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Kaum ein Rechtsgebiet unterliegt so vielen Reformen wie das Insolvenzrecht. Mit den letzten Reformen hat sich der Begriff Regelinsolvenz eingebürgert. Aber was genau ist eine Regelinsolvenz, wer verwendet den Begriff Regelinsolvenz und was kennzeichnet die Regelinsolvenz?

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Rechtsinfos zur Regelinsolvenz

Begriff Regelinsolvenz

Das Gesetz kennt den Begriff Regelinsolvenz nicht. Regelinsolvenz oder Regelverfahren hat sich aber in der Fachwelt und Praxis als Begriff zur Abgrenzung verschiedener insolvenzrechtlicher Verfahren entwickelt. Hintergrund ist, dass das Insolvenzrecht stetig reformiert wird und die geltende Insolvenzordnung (InsO) im Gegensatz zur alten Konkursordnung neue Wege und Verfahren in der Insolvenz kennt. Man verwendet den Begriff Regelinsolvenz einerseits, um die normale Firmeninsolvenz (= Regelinsolvenz) von der Verbraucherinsolvenz abzugrenzen, und andererseits für die Abgrenzung der klassischen Insolvenz (= Regelinsolvenz) vom Insolvenzplanverfahren.

Regelinsolvenz versus Verbraucherinsolvenz

Der Gesetzgeber hat erst in mehreren Insolvenzrechtsreformen für Verbraucher eine Möglichkeit geschaffen, durch ein Insolvenzverfahren eine Entschuldung zur erreichen. Regelinsolvenz grenzt dieses Insolvenzverfahren mit seinen Besonderheiten (z. B. Vorverfahren, Restschuldbefreiung) von der bekannten Firmeninsolvenz ab. In diesem Zusammenhang steht Regelinsolvenz also für die Insolvenz zahlungsunfähiger oder überschuldeter Unternehmen.

Regelinsolvenz versus Planverfahren

Die Insolvenzreformen haben nicht nur die Rechtslage für Verbraucher geändert, sondern auch Neuerungen für Unternehmen gebracht. Regelinsolvenz grenzt diese neuen Möglichkeiten des Sanierungsinsolvenzrechts vom klassischen Insolvenzverfahren ab, bei dem insolvente Unternehmen abgewickelt und vom Markt genommen werden. Regelinsolvenz steht in diesem Zusammenhang für die ursprüngliche, klassische Form der Insolvenz, bei der der Schuldner keine Chance auf einen wirtschaftlichen Neuanfang bekommt.

Kennzeichen der Regelinsolvenz

Wesentliches Kennzeichen der Regelinsolvenz ist, dass der Schuldner verpflichtet ist, bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung einen Eröffnungsantrag zu stellen. Das Gericht weist den Antrag entweder mangels Masse ab oder eröffnet die Regelinsolvenz. Nach Eröffnung der Regelinsolvenz liquidiert der Insolvenzverwalter das insolvente Unternehmen und verteilt das vorhandene Vermögen an die Gläubiger. Anschließend wird das Unternehmen bei der Regelinsolvenz gelöscht und besteht damit nicht mehr.

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Regelinsolvenz beschreibt also im Endeffekt das klassische Insolvenzverfahren, wie es die alte Konkursordnung kannte und grenzt dieses Verfahren von den neuen Sanierungsmöglichkeiten und der Verbraucherinsolvenz ab. Suchen Sie sich bei Fragen zur Regelinsolvenz und ihren Alternativen Rat bei einem Fachmann! Mit dem Anwalt-Suchservice finden Sie leicht einen Rechtsanwalt für Insolvenzrecht!
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