Abmahnung Waldorf Frommer – “Empire - Poor Yorick”

23.11.2015, Autor: Herr Sven Gläser / Lesedauer ca. 2 Min. (165 mal gelesen)
Abmahnung der Twentieth Century Fox durch die Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte wegen Filesharings einer Folge der TV-Serie "Empire", hier der TV-Folge (lang) "Poor Yorick"

Uns liegt eine weitere Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer im Namen der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH zur Bearbeitung vor. Gegenstand der Abmahnung ist der Vorwurf unerlaubten Filesharings einer Folge der bekannten TV-Serien „Empire“, hier der Folge „Poor Yorick“.
Im Rahmen der Abmahnung fordert die Kanzlei namens der oben benannten Firma vom Inhaber des Internetanschlusses die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie den Ersatz des entstandenen Schadens durch Zahlung eines Betrages in Höhe von EUR 350,00 sowie Ersatz der Rechtsverfolgungskosten in Form eines Aufwendungsersatzes in Höhe von weiteren EUR 169,50. Die Gesamtforderung beträgt somit EUR 519,50. Für die Zahlung wurde eine Frist von 20 Tagen ausgehend von der Abfassung des Abmahnungsschreibens gesetzt.
Als Empfänger einer Abmahnung der benannten Kanzlei sollten Sie dieser in jedem Fall Beachtung schenken und vor Abgabe einer Reaktion fachkundige Hilfe einholen. In jedem Fall bedarf es inhaltlich einer genauen Prüfung, ob der abgemahnte Anschlussinhaber auch tatsächlich aufgrund eigenen Handelns haftet. So liegt mittlerweile eine Fülle gerichtlicher Entscheidungen vor die im Einzelfall, im Gegensatz zu den Schilderungen im Abmahnschreiben, zu einer erheblich verbesserten prozessualen Situation für den Beklagten führt.
So gilt es, wenn eine eigene Verantwortlichkeit des abgemahnten Anschlussinhabers mangels eigenen Tuns nicht gegeben ist, die aktuelle Rechtsprechung hinsichtlich der Verantwortlichkeit für das Handeln Dritter, sei es Familienangehörige (z.B. BGH, „Morpheus“-Urteil vom 15.11.2012, AZ: - I ZR 74/12 -) oder auch WG-Mitbewohner (z.B. Landgericht Köln, Urteil vom 14.03.2013, AZ: - 14 O 320/12 -), zu beachten. Insofern trifft den Abgemahnten hier eine sog. sekundäre Beweislast. Dieser Beweislast entspricht er, wenn er vorträgt, dass andere Personen und gegebenenfalls welche anderen Personen selbständigen Zugang zu seinem Internetanschluss hatten und als Täter der Rechtsverletzung in Betracht kommen (BGH, „BearShare“, Urteil vom 08.01.2014, AZ: - I ZR 169/12 -.
Hierbei müsse der Abgemahnte auch nicht weitergehende Nachforschungen anstellen, etwa, ob die im Haushalt lebenden sonstigen Familienangehörigen zum Tatzeitpunkt anwesend waren, wie sie konkret das Internet nutzten oder gar in deren internetfähigen Geräten nach Tauschbörsensoftware oder dem konkreten Album suchen (vgl. Amtsgericht Charlottenburg, Urteil vom 01.10.2015, Az. - 218 C 138/15 -).
Wichtig ist es in jedem Fall des Erhalts einer Abmahnung wie der Vorliegenden, die in der Abmahnung gesetzten Fristen zu beachten. Wir beraten Sie diesbezüglich gerne und erläutern Ihnen im Rahmen einer ersten Kontaktaufnahme, gerne auch per Mail oder Telefon, die Erfolgsaussichten für ein entsprechendes Vorgehen. Weitere Einzelheiten können Sie zudem den durch unsere Kanzlei angebotenen Rechtsprodukten, hier insbesondere für Beratung und Vertretung bei Filesharing-Abmahnungen entnehmen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.



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