Zahlen per Smartphone - Risiken für Verbraucher

07.01.2019, Autor: Herr Guido Lenné / Lesedauer ca. 2 Min. (59 mal gelesen)
Nachdem der iPhone-Bezahldienst Apple Pay nun auch in Deutschland verfügbar ist, stellt sich vermehrt die Frage der Sicherheit beim kontaktlosen Bezahlen mittels Smartphone. Guido Lenné dazu in der Mitteldeutschen Zeitung.

Seit Kurzem ist der iPhone-Bezahldienst Apple Pay nun auch in Deutschland verfügbar. Folglich beschäftigen sich nicht nur die Medien vermehrt mit der Frage der Sicherheit beim kontaktlosen Bezahlen per Smartphone. Sei es Google Pay, Apple Pay oder eine bankeigene Bezahl-App, die neue Technologie birgt sicherlich zahlreiche Vorteile, aber eben auch Risiken. Zu Letzteren äußert sich Guido Lenné, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, in der Mitteldeutschen Zeitung.

Lange galt in Deutschland noch das Motto „Nur Bares ist Wahres.” Doch das scheint sich definitiv geändert zu haben. Eine Studie der Deutschen Bundesbank zeigt, dass die Bargeld-Quote bei Bezahlvorgängen im Jahr 2017 erstmals unter die 50-Prozent-Marke gefallen ist. Lediglich noch 47,6 Prozent aller Zahlungen wurden bar durchgeführt. Nun soll der Bezahlvorgang an der Kasse und im Internet durch das kontaktlose Bezahlen mittels Smartphone weiter vereinfacht werden. Natürlich muss die Kassentechnik das kontaktlose Bezahlen auch unterstützen. In Deutschland wurden bereits 820.000 Terminals entsprechend umgerüstet, um den Kunden diesen Dienst zu ermöglichen.

Die Technologie bietet offensichtliche Vorteile: einerseits einfaches, schnelles - vor allem aber bargeldloses - Bezahlen. Aber auch in puncto Gewährleistung bietet diese Zahlmethode den Kunden einen wichtigen Vorteil. Denn nach einem Einkauf, insbesondere bei kleinen Geldbeträgen, wird der Kassenzettel oft nicht aufbewahrt. Gewährleistungsansprüche können zwar noch bis 2 Jahre nach dem Kauf geltend gemacht werden, allerdings nur, wenn der Kauf belegt werden kann. Ein Kontoauszug ist dafür ausreichend. Der Mobile-Payment-Zahler hat also immer noch einen Nachweis für den Kauf, selbst wenn er die Quittung nicht mehr hat.

Die Technologie birgt jedoch auch erhebliche Risiken. Was passiert zum Beispiel, sollte das Smartphone gehackt oder gestohlen werden? Was nur wenige wissen: Ein Verbraucher ist verpflichtet, unmittelbar nach Erhalt eines Zahlungsinstruments „alle zumutbaren Vorkehrungen” zu treffen, um es vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Verletzt er seine Pflichten zur Sicherung grob fahrlässig, lässt der Gesetzgeber die volle Haftung zu. In einem Artikel der Mitteldeutschen Zeitung zu den Risiken des kontaktlosen Bezahlens warnt Guido Lenné, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, die Verbraucher: „Das ist sehr weitgehend und sollte jeden Nutzer mahnen, sich mit der Sicherheit seines Smartphones zu beschäftigen.”
Den vollständigen Artikel finden Sie hier: https://www.mz-web.de/leben/smartphone-bezahldienst-apple-pay-in-deutschland-gestartet-31725690?originalReferrer=&originalReferrer=https://www.google.de/

Verbraucher, die wissen möchten, wie sie sich schützen können, welchen Pflichten sie nachkommen müssen und was es im Zusammenhang mit Mobile Payment sonst noch zu beachten gilt, können sich bei der Anwaltskanzlei Lenné beraten lassen.



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