Per Fernabsatz geschlossene Immobiliendarlehen lassen sich noch widerrufen

24.04.2018, Autor: Herr Sebastian Rosenbusch-Bansi / Lesedauer ca. 2 Min. (55 mal gelesen)
Der Widerrufsjoker sticht auch noch bei Immobiliendarlehen, die zwischen 2002 und 2010 abgeschlossen wurden. Und zwar dann, wenn der Darlehensvertrag in einem sog. Fernabsatzgeschäft geschlossen wurde und die Bank eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet hat.

Das geht aus einem Urteil des BGH vom 27. Februar 2018 hervor (Az.: XI ZR 160/17).

Viele Darlehensverträgen werden natürlich in den Räumen der Bank abgeschlossen. Zwingend notwendig ist das nicht. Ein Immobiliendarlehen kann auch im Wege des Fernabsatzes abgeschlossen werden. „Das ist der Fall, wenn der Darlehensvertrag weder in den Räumlichkeiten der Bank noch durch einen persönlichen Kontakt mit einem Außendienstmitarbeiter geschlossen wurde, sondern nur unter Verwendung von Fernkommunikationsmittel wie z.B. Telefon, E-Mail, Fax oder Post“, erklärt Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden.

Darlehensverträge im Wege des Fernabsatzes wurden hauptsächlich von Direktbanken wie der ING-DiBa, DSL-Bank oder DKB angeboten. Sie können grundsätzlich dann noch widerrufen werden, wenn die Bank eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung oder fehlerhafte Verbraucherinformationen verwendet hat. Denn dann wurde die Widerrufsfrist nie in Lauf gesetzt. „Durch den erfolgreichen Widerruf erhalten die Verbraucher die Möglichkeit umzuschulden und von den nach wie vor niedrigen Zinsen zu profitieren. Eine Vorfälligkeitsentschädigung wird dann nicht fällig“, erklärt Rechtsanwalt Rosenbusch-Bansi.

Für viele Immobiliendarlehen, die bis zum 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden, ist der Widerruf nach einer Gesetzesänderung inzwischen nicht mehr möglich.  Eine Ausnahme bilden aber die Fernabsatzverträge. Verbraucher, die ihre Immobiliendarlehen ohne persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern der Bank abgeschlossen haben, können daher prüfen lassen, ob der Darlehenswiderruf möglich ist.

Die Kanzlei Cäsar-Preller prüft kostenlos, ob die Voraussetzungen für den Darlehenswiderruf vorliegen.

 

Mehr Informationen: http://www.der-widerruf.de/

 

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

 

Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi

 Kanzlei Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de

www.caesar-preller.de

 


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  3,7/5 (7 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Sebastian Rosenbusch-Bansi

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (134)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
2015-04-21, Autor Holger Syldath (455 mal gelesen)

Auch der "Point of Sale" der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe begründet keine Kreditbearbeitungsgebühren. Wurden diese bereits bezahlt, können sie nun zurückgefordert werden. Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe lehnt die Rückzahlung von ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (34 Bewertungen)
Basiskonto: Das Jedermann-Konto auf Guthabenbasis © Bu - Anwalt-Suchservice
2018-05-23 15:16:52.0, Anwalt-Suchservice (131 mal gelesen)

Seit dem 19. Juni 2016 gibt es in Deutschland das Jedermann- oder Basiskonto. Auch Personen mit desolater Finanzlage oder ohne festen Wohnsitz können ein solches Konto eröffnen....

sternsternsternsternstern  4,2/5 (16 Bewertungen)
2017-06-12, Autor Siegfried Reulein (126 mal gelesen)

Verbraucher, die sich bei dem Traum vom Eigenheim „überhoben“ haben können ihre Hausbank in Anspruch nehmen. Der Gesetzgeber hat mit der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie im März 2016 Banken zahlreiche Pflichten im Zusammenhang mit dem ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (10 Bewertungen)
2014-07-23, Autor Siegfried Reulein (500 mal gelesen)

Eine bemerkenswerte Entscheidung hat der Bundesgerichtshof am 03.06.2014 – XI ZR 147/12 – getroffen. Wieder einmal hatte der BGH sich mit der Frage zu beschäftigen, inwieweit Banken zur Aufklärung über vereinnahmte Provisionen verpflichtet sind. ...

sternsternsternsternstern  3,8/5 (17 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Sebastian Rosenbusch-Bansi

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (134)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi
Suche in Rechtstipps
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.   
Mehr Informationen  |  OK
Durch die Nutzung unserer Dienste, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.    Info
OK