MS Xenia von HCI droht die Insolvenz

30.11.2013, Autor: Herr Joachim Cäsar-Preller / Lesedauer ca. 2 Min. (1167 mal gelesen)
Wieder wurde ein HCI-Schiffsfonds unter vorläufige Zwangsverwaltung gestellt, meldet das fondstelegramm. Dem Mehrzweckfrachter MS Xenia droht offenbar die Insolvenz (Az.: 6 IN 64/13).

Der Dachfonds HCI Schiffsfonds II investierte in den Frachter MS Xenia sowie in die Schiffe MS Anne Sophie und MS Thea S. Für die MS Xenia soll nach Angaben den fondstelegramms bereits 2010 ein Finanzierungskonzept erarbeitet und auch umgesetzt worden sein. Offensichtlich reichte dieses aber nicht aus, um wieder für ausreichend Wasser unter dem Kiel des Frachters zu sorgen. Sollte die Insolvenz eintreten, verlieren die Anleger möglicherweise ihr ganzes investiertes Kapital. Auch bereits geleistete Ausschüttungen könnten dann eventuell vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden.

Um den finanziellen Schaden zu begrenzen, rät Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kaptalmarktrecht aus Wiesbaden, den betroffenen Anlegern, ihre Kapitalanlage rechtlich auf mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen. „Gerade bei Schiffsfonds stehen die Chancen dafür gut“, so Cäsar-Preller. Denn häufig sei bereits die Anlageberatung bei der Vermittlung von Schiffsfonds fehlerhaft gewesen. „Mit den Fondsanteilen werden unternehmerische Beteiligungen erworben. Das heißt: Der Anleger trägt auch das volle Risiko – auch das des Totalverlusts des investierten Geldes“, erläutert der Jurist. Daher könne im Zusammenhang mit Schiffsfonds nicht von einer sicheren Kapitalanlage oder Altersvorsorge die Rede sein. „Aber unserer Erfahrung nach wurden sie in vielen Fällen genau mit diesen Argumenten beworben. Die Risiken, zu denen u.a. auch die langen Laufzeiten oder die erschwerte Handelbarkeit zählen, wurden hingegen verschwiegen“, so Cäsar-Preller.

Zu einer anleger- und objektgerechten Anlageberatung gehört aber eben auch die Risikoaufklärung der Anleger. Ist diese nicht erfolgt, kann das den Anspruch auf Schadensersatz begründen.

Gleiches gilt für die Aufklärung über Kick-Backs, also Provisionen, die für die Vermittlung der Fondsanteile an die vermittelnde Bank oder Sparkasse geflossen sind. Auch darüber müssen die Anleger nach Rechtsprechung des BGH informiert werden. „Nach Argumentation des BGH können diese Kick-Backs wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben. Heißt: Bei Kenntnis der Provisionen wäre es möglicherweise erst gar nicht zum Geschäftsabschluss gekommen. Daher kann auch das Verschweigen der Kick-Back-Zahlungen den Anspruch auf Schadensersatz bzw. Rückabwicklung begründen“, erklärt der Fachanwalt.

Allerdings sollten sich betroffene Anleger nicht mehr lange Zeit lassen, wenn sie ihre Ansprüche auf Schadensersatz noch geltend machen wollen. Denn das Emissionshaus HCI Capital platzierte den Dachfonds HCI Schiffsfonds II im Jahr 2002. Daher könnte bereits Verjährung drohen.

Mehr Informationen: www.schiffsfonds-anteile.de

Kanzleiprofil:
Seit nunmehr 17 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.
Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17
Mobil: 01 72 - 6 16 61 03

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de
www.caesar-preller.de


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  4,2/5 (29 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Joachim Cäsar-Preller

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (862)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230
Mobil: 0172-6166103

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Wir rufen Sie umgehend zurück. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
2017-02-24, Autor Hartmut Göddecke (276 mal gelesen)

Anleger blieben am Schluss der EGI-Fonds Informationsveranstaltung mit vielen Fragen alleine. Die von Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE, die das Vertrauen von mittlerweile fast 600 EGI-Fonds Anlegern genießt, gestellten Fragen konnten kaum vom ...

sternsternsternsternstern  4,2/5 (25 Bewertungen)
2017-02-13, Autor Hartmut Göddecke (320 mal gelesen)

- Überlegungen zur Informationsveranstaltung der EGI-Fonds - Vertrauensbildung? Oder: Wie das EGI-Management Anleger unwissend hält - Abstimmen auf Stimmzetteln: Was für Anleger wichtig ist! Kann man so Anleger überzeugen? Zu allererst fehlt ein ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (22 Bewertungen)
2016-07-25, Autor Hartmut Göddecke (559 mal gelesen)

Auf einer eiligst einberufenen Gesellschafterversammlung am 21.07.2015 der EGI Euro Grundinvest Fonds Nrn. 15. 17. 18 und 20 in Freising bei München trafen sich besorgte Anleger. Sie wurden im rasanten Tempo über die massiven Probleme der Fonds grob ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (48 Bewertungen)
2017-01-30, Autor Hartmut Göddecke (274 mal gelesen)

- angekündigte Gesellschafterversammlung mutiert zur reinen Informationsveranstaltung - Geschäftsführung bleibt den Anlegern das Sanierungskonzept noch immer schuldig - EGI-Fonds Anleger können sich kostenfrei vertreten lassen Die ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (18 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Wirtschaftsrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Wirtschaftsrecht

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Joachim Cäsar-Preller

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (862)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230
Mobil: 0172-6166103

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Wir rufen Sie umgehend zurück. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller
Suche in Rechtstipps
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.   
Mehr Informationen  |  OK
Durch die Nutzung unserer Dienste, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.    Info
OK