Betrugsmasche über PayPal

22.07.2019, Autor: Herr Guido Lenné / Lesedauer ca. 2 Min. (129 mal gelesen)
Bezahldienste wie PayPal machen das Bezahlen im Internet einfach. Doch lassen die Sicherheitsstandards leider zu wünschen übrig, sodass Betrüger leichtes Spiel haben. Der WDR berichtet über diese Masche und die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Zahlungsdienstleisters. Guido Lenné gibt Ratschläge, wie die Betroffenen ihr Geld wiederbekommen.

Wie viele andere auch, wurde ein Schützenverein im Sauerland Opfer von Online-Betrügern, die sich die Sicherheitslücken bei PayPal zunutze machen. Vom Vereinskonto wurde eine Summe von über 700 € durch PayPal abgebucht. Und zwar, obwohl der Verein gar kein PayPal-Konto hat. Nach einem ausführlichen Austausch mit dem Bezahldienst weigerte sich dieser jedoch, das Geld zu erstatten, auch wenn eindeutig war, dass es sich um Betrug handelte. Die Buchung liege zu lange zurück, so PayPal. Der Verein hätte die Kontoaktivitäten früher überprüfen und zeitnah reagieren müssen.

Kontoverifizierung bei PayPal

Bei der Einrichtung eines PayPal-Kontos muss eigentlich jedes Bankkonto zunächst verifiziert werden. Meistens überweist PayPal dabei unter Angabe eines bestimmten Verwendungszwecks einen Betrag von 0,01 € auf das jeweilige Konto. Mithilfe des Zifferncodes im Verwendungszweck wird das Konto dann verifiziert. In der Praxis wird dieses Verfahren aber nicht immer umgesetzt. Laut eigenen Angaben wäre PayPal erst ab einer Summe von 2.500 € im Jahr dazu verpflichtet, die Identität des Kunden bzw. das Konto zu prüfen. So haben Betrüger aber die Möglichkeit, Zahlungen bis zu dieser Höhe von fremden Konten vorzunehmen.

So funktioniert die Betrugsmasche

Im Internet suchen die Betrüger gezielt nach Bankdaten. Bei Vereinen sind diese, wie im vorliegenden Fall, beispielsweise auf dem Mitgliedsantrag vermerkt und für jedermann zugänglich. Dann prüfen die Kriminellen, ob das gefundene Konto bereits mit einem PayPal-Konto verknüpft ist. Ist dem nicht so, nutzen sie die Bankdaten, um sich selber bei dem Bezahldienst anzumelden. Dann wird eingekauft. Auf Kosten anderer.

Anwaltskanzlei Lenné: über 1.000 Verfahren gegen PayPal

Doch was kann ein Geschädigter tun, wenn PayPal das Geld nicht erstatten will und sich darauf beruft, dass seit der Buchung zu viel Zeit verstrichen sei? Guido Lenné, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht: „Wir sehen in diesem Fall PayPal in der Pflicht, denn der Betrug ist hier offensichtlich.“ Die Anwaltskanzlei Lenné führt derzeit über 1.000 Verfahren gegen den Bezahldienst, bei denen PayPal keine ordnungsgemäßen SEPA-Lastschriftmandate vorlegen kann. Lenné weiß auch, was man als Geschädigter tun kann, wenn PayPal nicht bereit ist, die Abbuchung in solchen Fällen rückgängig zu machen. Die Antwort gibt es hier im Videobeitrag: https://www.youtube.com/watch?v=ammuJ20V33s&feature=youtu.be.

Wenn auch Sie Opfer der Sicherheitslücken bei PayPal oder einem anderen Bezahldienst geworden sind, setzen Sie sich am besten nicht selber mit dem Unternehmen auseinander. Vielmehr sollten Sie sich schnellstmöglich anwaltliche Unterstützung suchen. Je früher Sie reagieren, um so einfacher ist es u. U., Ihr Geld zurückzuholen. Lassen Sie sich einfach in einem kostenlosen Erstgespräch von der Anwaltskanzlei Lenné beraten.



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