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Das Berufsrecht der Ärzte ist Teil des Arztrechtes und damit wiederum Teil des Medizinrechts. Es beinhaltet alle rechtlichen Vorgaben und Reglementierung, die sich auf die Ausübung des freien Berufes "Arzt" beziehen.

Berufsrecht der Ärzte: Kurzinfo

Musterberufsordnung und Berufsordnungen in den einzelnen Ländern

Die Berufsordnung der deutschen Ärzte ist eine Musterberufsordnung, die Empfehlungen an die Landesärztekammern für die Landesberufsordnungen beinhaltet. Die jeweilige Landesberufsordnung ist für alle Ärzte eines Bundeslandes eine rechtsverbindliche Norm der ärztlichen Selbstverwaltung. Sie enthält unter anderem die verbindlichen Berufspflichten. Berufsordnungen enthalten außerdem beispielsweise die Pflichten zur Berufsausübung und Grenzen für Werbung des Arztes, Vorschriften zur gemeinsamen Praxisausübung und allgemeine Vorgaben zum korrekten beruflichen Verhalten. Die (Muster-) Berufsordnung beinhaltet vor allem "sittliche" Grundlagen der Berufsausübung inklusive einer modernen Form des hippokratischen Eides, die auch den Länderberufsordnungen vorangestellt ist. Weitere Inhalte - z.B. der Berufsordnung für die Ärzte Bayerns - sind z.B. die Behandlungsgrundsätze, die ärztliche Aufklärungs- und Dokumentationspflicht und die ärztliche Schweigepflicht.

Approbation und Approbationsordnung

Die Approbationsordnung ist auch eine wesentliche Rechtsquelle für das Berufsrecht der Ärzte in Deutschland. Die Approbation ist in der Bundesärzteordnung (BÄO) geregelt, die Approbationsordnung wurde auf Grundlage dieses Gesetzes erlassen. Da ohne Approbation die Berufsausübung als Arzt in Deutschland nicht möglich und auch das Führen der Berufsbezeichnung "Arzt" ohne Approbation nicht gestattet ist, kommt der Approbation eine immense Bedeutung im Rahmen des Berufsrechts für Ärzte zu. Die Approbation kann bzw. muss entzogen werden z. B. schon bei Erteilung die Voraussetzungen dafür nicht vorlagen (Rücknahme) oder wenn die Voraussetzungen nachträglich weggefallen sind (Widerruf) . Das kann der Fall sein, wenn ein Arzt in massiver Weise gegen berufsrechtliche Pflichten verstoßen hat und sich daraus seine Unzuverlässigkeit oder seine Unwürdigkeit ergibt.

Bundesärztekammer und Landesärztekammern

Die Einhaltung der berufsrechtlichen Vorgaben wird von der jeweils zuständigen Landesärztekammer für den jeweiligen Arzt überwacht. Zu den Pflichten der Ärztekammern zählt in diesem Zusammenhang beispielsweise die Bearbeitung von Beschwerden über Ärzte und ggf. die Anrufung eines Berufsgerichtes, wenn berufsrechtliche Pflichtverletzungen vorliegen. Neben den Landesärztekammern existiert die Bundesärztekammer. Eine eigene Rechtsfähigkeit hat die Bundesärztekammer im Gegensatz zu den Landesärztekammern nicht.

Besonderer Tipp

Im Bereich Berufsrecht für Ärzte steht vor allem für den Arzt oft viel auf dem Spiel, wenn es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kommt, insbesondere dann, wenn der Widerruf der Approbation droht. Da das Berufsrecht der Ärzte zwar zum Medizinrecht zählt, aber das Medizinrecht in sich sehr breit gefächert ist, ist es ratsam bei Fragen des Berufsrechts einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen, der sich innerhalb des Medizinrechts bzw. Arztrechts auf den Bereich "Berufsrecht für Ärzte" spezialisiert hat.

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