insolvenzplan ebenfalls zu einer faktischen Restschuldbefreiung gelangen. Lassen Sie sich bei Fragen rund um die Restschuldbefreiung von einem Fachmann beraten. Mit dem Anwalt-Suchservice finden Sie leicht einen passenden Rechtsanwalt für Insolvenzrecht in Ihrer Nähe.

zuletzt aktualisiert am 08.12.2015

Weiterführende Informationen zu Restschuldbefreiung

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Mit einem Insolvenzantrag wird die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Insolvenzverfahren dient in erster Linie dem Schutz der Gläubiger, kann aber für natürliche Personen auch eine Chance sein, wieder schuldenfrei zu werden. In seinem Rahmen wird das Vermögen des Schuldners unter fremde Verwaltung gestellt. mehr ...

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Rechtstipps zum Thema Restschuldbefreiung

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Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass über den Antrag auf Restschuldbefreiung nach Ende der Laufzeit der Abtretungserklärung (6 Jahre ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens) auch dann von Amts wegen zu entscheiden ist, wenn das Insolvenzverfahren...

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sternsternsternsternstern  4,1/5 (14 Bewertungen)
2014-09-01, Autor Frank M. Peter (333 mal gelesen)
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Zunächst galt nach alter Rechtslage, dass Steuerschulden in der Privatinsolvenz in der Regel der Restschuldbefreiung unterliegen. Steuerschulden werden demnach in der Verbraucherinsolvenz oder Regelinsolvenz erlassen. Voraussetzung für die ...

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2010-04-12, Autor Holger Syldath (5018 mal gelesen)
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Ein Insolvenzschuldner musste kürzlich schmerzlich erfahren, dass eine Vernachlässigung der gesetzlichen Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in der Insolvenz zum Teil gravierende Folgen haben kann. Der Schuldner einer Insolvenz ist gesetzlich ...

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Rechtskräftige Verurteilung spätestens zum Schlusstermin Wird ein Insolvenzschuldner wegen eines Insolvenzdelikts rechtskräftig verurteilt, ist die Restschuldbefreiung zu versagen. Dem Schuldner kann die Restschuldbefreiung jedoch nur versagt werden, ...

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Mit der sogenannten „Restschuldbefreiung“ hat der Schuldner durch ein Insolvenzverfahren die Chance, sich nach Ablauf von 6 Jahren ab Insolvenzeröffnung von allen Verbindlichkeiten die bis zur Insolvenzeröffnung entstanden sind, zu befreien. Wichtige ...

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2016-07-07, Autor Holger Syldath (169 mal gelesen)
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Warum Unterhaltspflichtige ihren Unterhaltstitel bei Änderung ihrer finanziellen Verhältnisse zeitnah abändern sollten. Das Amtsgericht Hannover hat sich am 28.09.2015 (Az.: 909 IK 1072/15) mit Verbindlichkeiten aus gesetzlichem Unterhalt ...

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