Gesellschaftsrecht Spanien

06.04.2012, Autor: Herr Frank Müller / Lesedauer ca. 3 Min. (2276 mal gelesen)
Das spanische Gesellschaftsrecht, also das Recht der privatrechtlichen Personenvereinigungen, die zur Erreichung eines bestimmten Zweckes durch Rechtsgeschäft begründet werden, umfasst das Recht der Personengesellschaft, der Körperschaft, der Nichtkapitalistischen Körperschaft und der Kapitalgesellschaft spanischen Rechts.

Das spanische Gesellschaftsrecht

Gesellschaftsgründung Spanien

Regelmäßig erfolgen Gesellschaftsgründungen ausländischer Unternehmen in Spanien in Form der Sociedad Limitada (S.L.). Denn die Führung der Sociedad Anónima (S.A.) ist nicht nur verwaltungsaufwändiger sondern auch kostenintensiver. Und der Sinn einer S.A., nämlich durch Aktienausgabe Kapitalbedarf zu decken oder zu schaffen, ist bei den zumeist erfolgenden Gründungen einer Einmanngesellschaft gerade nicht gegeben. Große auch internationale Unternehmen betreiben Ihre Niederlassungen in Spanien daher meist mittels der Rechtsform der S.L..

Das neue spanische Gesetz über die Kapitalgesellschaften

Mit dem königlichen Dekret vom 1.9.2010 (Real Decreto Legislativo 1/2010, de 2 de julio, por el que se aprueba el texto refundido de la Ley de Sociedades de Capital) wurden die bisherigen Bestimmungen des ehemaligen spanischen Aktiengesetzes wie auch des GmbH-Gesetzes und die Regelungen des spanischen Handelsgesetzbuchs (Código de Comercio, CCom) über die KGaA neu geregelt und nunmehr einheitlich im spanischen Kapitalgesellschaftsgesetz zusammengefasst.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Sociedad de Responsabilidad Limitada, S.L. oder S.R.L.) - spGmbH

Das bei Gründung voll einzuzahlende Mindestkapital beträgt 3.006,00 Euro. Die Firma muss den Zusatz „Sociedad Limitada" oder die Abkürzung „S.L." enthalten, bei der Einmanngesellschaft den Zusatz „unipersonal oder S.L.U.). Eine Mindest- oder eine Höchstzahl von Gründungsgesellschaftern ist nicht vorgeschrieben. Die Gesellschafter haften nicht persönlich. Das höchste Organ der S.L. ist die Gesellschafterversammlung, es handeln in Vertretung der Gesellschaft nach außen der oder die Geschäftsführer.

Aktiengesellschaft (Sociedad Anónima, S.A.) Spanien

Das bei Gründung nicht voll einzuzahlende Mindestkapital beträgt 60.000,00 Euro. Die Firma muss den Zusatz „Sociedad Anónima" oder die Abkürzung „S.A." enthalten, bei der Einmanngesellschaft den Zusatz „unipersonal“ oder S.A.U.). Das höchste Organ der S.A. ist die Hauptversammlung; für Inhaber von Aktien bestimmter Klassen gibt es Sonderversammlungen. Die S.A. wird durch ihre Verwalter (Administradores) vertreten. Bei der Bestellung von zwei Verwaltern handeln diese gemeinschaftlich. Mehr als zwei Verwalter bilden zwingend einen Verwaltungsrat.

Bei beiden Arten von Kapitalgesellschaften erfolgt die Gründung mittels notarieller Urkunde und die Eintragung als Handelsgesellschaft im zuständigen Handelsregister (Registro Mercantil).


Die hiesige Beratung durch deutschsprachige, in Spanien wie auch in Deutschland zugelassene Rechtsanwälte erstreckt sich im Vorfeld einer geplanten Gründung auf die grundlegende Darlegung der unterschiedlichen Rechtsformen sowie der gesellschafts-, steuer-, sozialversicherungs- und arbeitsrechtlich zu bedenkenden Aspekte. Wir beraten aber nicht nur im Rahmen von Gesellschaftsgründungen. Je nach den Bedürfnissen der Mandantschaft begleiten wir diese auch nach der erfolgreich abgeschlossenen Gründung.

Dies bedeutet, dass das hiesige Tätigkeitsfeld nicht nur in der Gründung und im Aufbau von Auslandsniederlassungen, sondern darüber hinaus auch deren nachfolgender, fortlaufender und voll umfassender Betreuung, durch Abdecken des gesamten Bereichs von Buchführung und Lohnbuchhaltung, über Steuerberatung bis zur Wirtschaftsprüfung gewährleistet ist.

Im Hinblick auf die Folgebetreuung ist nicht nur eine Beratung im spanischen Recht und Steuerrecht durch einen deutschsprachigen Rechtsanwalt und Steuerberater in Spanien, sondern darüber hinaus das Verständnis für einschlägige Fragen aus supranationalem Blickwinkel und eine optimale Zusammenarbeit mit dem deutschen Rechtsanwalt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer des Mandanten gewährleistet.

Wir haben in den vergangenen mehr als 20 Jahren eine große Anzahl ausländischer Unternehmen bei dem Aufbau Ihrer Geschäftstätigkeit in Spanien in steuerlicher, rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht unterstützt. Dabei beraten wir die Mandantschaft auf Wunsch integral, d.h., wir unterstützen diese in jeglichen Angelegenheiten im Steuerrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, bei Verhandlungen mit Behörden, etc.


Gesamtartikel unter:

http://abogadomueller.de/rechtsanwalt-spanien/gesellschaftsrecht.html

©2011 Verfasser: Frank Müller, Rechtsanwalt, Abogado, Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht



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