Vereinfachungen für elektronische Rechnungen!

16.12.2011, Autor: Herr Anton Bernhard Hilbert / Lesedauer ca. 1 Min. (3128 mal gelesen)
Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 ändert umsatzsteuerliche Vorschriften. Damit erleichtert es die elektronische Rechnungsstellung. Eine qualifizierte elektronische Signatur oder die Verwendung des elektronischen Datenaustauschverfahrens (EDI) sind nicht mehr erforderlich - rückwirkend auf Juli 2011.

Ein Rechtstipp von Anton Bernhard Hilbert Waldshut-Tiengen * http://www.hilbert-simon.de

Nach bisherigem Recht mussten elektronische Rechnungen entweder eine qualifizierte elektronische Signatur enthalten, oder die Übermittlung musste im elektronischen Datenaustauschverfahren (EDI) erfolgen (§ 14 Abs. 3 UStG). Die Neuregelung durch das Steuervereinfachungsgesetz führt zu einer erheblichen Vereinfachung und vermutlich zu einer erheblichen Ausweitung der elektronischen Rechnungen. Das Gesetz gilt rückwirkend für alle elektronischen Rechnungen seit dem 1. Juli 2011.

Das Gesetz enthält jetzt eine neue Definition der elektronischen Rechnung.

Als elektronische Rechnung gilt jede Rechnung, die per E-Mail, ggf. mit Anhang einer pdf-Datei oder Textdatei, ausgestellt und empfangen wird. Das gilt auch für Rechnungen, die per Computerfax, als Download oder via Datenträgeraustausch übermittelt werden.

Die elektronischen Rechnungen müssen die vom Umsatzsteuergesetz geforderten Inhalte ausweisen. Der Vorsteuerabzug setzt voraus, dass die Echtheit, Unversehrtheit und Herkunft der Rechnung nachgewiesen werden kann. Das gilt auch für elektronische Rechnungen. Der Empfänger muss also sicherstellen, dass beispielsweise eine pdf-Rechnung nicht verändert wurde. Das erfordert die Einrichtung von innerbetrieblichen Kontrollverfahren. Der FAQ-Katalog des Bundesministeriums der Finanzen macht dazu Vorschläge.

Elektronische Rechnungen müssen elektronisch gespeichert werden. Diese Pflicht wird nicht erfüllt, wenn die Rechnung ausgedruckt und dann aufbewahrt wird.

Das Bundesministerium der Finanzen will in Kürze ein Schreiben zu allen Fragen rund um die Neuregelung veröffentlichen.

Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt.

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