Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Kreditvermittlern

07.05.2019, Autor: Herr Joachim Cäsar-Preller / Lesedauer ca. 2 Min. (51 mal gelesen)
Wer finanziell in die Klemme geraten ist, braucht oft dringend einen Kredit. Das machen sich immer wieder unseriöse Anbieter im Internet zu Nutze und locken mit Krediten ohne Schufa-Abfrage, exklusiven goldenen Master-Cards und ähnlichem.

„Für Menschen in finanziellen Schwierigkeiten wirken solche Angebote natürlich wie ein Rettungsanker. Besonders wenn es schwer wird, bei den regulären Banken noch einen Kredit zu bekommen. Aber Vorsicht ist geboten. Oft steckt hinter solchen Angeboten nur eine Masche, um Verbraucher abzuzocken“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden.

So warnen auch die Marktwächter des Bundesverbands der Verbraucherzentralen ausdrücklich vor solchen unseriösen Angeboten. Dabei erhielten die Verbraucher oft keinen Kredit und bei den Kreditkarten handele es sich um Prepaid-Karten, die mit hohen Kosten verbunden seien. Um die Angebote seriös erscheinen zu lassen, würden sie mit falschen Bewertungen und Gütesiegeln versehen, so die Marktwächter.

Wer sich auf solche Angebote eingelassen hat, hat später oft das Nachsehen. Für die Kreditkarten wird eine hohe Ausgabegebühr verlangt, Stornierungen sind teuer oder ein Widerruf wird schlicht und einfach ignoriert. Zahlt der Verbraucher nicht, werden die Forderungen von dazugehörigen Inkasso-Büros eingetrieben. Es hört sich zwar verlockend an, schnell und einfach einen Kredit zu bekommen. Die Marktwächter der Verbraucherzentralen warnen jedoch: Seriöse Kredite gebe es in Deutschland nicht ohne entsprechende Kreditwürdigkeitsprüfung.

Die Verbraucherzentralen sind zwar schon erfolgreich gegen solch unseriösen Anbieter vorgegangen, doch es tauchen immer wieder neue Anbieter auf, deren Sitz im Ausland registriert ist. Aktuell warnen die die Marktwächter vor unseriösen Anbietern auf den Internet-Seiten credifant.com, cards24.credit, meister.cards, verbraucher.cards, kreditanfrage.gratis und volks.cards.

Verbraucher, die sich auf solche unseriösen Angebote eingelassen haben, zahlen am Ende oft kräftig drauf. Rechtsanwalt Cäsar-Preller: „Es gibt rechtliche Möglichkeiten, um gegen diese Anbieter vorzugehen und aus den Verträgen wieder herauszukommen.“
 

Mehr Informationen: http://www.caesar-preller.de

 

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