Steuerhinterziehung: Regeln zur strafbefreienden Selbstanzeige werden verschärft!

10.10.2014, Redaktion Anwalt-Suchservice / Lesedauer ca. 1 Min. (336 mal gelesen)
Steuerhinterziehung: Regeln zur strafbefreienden Selbstanzeige werden verschärft!
Ab Anfang 2015 werden die Regelungen der strafbefreienden Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung und des Absehens von Verfolgung in besonderen Fällen verschärft.

Ende September hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung beschlossen. Hierin werden auch die Regeln für eine strafbefreiende Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung verschärft. Die Strafbefreiende Selbstanzeige bleibt zwar erhalten, die Steuerhinterziehung ist aber nur unter besonderen Voraussetzungen und in sehr engen Grenzen straffrei.

Grenze wird auf 25.000 Euro gesenkt

Die Grenze, bis zu der eine Steuerhinterziehung ohne Zahlung eines zusätzlichen Geldbetrags bei einer Selbstanzeige straffrei bleibt, wird von 50.000 Euro auf 25.000 Euro abgesenkt. Dabei wird der zu zahlende Geldbetrag abhängig vom Hinterziehungsvolumen gestaffelt.

Steuerzeiträume für ausländische Kapitalerträge werden erweitert

Ab Anfang 2015 können bestimmte, nicht erklärte ausländische Kapitalerträge für noch weiter zurückliegende Zeiträume als bisher besteuert werden.

Hinterziehungszinsen müssen beglichen sein

Die Zahlung der Hinterziehungszinsen ist zukünftig Tatbestandsvoraussetzung für eine wirksame strafbefreiende Selbstanzeige.

Das Gesetz soll zum 1. Januar 2015 in Kraft treten.