Neue Regelung zur Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen

25.08.2014, Redaktion Anwalt-Suchservice / Lesedauer ca. 1 Min. (131 mal gelesen)
Neue Regelung zur Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen
Ab dem 1. Januar 2015 treten neue Regelungen zur Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen in Kraft. Hier die wesentlichen Änderungen …

Kauf im Ausland- Umsatzsteuer wird im Inland fällig

Innerhalb der Europäischen Union wurde bislang für Telekommunikations-, Rundfunk-, Fernseh- und auf elektronischem Weg erbrachte Dienstleistungen an private Kunden in dem Staat eine Umsatzsteuer fällig, in dem das Unternehmen ansässig ist, das die Dienstleistung erbringt. Das wird sich ab Januar nächsten Jahres ändern. Die Umsätze sind in Deutschland zu versteuern, wenn der Kunde in Deutschland wohnt. Betroffen sind davon etwa Online-Dienste von Apps, Musik oder Filmen.

Neu: „Mini-One-Stop-Shop“

Unternehmer, die Telekommunikations-, Rundfunk-, Fernseh- und auf elektronischem Weg erbrachte Dienstleistungen an private Kunden erbringen, sind verpflichtet sich in Deutschland umsatzsteuerlich erfassen zu lassen. Darüber hinaus müssen sie in Deutschland auch ihren Melde- und Erklärungspflichten nachkommen. Zur Verfahrenserleichterung wird ebenfalls ab dem ersten Januar das „Mini-One-Stop-Shop“ in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union eingeführt. Das „Mini-One-Stop-Shop“ ermöglicht Unternehmen in Deutschland ihre in den übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgeführten Umsätze mit Telekommunikations-, Rundfunk-, Fernseh- und auf elektronischem Weg erbrachten Dienstleistungen zentral über das Bundeszentralamt für Steuern auf elektronischem Weg erklären.

Deutsche Unternehmen können ab dem ersten Oktober diesen Jahres auch die Teilnahme über das Online-Portal des Bundeszentralamt für Steuern beantragen.