Tipps zur Schufa-Auskunft

31.01.2014, Redaktion Anwalt-Suchservice / Lesedauer ca. 2 Min. (212 mal gelesen)
Tipps zur Schufa-Auskunft
Bei der Schufa können Banken, Sparkassen oder der Handel kreditrelevante Informationen rund um die Bonität eines Verbrauchers abfragen. Auf dieser Grundlage wird dann über einen Vertragsabschluss- sei es ein Mietverhältnis, ein Leasingvertrag für ein Auto oder ein Kredit- entschieden. Für die Verbraucher sind die Informationen, die die Schufa über sie sammelt, von großer Bedeutung. Jetzt hat der Bundesgerichtshof eine Entscheidung zum Umfang der Schufa-Auskunft gegenüber Verbrauchern getroffen.

Der Bundesgerichtshof hat aktuell entschieden, dass ein Verbraucher gegenüber der Schufa keinen Auskunftsanspruch hinsichtlich einzelner Scorewerte, bzw. welche Merkmale zur Scoreberechnung in welcher Gewichtung eine Rolle spielen, hat.

Die Schufa müsse zwar darüber Auskunft erteilen, welche personenbezogenen, insbesondere kreditrelevanten Daten bei ihr gespeichert und in die Berechnung der Wahrscheinlichkeitswerte eingeflossen seien. Einen darüber hinausgehenden Auskunftsanspruch habe ein Verbraucher allerdings nicht.  Im zu entscheidenden Fall hatte eine Frau konkrete Angaben zu den im Scoringverfahren gebildete Vergleichsgruppen gefordert.

Diese konkreten Angaben zu Vergleichsgruppen zählen laut Bundesgerichtshof nicht zu den Elementen des Scoringverfahrens, über die nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 4 BDSG Auskunft zu erteilen ist. Gleiches gelte für die Gewichtung der in den Scorewert eingeflossenen Merkmale. Dem Auskunftsanspruch des § 34 Abs. 4 BDSG liege die gesetzgeberische Intention zugrunde, trotz der Schaffung einer größeren Transparenz bei Scoringverfahren Geschäftsgeheimnisse der Auskunfteien, namentlich die sog. Scoreformel, zu schützen. Die Auskunftsverpflichtung solle dazu dienen, dass der Betroffene den in die Bewertung eingeflossenen Lebenssachverhalt erkenne und darauf reagieren könne. Hierzu bedürfe es keiner Angaben zu Vergleichsgruppen und zur Gewichtung einzelner Elemente. Das gesetzgeberische Ziel eines transparenten Verfahrens werde dadurch erreicht, dass für den Betroffenen ersichtlich sei, welche konkreten Umstände als Berechnungsgrundlage in die Ermittlung des Wahrscheinlichkeitswerts eingeflossen sind. Dieses Ziel wird durch die von der Schufa erteilten Auskünfte erreicht, so der Bundesgerichtshof.

Tipp der Redaktion: Verbraucher können unter www.meineSCHUFA.de kostenlos in ihre Schufa-Akte Einblick nehmen und die gespeicherten Daten kontrollieren.