Maklercourtage Anwalt | Rechtsanwälte finden

Suchen Sie hier mit

einer PLZ, z.B.: 10117, 1224,..
oder
einem Ort, z.B.: Berlin, Hamburg...

Die Maklercourtage ist der Maklerlohn oder auch die Provision, die ein Immobilienmakler dafür erhält, dass er Ihnen ein Haus oder eine Wohnung vermittelt. Das Immobilienrecht hält jedoch verschiedene Spielregeln für die Maklerprovision bereit.

Rechtsanwälte für Maklercourtage in Ballungsräumen

Alle Kanzleistandorte (alphabetisch)

A B C D E F G H I K L M N O P R S T V W Z Ö

Infos zur Maklercourtage

Courtage: übliche Beträge

Die Maklercourtage wird sowohl bei der Vermittlung von Mietverträgen als auch bei der von Kaufverträgen fällig. Bei Mietverträgen darf sie laut Gesetz zwei Monatsmieten (kalt) plus Umsatzsteuer nicht übersteigen. Für Kaufverträge gibt es keine gesetzliche Regelung, die üblichen Sätze liegen zwischen 3 und 6 Prozent vom Kaufpreis plus Mehrwertsteuer.

Wer darf Courtage verlangen?

Zwar darf in Deutschland bisher noch jeder ohne besondere Ausbildung Makler werden. Allerdings braucht ein Makler eine Gewerbeanmeldung und eine besondere Gewerbeerlaubnis, die er nur erhält, wenn er verschiedene Voraussetzungen erfüllt. Vorstrafen oder Überschuldung können dem im Wege stehen. Eine Courtage für Mietwohnungen darf nur verlangen, wer Makler ist - also nicht der Vermieter, der Vormieter oder irgendein Privatmensch, der einen Tipp für eine freie Wohnung hat und dafür nun Geld verlangen möchte. Ist der Wohnungsvermittler gleichzeitig der Eigentümer, Verwalter, Mieter oder Vermieter der betreffenden Wohnung, hat er keinen Anspruch auf eine Provision für deren Vermietung. Die Provision ist erfolgsabhängig.

Provision beim Kauf

Auch die Kaufprovision wird nur fällig, wenn ein Kauf tatsächlich stattgefunden hat. Wie hoch die Courtage in einer Gegend ist, richtet sich nach der Ortsüblichkeit, aber auch nach der Nachfrage und nach dem Objektwert. So werden bei Altbauten in ländlichen Gebieten deutlich höhere Prozentsätze fällig als bei Luxusimmobilien am bayerischen Starnberger See. In einigen Bundesländern zahlt immer der Käufer die Zeche, in anderen wird oft vertraglich vereinbart, dass sich Käufer und Verkäufer die Provision teilen. Beispiele: In Schleswig-Holstein sind 3,57 Prozent Courtage üblich, in Bayern und Baden-Württemberg ebenfalls. In Hessen werden 5,75 Prozent verlangt, in Berlin und Brandenburg 7,14 Prozent.

Wann entsteht der Provisions-Anspruch?

Eine Provisionsforderung setzt nicht voraus, dass Sie mit dem Makler einen formellen Maklervertrag abgeschlossen haben. Es reicht zum Beispiel schon aus, dass Sie ein Expose erhalten haben, in dem steht, dass Sie beim Kauf Privision zahlen müssen - und dann weitere Informationen anfordern. Der Makler hat Anspruch auf eine Provision, wenn der Vertrag durch seine Tätikeit zustande gekommen ist. Maßgeblich ist allein der Erfolg, vom Aufwand des Maklers ist die Courtage nicht abhängig.

Mehrere Köche = mehr Brei?

Probleme können entstehen, wenn mehrere Makler beteiligt sind - etwa von Käufer- und Verkäuferseite. Manchmal werden aber auch mehrere Makler beauftragt, das gleiche Objekt anzubieten. Hier besteht die Gefahr, dass Sie als Käufer mehrfach Courtage zahlen müssen. Zu diesem Thema gibt es viele Gerichtsentscheidungen.

Streitigkeiten

Bei Auseinandersetzungen um eine Maklerprovision sollte ein im Immobilienrecht erfahrener Rechtsanwalt hinzugezogen werden. Dieser kann klären, on im konkreten Fall ein Provisionsanspruch besteht oder nicht.

Neuregelungen ab 2015

In der ersten Jahreshälfte 2015 soll eine umfassende Mietrechtsreform in Kraft treten, deren Ziel es ist, die Kosten für Mieter überschaubar zu halten. Dazu gehört auch, dass künftig im Mietwohnungsbereich Maklercourtage nur noch der zahlen muss, der den Makler beauftragt hat. Dies nennt man auch das Bestellerprinzip. Bei Maklern stößt diese Planung auf wenig Gegenliebe, leben doch etliche Maklerunternehmen in Ballungsräumen und Großstädten nur von der Vermietungsprovision, die bisher regelmäßig vom Mieter gezahlt wird.

Kauf- und Mietverträge können unwirksam sein oder aus verschiedensten Gründen angefochten oder für nichtig erklärt werden. In einem solchen Fall hat der Käufer in der Regel keinen Anspruch gegen den Makler auf Rückzahlung der Provision.
case3

Kartenansicht der Teilnehmer

Rechtstipps zum Thema Maklercourtage

2009-05-18, LSG NRW- Az. L 19 AS 61/08 (26 mal gelesen)
Rubrik: Mietrecht und Pachtrecht

Wer als Hartz-IV-Empfänger mit Hilfe eines Maklers sein Haus verkauft, um in eine kleinere Wohnung zu ziehen, kann keinen Ersatz der Maklerkosten verlangen. Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG NRW) jetzt in einem aktuellen Urteil ...

Was bringt die Mietpreisbremse? © stockWERK - Fotolia.com
2015-03-06, Redaktion Anwalt-Suchservice (341 mal gelesen)
Rubrik: Mietrecht und Pachtrecht

Am 5.3.2015 hat der Bundestag das Mietrechtsnovellierungsgesetz verabschiedet. Dieses umfasst die sog. Mietpreisbremse und das Bestellprinzip im Maklerrecht. Wir haben zusammengefasst, was Mieter und Vermieter wissen sollten. ...

sternsternsternsternstern  4,3/5 (12 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Immobilienrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Immobilienrecht