Solarworld AG: Insolvenzverfahren eröffnet – Anleger können Forderungen anmelden

04.08.2017, Autor: Herr Sebastian Rosenbusch-Bansi / Lesedauer ca. 2 Min. (112 mal gelesen)
Der nächste Akt im Niedergang der Solarworld AG: Das Amtsgericht Bonn hat das offizielle Insolvenzverfahren am 1. August 2017 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet (Az.: 99 IN 79/17).

Immerhin: Für die geschädigten Anleger der Solarworld-Anleihen dürfte das sogar ein kleiner Lichtblick sein. Denn sie können nur ihre Forderungen bis zum 28. September beim Insolvenzverwalter anmelden und darauf hoffen, immerhin noch einen Teil ihres investierten Geldes wiederzusehen. Wie groß dieser Teil sein wird, hängt auch davon ab, ob es dem Insolvenzverwalter gelingt, Investoren zu finden. Interessenten soll es geben. Für die Aktionäre bedeutet das aber kaum, dass sie noch auf Ausschüttungen aus den Verwertungserlösen hoffen können, auch wenn der Kurs der Aktie zuletzt sogar wieder gestiegen ist. „Es dürfte unwahrscheinlich sein, dass sich ein Käufer für die Solarworld AG angesichts ihrer Schulden finden lässt. Wahrscheinlicher ist die Zerschlagung des Unternehmens“, sagt Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden.

So gesehen haben die Anleihe-Anleger sogar etwas bessere Karten und können auf eine Insolvenzquote hoffen. „Voraussetzung ist aber, dass die Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Nur angemeldete Forderungen können auch berücksichtigt werden“, erklärt Rechtsanwalt Rosenbusch-Bansi. Mit finanziellen Verlusten müssen die Anleger aber dennoch rechnen.

Allerdings brauchen die Anleihe-Anleger zur Schadensbegrenzung nicht nur auf das Insolvenzverfahren zu setzen. Parallel dazu können sie auch ihre Ansprüche auf Schadensersatz prüfen lassen. Diese können z.B. aus Prospekthaftung entstanden sein, wenn schon die Angaben in den Emissionsprospekten, unvollständig, fehlerhaft oder auch nur irreführend waren. Ebenso können Ansprüche auch aus einer fehlerhaften Anlageberatung entstanden sein. Rechtsanwalt Rosenbusch-Bansi: „Die Anleger müssen über die bestehenden Risiken der Geldanlage und insbesondere über das Totalverlust-Risiko aufgeklärt werden. Wurden die Risiken verharmlost oder verschwiegen, können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.“

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

 

Mehr Informationen: http://www.anlegerschutz-news.de ;

 

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

 

Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi

Kanzlei Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de

www.caesar-preller.de

 

 


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  4,0/5 (8 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Sebastian Rosenbusch-Bansi

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (134)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
2017-02-24, Autor Hartmut Göddecke (276 mal gelesen)

Anleger blieben am Schluss der EGI-Fonds Informationsveranstaltung mit vielen Fragen alleine. Die von Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE, die das Vertrauen von mittlerweile fast 600 EGI-Fonds Anlegern genießt, gestellten Fragen konnten kaum vom ...

sternsternsternsternstern  4,2/5 (25 Bewertungen)
2017-02-13, Autor Hartmut Göddecke (320 mal gelesen)

- Überlegungen zur Informationsveranstaltung der EGI-Fonds - Vertrauensbildung? Oder: Wie das EGI-Management Anleger unwissend hält - Abstimmen auf Stimmzetteln: Was für Anleger wichtig ist! Kann man so Anleger überzeugen? Zu allererst fehlt ein ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (22 Bewertungen)
2016-07-25, Autor Hartmut Göddecke (559 mal gelesen)

Auf einer eiligst einberufenen Gesellschafterversammlung am 21.07.2015 der EGI Euro Grundinvest Fonds Nrn. 15. 17. 18 und 20 in Freising bei München trafen sich besorgte Anleger. Sie wurden im rasanten Tempo über die massiven Probleme der Fonds grob ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (48 Bewertungen)
2017-01-30, Autor Hartmut Göddecke (274 mal gelesen)

- angekündigte Gesellschafterversammlung mutiert zur reinen Informationsveranstaltung - Geschäftsführung bleibt den Anlegern das Sanierungskonzept noch immer schuldig - EGI-Fonds Anleger können sich kostenfrei vertreten lassen Die ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (18 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Sebastian Rosenbusch-Bansi

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (134)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi
Suche in Rechtstipps
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.   
Mehr Informationen  |  OK
Durch die Nutzung unserer Dienste, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.    Info
OK