HCI Shipping Select 26 weiter in der Krise

09.06.2016, Autor: Herr Sebastian Rosenbusch-Bansi / Lesedauer ca. 2 Min. (265 mal gelesen)
Die Anleger des krisengeschüttelten Schiffsfonds HCI Shipping Select 26 kommen nicht zur Ruhe. Offenbar benötigt der 2008 aufgelegte Schiffsfonds frisches Kapital. Die Anleger sollen nun unverbindlich erklären, ob sie zu einer Finanzspritze bereit sind.

Wie „fonds professionell“ online berichtet, beläuft sich der Kapitalbedarf der vier verbliebenen Schiffsgesellschaften in dem Flottenfonds auf rund 8,9 Millionen US-Dollar. Demnach sollen die Anleger bis zum 13. Juni unverbindlich erklären, ob sie zu einer Finanzspritze bereit sind. „Das ist schon fast ein Déjà-Vu für die Anleger“, sagt Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden. Schon vor einigen Jahren steckte der Flottenfonds in massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Diese führten dazu, dass für die vier Tankschiffe MT Hellespont Centurion, MT Hellespont Challenger, MT Hellespont Charger und MT Hellespont Chieftain Anfang 2012 Insolvenz angemeldet werden musste.

Nun stehen die Zeichen offenbar wieder auf Sturm. Betroffen sind nun die sog. D-Schiffe MS Hellespont Daring, MS Hellespont Dawn, MS Hellespont Defiance und MS Hellespont Drive. Nachdem die Beteiligung an dem Flottenfonds HCI Shipping Select 26 für die Anleger ohnehin enttäuschend verlief, stehen sie nun erneut vor einer schwierigen Entscheidung. „Ob eine Finanzspritze zur nachhaltigen Sanierung der Schiffsgesellschaften reicht, ist ungewiss. Zumal die Krise der Handelsschifffahrt immer noch nicht ausgestanden ist“, so Rechtsanwalt Rosenbusch-Bansi.

Anleger haben aber auch die Möglichkeit, ihre Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Diese können z.B. durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein. Denn im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung hätten die Anleger auch über die Risiken ihrer Beteiligung umfassend aufgeklärt werden müssen. Denn sie erwerben in der Regel unternehmerische Beteiligungen und stehen dementsprechend auch im Risiko. Am Ende kann der Totalverlust der Einlage stehen. Dennoch wurden in den Beratungsgesprächen die Risiken häufig ganz verschwiegen oder heruntergespielt. Trotz des Totalverlust-Risikos wurden Beteiligungen an Schiffsfonds oftmals auch als sichere Altersvorsorge empfohlen. Eine derartige Falschberatung kann Schadensersatzansprüche auslösen.

Das gilt auch, wenn die Bank hohe Provisionen für die Vermittlung der Fondsanteile kassiert und dies ihrem Kunden verschwiegen hat. Nach der Rechtsprechung des BGH müssen diese sog. Kick-Backs offengelegt werden.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

Mehr Informationen: http://www.schiffsfonds-anteile.de


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