Winterkorn gerät im VW-Abgasskandal unter Druck

17.02.2017, Autor: Herr Joachim Cäsar-Preller / Lesedauer ca. 2 Min. (214 mal gelesen)
Im VW-Abgasskandal wird die Luft für den ehemaligen Vorstands-Chef Winterkorn immer dünner. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ online berichtet, hat der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch den Manager schwer belastet.

Demnach soll Piëch bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig ausgesagt haben, dass Winterkorn schon viel früher als bislang zugegeben von den Abgasmanipulationen bei Dieselmotoren in den USA wusste – nämlich schon im Februar 2015.

Dem Bericht zufolge habe Piëch im Februar 2015 den Hinweis erhalten, dass die US-Behörden VW über Probleme bei den Abgaswerten informiert hätten. Winterkorn habe die Existenz eines solchen Schreibens aber bestritten. Stellungnahmen von Volkswagen oder Winterkorn zu den Vorwürfen gab es zunächst keine. „Auch wenn das Verhältnis zwischen Piëch und Winterkorn zuletzt nicht mehr das beste gewesen sein soll, birgt diese Aussage doch jede Menge Sprengstoff, wenn sie sich bewahrheiten sollte“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. Sie könnte auch Rückenwind für die Schadensersatzklagen der VW-Aktionäre sein, die durch den Kursverlust nach Bekanntwerden des Abgasskandals viel Geld verloren haben.

Denn die entscheidende Frage ist, wann der VW-Spitze die Abgasmanipulationen bekannt waren und ob sie die Öffentlichkeit zu spät informiert hat. Insiderinformationen, die den Aktienkurs maßgeblich beeinflussen können, müssen im Wege einer Ad-hoc-Mitteilung unverzüglich veröffentlicht werden. Hat Volkswagen dies versäumt, liegt ein Verstoß gegen das Wertpapierhandelsgesetz vor.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Braunschweig auch wegen Betrugsverdacht gegen Winterkorn ermittelt. Es bestehe ein Anfangsverdacht. „Es gilt zwar die Unschuldsvermutung. Aber auch diese Ermittlungen sind durchaus ein Hinweis, dass VW nicht mit offenen Karten gespielt haben könnte. Das steigert die Aussichten auf Schadensersatz für die betroffenen VW-Aktionäre“, so Cäsar-Preller.

Vor dem OLG Braunschweig soll demnächst das Musterverfahren eröffnet werden. VW-Aktionäre haben noch die Möglichkeit, sich dem Verfahren anzuschließen oder selbst Klage einzureichen.
 

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte VW-Aktionäre.

 

Mehr Informationen: http://www.vwklage.com/

 

 

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

 

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de

www.caesar-preller.de


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  3,9/5 (17 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Joachim Cäsar-Preller

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (862)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230
Mobil: 0172-6166103

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Wir rufen Sie umgehend zurück. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
2018-05-11, Autor Joachim Cäsar-Preller (51 mal gelesen)

Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn hat sicher schon bessere Tage gesehen. Doch der Dieselskandal lässt ihn nicht los. Nach Anklageerhebung und Haftbefehl in den USA im Zusammenhang mit den Abgasmanipulationen droht ihm auch in Deutschland ...

sternsternsternsternstern  4,0/5 (4 Bewertungen)
2018-05-07, Autor Joachim Cäsar-Preller (52 mal gelesen)

Zwei VW-Manager wurden wegen den Abgasmanipulationen in den USA bereits zu Haftstrafen verurteilt. Ein ähnliches Schicksal droht nun auch dem ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Nach Medienberichten wurde er zusammen mit fünf ...

sternsternsternsternstern  5,0/5 (3 Bewertungen)
2016-09-28, Autor Joachim Cäsar-Preller (286 mal gelesen)

Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn rückt im Abgasskandal wieder verstärkt in den Fokus. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, soll er zugestimmt haben, die Manipulationen an den Dieselmotoren in den USA zu vertuschen. ...

sternsternsternsternstern  3,8/5 (20 Bewertungen)
2018-07-27, Autor Joachim Cäsar-Preller (60 mal gelesen)

Der ehemalige VW-Chef Winterkorn ist im Abgasskandal durch die Zeugenaussage eines führenden VW-Technikers schwer belastet worden. Demnach war der damalige Vorstandsvorsitzende schon im Frühjahr 2015 über die Abgasmanipulationen im Bilde, ...

sternsternsternsternstern  4,0/5 (4 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Bankrecht und Kapitalmarktrecht

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Joachim Cäsar-Preller

Cäsar-Preller Rechtsanwaltskanzlei

Weitere Rechtstipps (862)

Anschrift
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
DEUTSCHLAND

Telefon: 0611-450230
Mobil: 0172-6166103

Kontakt

Bitte verwenden Sie zur Kontaktaufnahme bevorzugt dieses Formular. Wir rufen Sie umgehend zurück. Vielen Dank!



captcha



zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller
Suche in Rechtstipps
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.   
Mehr Informationen  |  OK
Durch die Nutzung unserer Dienste, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.    Info
OK