P&R: erste Forderungsprüfungen im Insolvenzverfahren

09.12.2019, Autor: Herr Guido Lenné / Lesedauer ca. 2 Min. (205 mal gelesen)
Inzwischen sind beim Amtsgericht München erste Termine zur Prüfung der angemeldeten Forderungen im P&R-Insolvenzverfahren erfolgt. Dabei wurden ca. 80.000 Forderungen festgestellt. Doch damit ist die Forderungsprüfung noch nicht abgeschlossen. Ein weiterer Termin ist für Juni 2020 geplant.

Im Zuge der P&R-Insolvenz haben beim Amtsgericht München inzwischen erste Prüfungstermine für die angemeldeten Forderungen stattgefunden. Über sämtliche Verfahren hinweg wurden rund 80.000 Forderungen von Anlegern geprüft und festgestellt. In einer Pressemitteilung gab die Insolvenzverwaltung bekannt, dass dies jedoch lediglich eine vorläufige Zahl sei, da weitere Vergleichsvereinbarungen vorlägen, die noch erfasst und geprüft werden müssten. Voraussichtlich würden bis Ende 2019 noch 1.500 weitere Vereinbarungen an Anleger verschickt, die bis heute noch nicht versandt werden konnten, beispielsweise bei Erbfällen. Auch im kommenden Jahr würden weitere Vereinbarungen rausgehen.

[b]Anleger können Prüfungsergebnisse ab Mitte Dezember abfragen[/b]

Bei den bereits erfolgten Prüfungsterminen wurden die Forderungen jener Gläubiger geprüft, die ihre ordnungsgemäß unterzeichnete Vergleichsvereinbarung rechtzeitig eingereicht hatten. Ab Mitte Dezember können die betreffenden Anleger voraussichtlich das Prüfungsergebnis für ihre individuelle Forderung mit ihrer persönlichen PIN-Nummer im Gläubiger-Informations-System (GIS) unter www.jaffe-rae.de/GIS abfragen. Im Falle von Forderungen, die ganz oder teilweise bestritten werden, werden die Gläubiger separat per Anschreiben vom Insolvenzgericht informiert.

[b]Nächste Prüfungstermine im Juni 2020[/b]

Die ausstehenden Fälle und bislang noch nicht eingereichte bzw. verarbeitete Vergleichsvereinbarungen werden vom Amtsgericht München bei den auf den 18. Juni 2020 festgesetzten Prüfungsterminen geprüft. Die Bearbeitung der noch ausstehenden Vergleichsvereinbarungen und deren Umsetzung solle bis dahin abgeschlossen sein, so der Insolvenzverwalter.

Für Forderungen, die bis dahin zur Insolvenztabelle festgestellt wurden, können dann erste Abschlagsverteilungen erfolgen. Die Gläubiger sollten sich also beeilen und die noch fehlenden Vergleichsvereinbarungen schnellstmöglich einreichen. Nur wenn die angemeldete Forderung offiziell vom Gericht festgestellt wurde, haben sie Anspruch auf Teilnahme an den Abschlagsverteilungen. Und die gute Nachricht lautet, dass die ersten Abschlagszahlungen schon für nächstes Jahr geplant sind.

Durch die planmäßige Verwertung des Containerbestands in den nächsten Jahren will die Insolvenzverwaltung Verwertungserlöse von einer Milliarde Euro und mehr erwirtschaften. Diese sollen dann in mehreren Abschlagszahlungen an die Gläubiger verteilt werden. Zwar ließe sich nicht genau abschätzen, wie viel am Ende tatsächlich erwirtschaftet werde, doch schon bis Ende 2019 würden realistisch mehr als 250 Millionen Euro erwartet.

Die Anwaltskanzlei Lenné hält Sie auch weiterhin über aktuelle Entwicklungen im P&R-Insolvenzverfahren auf dem Laufenden. Seit Jahren vertreten wir erfolgreich zahlreiche Klienten, die als Gläubiger von einer Insolvenz betroffen sind und um ihr Geld bangen bzw. einem Schneeballsystem zum Opfer gefallen sind. Wenn auch Sie Ansprüche in einem Insolvenzverfahren geltend machen wollen, lassen Sie sich in unserer Kanzlei im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs beraten.



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