Outsourcing: Baby "Made in India" für deutsche Homo-Ehe! Geburtenfabriken in Gujarat boomen.

28.05.2013, Autor: Herr Anton Bernhard Hilbert / Lesedauer ca. 1 Min. (1362 mal gelesen)
Indien macht‘s möglich: den Kinderwunsch zweier lebenspartnerschaftlich verbundener deutscher Männer zu erfüllen, ohne mit einer Frau in Kontakt zu kommen. Wie geht denn das? "Why not rent a uterus?" fragen die smarten unfruchtbaren US-Girls. Die Antwort liegt in Indien.

Ein Rechtstipp von Anton Bernhard Hilbert, Waldshut-Tiengen http://www.hilbert-simon.de

Eine Eizelle wird in Indien gekauft, mit dem Samen des Lebenspartnerschaft-Vaters befruchtet und der Fötus in eine unverheiratete indische Leihmutter eingepflanzt.


Die trägt das Kind in Indien aus, bestätigt die Vaterschaft des Lebenspartnerschaft-Vaters, erklärt sich mit der Adoption des Kindes und mit der gemeinsamen Sorge durch die Lebenspartner einverstanden. Sie bestätigt ihre Ehelosigkeit.


Das Kind bekommt in Indien einen deutschen Pass, seine Geburt muss vom deutschen Standesamt eingetragen werden. Zwar hatte das Standesamt Neuss die Auffassung vertreten, eine Geburtseintragung könne nicht vorgenommen werden. Indische Leihmütter seien erfahrungsgemäß verheiratet, deshalb sei der Ehemann der Leihmutter als Vater anzusehen. Zudem könne die hierzulande verbotene Leihmutterschaft nicht nachträglich durch einen Eintrag im Geburtenregister legalisiert werden.


Falsch, meinte das Oberlandesgericht Düsseldorf (Beschluss vom 26.04.2013 – I-3 Wx 211/12): Die Leihmutter habe durch Dokumente indischer Behörden und eine eidesstattliche Versicherung nachgewiesen, das Kind geboren zu haben. Auch der Umstand, dass sie unverheiratet sei, habe sie nachweisen können. Somit habe der biologische Vater seine Vaterschaft wirksam anerkennen können.


Keine Rolle spielte das Embryonenschutzgesetz, wonach in Deutschland jegliche ärztliche Leistung bei Leihmutterschaften verboten ist, das im deutschen Adoptionsvermittlungsgesetz enthaltene Verbot der Vermittlung von Leihmüttern.


Nicht nur in Indien, auch in anderen Drittlandstaaten gibt es inzwischen eine regelrechte "Reproduktionsindustrie", bestehend aus Kliniken, Eizellenspenderinnen und Leihmüttern, die mit dem Reproduktions-Tourismus korrespondieren.

Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt.



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