FHH-Fonds Nr. 07 MT Levantia droht offenbar die Insolvenz

05.12.2013, Autor: Herr Joachim Cäsar-Preller / Lesedauer ca. 3 Min. (1105 mal gelesen)
Ein weiterer FHH-Schiffsfonds steht offenbar vor der Insolvenz. Wie das fondstelegramm berichtet, wurde der FHH-Fonds Nr. 07 MT Levantia vom Amtsgericht Hamburg unter die vorläufige Insolvenzverwaltung gestellt (Az.: 67a IN 533/13).

Nicht zum ersten Mal wurde ein Schiffsfonds, den das Emissionshaus Fondshaus Hamburg (FHH) aufgelegt hat, von der anhaltenden Krise der Schifffahrt erfasst. Im Falle einer Insolvenz stehen die Anleger vor dem Totalverlust ihres investierten Geldes. Der Doppelhüllentanker MT Levantia wurde 1999 gebaut und im Juni 2003 von FHH in den Fonds eingebracht. Voll platziert war der Fonds dann 2004.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei vielen Schiffsfonds scheinen nicht abzureißen. Erst kürzlich stand das 300. Fondsschiff seit Beginn der Krise vor der Pleite. Leidtragende von dieser anhaltend schlechten Entwicklung sind auch die Anleger. Viele von ihnen haben in der Hoffnung auf eine sichere Kapitalanlage oder um das Leben im Alter abzusichern in Schiffsfonds investiert und ihr Geld verloren.

Soweit müsse es aber nicht kommen, sagt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. Gerade bei Schiffsfonds könnten die Anleger in vielen Fällen berechtigte Hoffnung haben, Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen zu können. „Unserer Erfahrung nach hatten tatsächlich viele Anleger den Wunsch, ihr Geld sicher anzulegen, um im Alter etwas auf der hohen Kante zu haben. Dennoch wurden ihnen Anteile an Schiffsfonds vermittelt. Diese sind aber nichts anderes als unternehmerische Beteiligungen und als solche naturgemäß mit großen Risiken verbunden. Als Altersvorsorge in aller Regel also denkbar ungeeignet“, erklärt Cäsar-Preller.

Daher könnte in solchen Fällen durchaus Falschberatung vorliegen, die wiederum den Anspruch auf Schadensersatz begründen kann. „Zu einer anleger- und objektgerechten Beratung gehört die umfassende Risikoaufklärung. Der Anleger muss also über alle Risiken, die seine Investition mit sich bringt, informiert werden. Auch über das Risiko, sein gesamtes investiertes Geld eventuell zu verlieren“, so der erfahrene Jurist.

Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss der Anleger zudem auch über mögliche Provisionen, die die Bank für die Vermittlung der Fondsanteile erhält, in Kenntnis gesetzt werden. „Der BGH vertritt die Auffassung, dass diese sogenannten Kick-Back-Zahlungen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben können“, erläutert Cäsar-Preller. Denn diese Provisionen können ein Indiz dafür sein, ob die vermittelnde Bank ihre eigenen Interessen möglicherweise höher eingestuft hat als die Wünsche des Kunden. „Bei Kenntnis dieser Kick-Backs wäre der Kauf also möglicherweise gar nicht zu Stande gekommen“, so Cäsar-Preller.

Falschberatung oder Verschweigen der Kick-Backs können den Anspruch auf Schadensersatz begründen. Allerdings muss immer der Einzelfall geprüft werden. Anleger, die bereits 2003 in den FHH-Fonds Nr. 07 investiert haben, sollten sich allerdings zügig an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden, da bereits die Verjährung der Schadensersatzansprüche drohen könnte.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger von Schiffsfonds.

Mehr Informationen: www.schiffsfonds-anteile.de

Kanzleiprofil:
Seit nunmehr 17 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.
Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17
Mobil: 01 72 - 6 16 61 03

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de
www.caesar-preller.de


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  3,7/5 (24 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Joachim Cäsar-Preller

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (862)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230
Mobil: 0172-6166103

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Wir rufen Sie umgehend zurück. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
2017-02-24, Autor Hartmut Göddecke (276 mal gelesen)

Anleger blieben am Schluss der EGI-Fonds Informationsveranstaltung mit vielen Fragen alleine. Die von Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE, die das Vertrauen von mittlerweile fast 600 EGI-Fonds Anlegern genießt, gestellten Fragen konnten kaum vom ...

sternsternsternsternstern  4,2/5 (25 Bewertungen)
2017-02-13, Autor Hartmut Göddecke (320 mal gelesen)

- Überlegungen zur Informationsveranstaltung der EGI-Fonds - Vertrauensbildung? Oder: Wie das EGI-Management Anleger unwissend hält - Abstimmen auf Stimmzetteln: Was für Anleger wichtig ist! Kann man so Anleger überzeugen? Zu allererst fehlt ein ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (22 Bewertungen)
2016-07-25, Autor Hartmut Göddecke (559 mal gelesen)

Auf einer eiligst einberufenen Gesellschafterversammlung am 21.07.2015 der EGI Euro Grundinvest Fonds Nrn. 15. 17. 18 und 20 in Freising bei München trafen sich besorgte Anleger. Sie wurden im rasanten Tempo über die massiven Probleme der Fonds grob ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (48 Bewertungen)
2017-01-30, Autor Hartmut Göddecke (274 mal gelesen)

- angekündigte Gesellschafterversammlung mutiert zur reinen Informationsveranstaltung - Geschäftsführung bleibt den Anlegern das Sanierungskonzept noch immer schuldig - EGI-Fonds Anleger können sich kostenfrei vertreten lassen Die ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (18 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Wirtschaftsrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Wirtschaftsrecht

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Joachim Cäsar-Preller

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (862)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230
Mobil: 0172-6166103

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Wir rufen Sie umgehend zurück. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller
Suche in Rechtstipps
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.   
Mehr Informationen  |  OK
Durch die Nutzung unserer Dienste, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.    Info
OK