Flugzeugfonds – Risiko für Anleger durch Auslaufmodell Airbus A380

06.03.2019, Autor: Herr Joachim Cäsar-Preller / Lesedauer ca. 3 Min. (39 mal gelesen)
Das Aus für den Airbus A380 trifft auch diverse Flugzeugfonds.

Der Airbus A380 wurde einst gefeiert, jetzt wurde das Aus für das Großraumflugzeug beschlossen. Die Produktion wird 2021 eingestellt. Investitionen in Flugzeugsfonds sollten Anlegern hohe Renditen bescheren, jetzt sorgt die geringe Nachfrage nach dem A380 für Probleme. Die prognostizierten Renditen werden sich bei den Flugzeugsfonds, die in den A380 investiert haben, voraussichtlich nicht erfüllen. Im Gegenteil: Anleger müssen mit Verlusten rechnen.

Eine ganze Reihe geschlossener Flugzeugfonds hat auf den A380 gesetzt und nach Angaben der Ratingagentur Scope rund 1,6 Milliarden in 21 Großraumflugzeuge investiert. Doch der A380 hat sich mehr und mehr als Ladenhüter erwiesen, insgesamt wurden nur 234 Maschinen ausgeliefert. Die geringe Nachfrage beschert dem Jumbo nicht nur das Aus, sondern dürfte auch die Kalkulationen bei vielen Flugzeugsfonds ins Wanken bringen. „Viele Flugzeugfonds haben die Maschinen zunächst häufig für einen Zeitraum von zehn Jahren verleast. In dieser Zeit sind die Kredite aber in der Regel noch nicht getilgt und auch die Laufzeit des Fonds ist länger. Nach Ablauf des Leasingvertrags sind die Fondsgesellschaften somit darauf angewiesen, einen neuen Leasingpartner oder Käufer für das Flugzeug zu finden. Angesichts der geringen Nachfrage dürfte das einige Fondsgesellschaften und damit auch die Anleger in naher Zukunft in ernsthafte Schwierigkeiten bringen“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden.

Als erstes hatte Singapore Airlines drei Leasingverträge für den A380 nicht verlängert und gab sie an die entsprechenden Flugzeugfonds zurück. Nur Doric konnte einen A380 an die Chartergesellschaft HiFly weitervermieten. Allerdings kommt der A380 auch hier nur sporadisch zum Einsatz. Dr. Peters verkauft hingegen zwei der Großraumflugzeuge in Einzelteilen.

Dr. Peters Flugzeugsfonds sind auch aktuell von auslaufenden Leasingverträgen betroffen und Air France hat angekündigt, die auslaufenden Leasingverträge nicht zu verlängern. Betroffen sind die Dr. Peters Fonds DS-Fonds Nr. 135 Flugzeugfonds X, DS-Fonds Nr.136 Flugzeugfonds XI und DS-Fonds Nr. 137 Flugzeugfonds XII. Hier laufen die Leasingverträge 2020 bzw. 2021 aus. „Angesichts der geringen Nachfrage dürfte es schwierig werden, neue Abnehmer zu finden. Auch der Bedarf an Ersatzteilen dürfte sinken, wenn die Produktion für den A380 eingestellt wird. Auf die Anleger können daher harte Zeiten zukommen“, sagt Rechtsanwalt Cäsar-Preller.

Allerdings haben Anleger auch die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. „In den Anlageberatungsgesprächen hätten die Anleger umfassend über die bestehenden Risiken bei Flugzeugsfonds aufgeklärt werden müssen. Das ist erfahrungsgemäß häufig nicht geschehen, so dass Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung geltend gemacht werden können“, so Cäsar-Preller.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

 

Mehr Informationen: http://www.anlegerschutz-news.de/

 

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