Anschrift auf Rechnung

15.08.2018, Autor: Herr Lennart Droste / Lesedauer ca. 1 Min. (117 mal gelesen)
Eine Rechnung muss für den Vorsteuerabzug eine Anschrift des leistenden Unternehmers enthalten, unter der er lediglich postalisch erreichbar ist.

Insbesondere für digital natives, den E-Commerce und den Online-Handel ist die Änderung der Rechtsprechung - Bundesfinanzhof (BFH) Urteil vom 21.06.2018 – Az: V R 28/16 – zur Angabe der Adresse vorteilhaft. Denn: der unternehmerische Rechnungsempfänger kann nun aus den Rechnungen den Vorsteuerabzug geltend machen.

Damit hebt der BFH seine bisherige Rechtsprechung auf. Diese sah bislang vor, dass der leistende Unternehmer den Ort als Anschrift angeben muss, unter dem er seine Tätigkeit tatsächlich ausübt.

Damit können insbesondere digital natives und der Online-Handel nun auch in Deutschland Rechnungen nach § 14 Abs. 4 UStG ausstellen, die nur eine Domiziladresse in Deutschland (bspw. bei einer Anwaltskanzlei) haben. Briefkastenanschriften sind so für Rechnungen nach dt. Umsatzsteuer ab jetzt ausreichend.