Vergleich beendet Fall der schwer hirngeschädigten griechischen Patientin

05.09.2014, Oberlandesgericht Hamm Az. 26 U 158/12 / Lesedauer ca. 1 Min. (234 mal gelesen)
Vergleich beendet Fall der schwer hirngeschädigten griechischen Patientin
Mit einem von den Parteien außergerichtlich vereinbarten und vom Oberlandesgericht Hamm festgestellten Vergleich ist der Arzthaftungsprozess mit der durch ärztliche Behandlungsfehler hirngeschädigten Patientin aus Griechenland beendet worden.

Die Klägerin, eine heute 42 Jahre alte Fremdsprachenkorrespondentin aus Griechenland, hatte nach einer von den beklagten Ärzten im Oktober 2004 im mitverklagten Krankenhaus durchgeführten Operation eine Nachblutung erlitten, die nach dem Klagevorbringen behandlungsfehlerhaft zu spät erkannt und versorgt worden war. Infolge der Nachblutung erlitt die Klägerin einen dauerhaften, durch eine Unterversorgung mit Sauerstoff ausgelösten schweren Hirnschaden (hypoxischer Hirnschaden).
Zur Regulierung aller Schadensersatzansprüche der Klägerin aus ihrer Operation und der Behandlung durch die Beklagten haben die Parteien folgende Leistungen zugunsten der Klägerin vereinbart:
- Über bereits als Schmerzensgeld gezahlte 250.000 Euro wird ein weiteres Schmerzensgeld von 150.000 Euro gezahlt.
- Ab dem 01.07.2014 erhält die Klägerin lebenslang monatlich 8.000 Euro zur Deckung von Aufwendungen, die ihr aus der Operation und der Behandlung und die dadurch verursachten Gesundheitsschäden fortlaufend entstehen.
- Für in der Zeit bis zum 30.06.2014 entstandene, noch nicht ersetzte Aufwendungen erhält die Klägerin einen Schadensersatzbetrag von 341.000 Euro.
Mit dem Vergleich haben die Parteien alle wechselseitigen Ansprüche aus der streitgegenständlichen Behandlung erledigt und den vor Ge-richt ausgetragenen Streit endgültig beendet.