BGH bestätigt 10jährige Haftstrafe gegen Drogenhändler

01.09.2014, BGH Az. (4 StR 272/14) / Lesedauer ca. 1 Min. (319 mal gelesen)
BGH bestätigt 10jährige Haftstrafe gegen Drogenhändler
Der Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe hat die Revision des Angeklagten gegen ein Urteil der 5. Strafkammer des Landgerichts Magdeburg als unbegründet verworfen.

Damit ist die Verurteilung eines 38-jährigen Angeklagten zu einer Haftstrafe von 10 Jahren rechtskräftig. Die 5. Strafkammer hat den Angeklagten wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln und unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 10 Jahren verurteilt. Weiterhin wurde die Unterbringung in der Entziehungsanstalt angeordnet.

Damit steht fest, dass der mehrfach einschlägig vorbestrafte Angeklagte im September 2013 aus Tschechien knapp 2 kg Methamphetamin (=Crystal) nach Deutschland eingeführt hat. Bereits zuvor hatte sich der Angeklagte 24,3 kg Amphetamin und 462 g Marihuana beschafft und in einer Garage im „Neuer Sülzeweg“ in Magdeburg aufbewahrt. Die Drogen wollte der Verurteilte gewinnbringend verkaufen, um sich einen gehobenen Lebensstil zu ermöglichen und seine finanziellen Probleme zu überwinden.

Der Verurteilte war Drogenkonsument aber voll schuldfähig. Allein der Straßenverkaufswert des Crystal hätte knapp 200.000 € betragen. Der Wert der in der Garage gelagerten Drogen betrug auf dem illegalem Markt mehrere 100.000 €

Der Angeklagte hat im Verfahren behauptet, nur 5.000 € an dem Crystal verdienen zu wollen, da er für einem Vietnamesen gearbeitet habe. Er sei nur ein Kurier gewesen. Auch die Drogen in der Garage habe er für einen „Vietnamesen“ aufbewahrt. Die Kammer hat diesen Lügen des Angeklagten nicht geglaubt und wurde in ihrer Auffassung durch den Bundesgerichtshof bestätigt.