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Die Normen des Zwangsversteigerungsrechts dienen der Durchsetzung von Ansprüchen mit Hilfe staatlicher Gewalt. Das Zwangsversteigerungsrecht ist Teil des Zwangsvollstreckungsrechts. Es bezieht sich auf die Vermögensverwertung des unbeweglichen Vermögens (Haus, Eigentumswohnung), in das durch die Zwangsversteigerung vollstreckt wird.

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Zwangsversteigerungsrecht: Regeln für die Verwertung von Immobilien in der Zwangsvollstreckung

Gesetzliche Grundlagen und Ziel der Zwangsversteigerung

Das Zwangsversteigerungsrecht beinhaltet die gesetzlichen Regelungen zur Zwangsversteigerung. Die Zwangsversteigerung ist eines von mehreren Vollstreckungsverfahren. Wichtigstes Gesetzeswerk für die Zwangsversteigerung ist das Gesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung (ZVG). Weitere Vorschriften sind in der Zivilprozessordnung (ZPO) zu finden. Sinn und Zweck der Zwangsversteigerung ist die Befriedigung gerichtlich festgestellter Ansprüche. Dabei kann der Gläubiger wegen Geldforderungen in das unbewegliche Vermögen (z.B. Grundstücke, Wohnungen, grundstücksgleiche Rechte etc.) vollstrecken. Sind Flugzeuge oder Schiffe in das entsprechende Register eingetragen, werden sie wie unbewegliches Eigentum behandelt. Im Gegensatz zur Zwangsverwaltung (Ziel: Ertrag des Grundstücks, vor allem bei landwirtschaftlichen Betrieben etc.) wird bei der Zwangsversteigerung die Substanz des unbeweglichen Eigentums verwertet.

Zwangsversteigerungsverfahren im Zwangsversteigerungsrecht

Die Zwangsversteigerung wird auf Antrag eines Gläubigers durchgeführt. Der Antrag ist bei dem Amtsgericht zu stellen, in dessen Bezirk das unbewegliche Eigentum bzw. die Immobilie liegt. Das zwangsversteigerungsrecht sieht als Voraussetzungen für einen formal korrekten Antrag den Vollstreckungstitel (z.B. Gerichtsurteil), die Vollstreckungsklausel und die Zustellung von Titel und Klausel beim Schuldner vor. Wird das Zwangsversteigerungsverfahren gerichtlich angeordnet, muss der Schuldner hierüber informiert werden (Anordnungsbeschluss). Der Anordnungsbeschluss wirkt wie eine Beschlagnahme des Grundstücks. Wird das Verfahren ordentlich durchgeführt und ergreift der Schuldner keine Rechtsmittel, wird ein Versteigerungstermin anberaumt. Vor diesem Versteigerungstermin muss der Verkehrswert der Immobilie durch einen Sachverständigen bestimmt und festgesetzt werden. Anschließend wird der Versteigerungstermin öffentlich durchgeführt, der Höchstbietende erhält nach dreimaligem Aufruf den Zuschlag und wird Eigentümer der Immobilie.

Der besondere Tipp

Im Zwangsversteigerungsrecht gibt es einige Möglichkeiten, eine Zwangsversteigerung auch im letzten Augenblick noch abzuwehren - betrifft die Zwangsversteigerung von Haus oder Eigentumswohnung doch oft direkt die Existenz des Schuldners. So kann ein Schuldner aus dem Zwangsversteigerungsrecht beispielsweise mit der sofortigen Beschwerde oder einem Antrag auf einstweilige Einstellung des Versteigerungsverfahrens gegen eine Zwangsversteigerung vorgehen.

Nicht nur die formellen, sondern auch die inhaltlichen Voraussetzungen der Rechtsbehelfe sind für juristische Laien aber nur schwer einzuhalten. Wenn es schon bis zum Vollstreckungsverfahren gekommen ist, sollte spätestens jetzt ein Rechtsanwalt für Zwangsversteigerungsrecht zu Rate gezogen werden.

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