Volkswagen AG: Druck auf die VW AG steigt nach Medienberichten

03.02.2017, Autor: Herr Roman Podhorsky / Lesedauer ca. 1 Min. (197 mal gelesen)
Nach Medienberichten hattte Herr Winterkorn bereits in 2015 Kenntnis von den Manipulationsvorwürfen

In den letzten Monaten hatten mehrere Berichte auf eine Kenntnis des Vorstands der Volkswagen AG Herrn Martin Winterkorn von den Manipulationsvorwürfen schließen lassen. Aktuell berichtet der Spiegel, dass Herr Piech den damaligen Vorstand Herr Winterkorn im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen belastet hätte. Konkret habe dieser bereits im Februar 2015 von den Manipulationen der Dieselmotoren gewusst.

Verbesserte Aussicht für Aktionärsklagen

Für die geschädigten Aktionäre, die ihre Aktien der Volkswagen AG nach dem Mai 2014 erworben haben, dürften sich die Aussichten auf die Erlangung von Schadensersatzzahlungen deutlich verbessert haben. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass es dem damaligen Vorstand Herr Winterkorn immer schwerer fallen sollte die vorgetragenen Verdachtsmomente zu entkräften.

Das Musterverfahren (sog. Sammelklage) startet in 2017

Geschädigte Anleger sollten ihre Ansprüche auf Schadensersatz am Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) anzumelden. Dieses auch als sog. „Sammelklage“ bezeichnete Verfahren hat im Gegensatz zum ordentlichen Klageverfahren den Vorteil, dass Anleger mit einem geringeren Kosten- und Prozessrisiko rechnen müssen. In den nächsten Monaten ist mit einer formellen Eröffnung des Musterverfahrens vor dem Oberlandesgericht Braunschweig zu rechnen. Nach den aktuellen Entwicklungen dürften die Chancen auf die Erlangung eines kapitalmarktrechtlichen Schadensersatzes gestiegen sein.

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