Gebühren für Bauspardarlehen zurückfordern – Verjährung droht

01.12.2016, Autor: Herr Sebastian Rosenbusch-Bansi / Lesedauer ca. 2 Min. (189 mal gelesen)
Nach einem BGH-Urteil vom 8. November 2016 dürfen Bausparkassen keine zusätzlichen Darlehensgebühren erheben (Az.: XI ZR 552/15). Derartige Klauseln in den Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge (ABB) seien unwirksam, da sie den Verbraucher unangemessen benachteiligen, so der BGH.

„Das Urteil hat zur Folge, dass Bausparer, die zwischen 2013 und 2016 zu Unrecht gezahlten Darlehensgebühren von den Bausparkassen zurückfordern können. Bei Darlehensgebühren, die 2013 gezahlt wurden, ist allerdings Eile geboten. Die Forderungen könnten bereits zum 31.12.2016 verjähren. Daher sollten umgehend verjährungshemmende Maßnahmen eingelegt werden“, sagt Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi. Bei Gebühren aus dem Jahr 2014 tritt die Verjährung Ende 2017 ein. Die Verjährungsfristen setzen sich dann sukzessive so fort.

Der BGH hat in seinem Urteil keine Angaben zur Verjährung gemacht. Denkbar ist aber, dass auch vor 2013 gezahlte Darlehensgebühren zurückverlangt werden können. „Bei einem ähnlichen BGH-Urteil zu unwirksamen Kreditbearbeitungsgebühren gelten längere Verjährungsfristen, da es bis dahin noch keine eindeutige Rechtsprechung zu dieser Thematik gab. Daher ist es gut möglich, dass auch bei älteren Bauspardarlehen die Gebühren noch zurückverlangt werden können“, so Rechtsanwalt Rosenbusch-Bansi.

Für die Bausparer kann es um viel Geld gehen. Je nach Höhe des Bauspardarlehens kommen bei einer Darlehensgebühr von 2 Prozent schnell vierstellige Beträge zusammen.

Die Darlehensgebühren sind nicht mit den Gebühren für den Abschluss des Bausparvertrags zu verwechseln. Für Bausparer kann es sich in jedem Fall lohnen, einen Blick in ihren Bausparvertrag und insbesondere in die ABB zu werfen. Wurden dort Gebühren für die Auszahlung des Bauspardarlehens verlangt, ist diese Klausel unwirksam.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt Bausparer bei Ärger mit der Bausparkasse bundesweit. Sei es, wenn es darum geht, zu Unrecht gezahlte Gebühren zurückzuholen oder bei der Kündigung von Altverträgen durch die Bausparkasse.

Mehr Informationen: http://www.anlegerschutz-news.de

Kanzleiprofil:
Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.
Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi
Kanzlei Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de
www.caesar-preller.de


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  4,3/5 (16 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Sebastian Rosenbusch-Bansi

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (134)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
2016-11-19, Autor Arthur R. Kreutzer (204 mal gelesen)

Bausparer können sich nach BGH-Urteil Darlehensgebühren zurückholen Von einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs können zahlreiche Bausparer profitieren und sich bereits gezahlte Darlehensgebühren zurückholen. Mit Urteil vom 8. ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (17 Bewertungen)
2016-11-08, Autor Hauke Maack (162 mal gelesen)

Vereinbarungen über "Darlehensgebühren", die Bausparer zu bezahlen haben, sind unwirksam. Vereinbarungen über "Darlehensgebühren", die Bausparer zu bezahlen haben, sind unwirksam. Mit einem Urteil vom 8. November 2016 hat der ...

sternsternsternsternstern  3,8/5 (14 Bewertungen)
2017-08-14, Autor Hartmut Göddecke (100 mal gelesen)

• Einmalige Kreditgebühr als laufzeitunabhängige Preisnebenabrede benachteiligt den Darlehensnehmer und muss zurückgezahlt werden • Aufwand der Bank muss auch bei Developermaßnahmen über Zins gedeckt werden Ein weiterer Pluspunkt für Unternehmer, ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (12 Bewertungen)
Wie brechnen sich die Kosten eines Rechtsanwalts? © Rh - Anwalt-Suchservice
2018-10-23, Anwalt-Suchservice (66 mal gelesen)

Manches rechtliche Problem bleibt ungelöst, weil Verbraucher sich vor den Kosten einer anwaltlichen Beratung oder Vertretung scheuen – aber wie viel kostet diese wirklich? Hier ein Überblick. ...

sternsternsternsternstern  3,5/5 (4 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Sebastian Rosenbusch-Bansi

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (134)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi
Suche in Rechtstipps
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.   
Mehr Informationen  |  OK
Durch die Nutzung unserer Dienste, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.    Info
OK