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Der Ausdruck „Insolvenz“ wird für den Zustand der Zahlungsunfähigkeit benutzt. Früher sprach man auch vom „Konkurs“. In rechtlicher Hinsicht versteht man unter der Insolvenz das offizielle Anmelden der Zahlungsunfähigkeit im Rahmen eines Insolvenzantrags, was ein Insolvenzverfahren und bestimmte Rechtsfolgen nach sich zieht.

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Was bedeutet Verbraucherinsolvenz?

Was versteht man unter einer „Verbraucherinsolvenz? “

Der Ausdruck „Insolvenz“ wird für den Zustand der Zahlungsunfähigkeit benutzt. Früher sprach man auch vom „Konkurs“. In rechtlicher Hinsicht versteht man unter der Insolvenz das offizielle Anmelden der Zahlungsunfähigkeit im Rahmen eines Insolvenzantrags, was ein Insolvenzverfahren und bestimmte Rechtsfolgen nach sich zieht. Seit 1999 können auch Verbraucher einen Insolvenzantrag stellen, für sie gibt es ein vereinfachtes Insolvenzverfahren. Mit Hilfe der Restschuldbefreiung können sie innerhalb einiger Jahre wieder schuldenfrei sein.

Gesetzliche Vorschriften:

Gesetzliche Vorschriften zum Insolvenzrecht finden sich in der Insolvenzordnung (InsO). § 304 bis § 314 InsO beschäftigen sich mit dem Verbraucherinsolvenzverfahren. Antragsberechtigt sind:
  • Natürliche Personen,
  • die keiner selbstständigen Tätigkeit nachgehen oder nachgegangen sind,
  • aber auch frühere Selbstständige, die weniger als 20 Gläubiger und keine Schulden aus Arbeitsverhältnissen mit eigenen Mitarbeitern haben.

Regelinsolvenz

Vom Verbraucherinsolvenzverfahren ist das Regelinsolvenzverfahren zu unterscheiden. Bei diesem handelt es sich um das normale Insolvenzverfahren des deutschen Rechts für den Fall, dass kein besonderes Verfahren – etwa ein Verbraucher- oder die Nachlassinsolvenzverfahren – anzuwenden ist. Das Regelinsolvenzverfahren steht seit 2001 Selbständigen und ehemaligen Selbständigen mit unübersichtlichen Vermögensverhältnissen (mehr als 19 Gläubiger) offen.

Die Restschuldbefreiung

Die Restschuldbefreiung kann sowohl im Verbraucher- als auch im Regelinsolvenzverfahren von natürlichen Personen beantragt werden. Das Verfahren der Restschuldbefreiung gibt dem Schuldner die Möglichkeit, nach einer Wohlverhaltensperiode von sechs Jahren einen Schuldenerlass zu bekommen. In dieser Zeit muss er sich an bestimmte Regeln halten und den pfändbaren Teil seines Einkommens einem Treuhänder übergeben, der damit – nach Abzug der Kosten für das Verfahren – Teile der Schuld bei den Gläubigern abträgt.

Vereinfachtes Insolvenzverfahren

Im Rahmen der Verbraucherinsolvenz wird ein vereinfachtes Insolvenzverfahren durchgeführt, vgl. §§ 311 – 314 InsO.

Ablauf der Verbraucherinsolvenz

Es gibt vier Phasen: 1. Versuch einer außergerichtlichen Einigung auf Grundlage eines Schuldenbereinigungsplanes, 2. Insolvenzantrag, 3. Eröffnung des vereinfachten Verbraucherinsolvenzverfahrens. 4. Restschuldbefreiungsverfahren mit einer Dauer von sechs Jahren.

Insolvenzverwalter

Generell werden die Vermögensangelegenheiten des Schuldners während des Insolvenzverfahrens von einem Insolvenzverwalter betreut. Nach § 313 InsO werden dessen Aufgaben im vereinfachten Insolvenzverfahren von einem Treuhänder übernommen.

Der Treuhänder

hat den Arbeitgeber des Schuldners über die Abtretung des Arbeitslohns zu informieren. Die pfändbaren Beträge, welche er vom Schuldner erhält, hat er getrennt von seinem übrigen Vermögen aufzubewahren und anteilig an die Gläubiger weiterzuleiten. Pflichten des Schuldners in der Wohlverhaltensphase:
  • Ausübung einer angemessenen bezahlten Arbeit oder zumindest Bemühung um eine solche,
  • Vermögen aus Erbschaften etc. sind zu 50 % abzugeben,
  • über Änderungen von Wohnung und Arbeitsstelle sind Insolvenzgericht und Treuhänder zu informieren,
  • Einkünfte und Erbschaften müssen mitgeteilt werden,
  • nur der Treuhänder darf Zahlungen zur Befriedigung der Gläubiger durchführen.

Änderungen im Jahr 2014

Ab 30. Juni 2014 verkürzt sich die Wohlverhaltensphase auf drei Jahre. Die Restschuldbefreiung setzt künftig voraus, dass der Schuldner mindestens 35 Prozent seiner Schulden und die Verfahrenskosten bezahlt hat. Sie brauchen einen kompetenten Rechtsanwalt vor Ort für Ihre Frage zur Verbraucherinsolvenz? Beim anwalt-suchservice.de finden Sie versierte Rechtsanwälte, die dieses Rechtsgebiet zu ihrem Arbeitsschwerpunkt gemacht haben. Hier erhalten Sie kompetente Beratung oder auch Vertretung vor Gericht.

Weiterführende Informationen zu Verbraucherinsolvenz

Anwalt Privatinsolvenz
Eine Insolvenz wurde früher als „Konkurs“ bezeichnet – und stand nur Unternehmen offen. 1999 wurde das Verbraucherinsolvenzverfahren eingeführt. Dieses auch als Privatinsolvenz bekannte Verfahren gab auch Privatleuten die Möglichkeit, einen Insolvenzantrag zu stellen. mehr ...

Anwalt Insolvenzrecht
Das Insolvenzrecht beschäftigt sich mit dem Insolvenzverfahren. Dieses Verfahren wird auf Antrag des Schuldners oder eines Gläubigers eingeleitet, wenn auf Seiten des Schuldners ein Insolvenzgrund wie etwa Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Das deutsche Insolvenzrecht bezweckt in erster Linie den Schutz der Gläubiger, bietet aber auch dem Schuldner einige Möglichkeiten. mehr ...

Anwalt Insolvenzantrag
Mit einem Insolvenzantrag wird die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Insolvenzverfahren dient in erster Linie dem Schutz der Gläubiger, kann aber für natürliche Personen auch eine Chance sein, wieder schuldenfrei zu werden. In seinem Rahmen wird das Vermögen des Schuldners unter fremde Verwaltung gestellt. mehr ...

Anwalt Verbraucherinsolvenzrecht
Der Ausdruck „Insolvenz“ wird für den Zustand der Zahlungsunfähigkeit benutzt. Früher sprach man auch vom „Konkurs“. In rechtlicher Hinsicht versteht man unter der Insolvenz das offizielle Anmelden der Zahlungsunfähigkeit im Rahmen eines Insolvenzantrags, was ein Insolvenzverfahren und bestimmte Rechtsfolgen nach sich zieht. mehr ...

Anwalt Lohnpfändung
Die Lohnpfändung gehört zum Bereich der Zwangsvollstreckung. Ein externer Gläubiger pfändet dabei den Arbeitslohn des Schuldners direkt beim Arbeitgeber. Dieser überweist den geschuldeten Betrag direkt an den Gläubiger. mehr ...

Anwalt Restschuldbefreiung
Der Begriff Restschuldbefreiung ist vielen Menschen bekannt. Denn seit diversen Reformen des Insolvenzrechts sind auch Verbraucher grundsätzlich insolvenzfähig. Besonders attraktiv ist die Insolvenz durch die Möglichkeit der Restschuldbefreiung, die sich gerade bei sehr einkommensschwachen Schuldnern lohnt. mehr ...

Anwalt Schulden
Eine zunehmende Anzahl von Einzelpersonen und Familien ist überschuldet. In vielen Bereichen des Lebens steigen die Kosten rapide – speziell im Bereich Wohnen, aber auch bei Lebensmitteln oder anderen Ausgaben. Oft steigen die persönlichen Einnahmen nicht entsprechend mit. mehr ...

Anwalt Erbe ablehnen
Als Erbe können Sie eine Erbschaft auch ablehnen. Dies bietet sich zum Beispiel an, wenn der Erblasser Ihnen hauptsächlich seine Schulden vererbt hat. Allerdings sind bei einer Erbausschlagung nach dem deutschen Erbrecht enge Fristen einzuhalten. Zur genauen Einschätzung des Vorgehens ist einerseits eine genaue Aufstellung von Haben und Soll des Erblassers erforderlich. Anderseits empfiehlt sich in aller Regel für den Erben, einen erbrechtlich versierten Anwalt hinzuzuziehen. mehr ...

Anwalt Zwangsversteigerungsrecht
Die Normen des Zwangsversteigerungsrechts dienen der Durchsetzung von Ansprüchen mit Hilfe staatlicher Gewalt. Das Zwangsversteigerungsrecht ist Teil des Zwangsvollstreckungsrechts. Es bezieht sich auf die Vermögensverwertung des unbeweglichen Vermögens (Haus, Eigentumswohnung), in das durch die Zwangsversteigerung vollstreckt wird. mehr ...

Anwalt Düsseldorfer Tabelle
Die Düsseldorfer Tabelle ist ein am Oberlandesgericht Düsseldorf entwickeltes Hilfsmittel zur Berechnung des Unterhaltsbedarfs von Unterhaltsberechtigten. Sie ist nicht gesetzlich verankert, wird aber von den deutschen Gerichten weithin anerkannt. Fachkundige Hilfe zu diesem Thema finden Sie bei einem Anwalt für Familienrecht. mehr ...

Anwalt Nachlassinsolvenz
Als Erbe haftet man grundsätzlich vollständig mit dem eigenen Privatvermögen für die zum Nachlass gehörigen Verbindlichkeiten. Die Haftung kann aber auf den Nachlass beschränkt werden, wenn man entweder Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz beantragt. mehr ...

Anwalt Regelinsolvenz
Kaum ein Rechtsgebiet unterliegt so vielen Reformen wie das Insolvenzrecht. Mit den letzten Reformen hat sich der Begriff Regelinsolvenz eingebürgert. Aber was genau ist eine Regelinsolvenz, wer verwendet den Begriff Regelinsolvenz und was kennzeichnet die Regelinsolvenz? mehr ...

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Die Zahlungsfähigkeit ist ein Schlüsselbegriff des deutschen Insolvenzrechts. Aber wann liegt Zahlungsunfähigkeit vor, wie wird eine Zahlungsunfähigkeit ermittelt, welche Folgen hat Zahlungsunfähigkeit und wie kann Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden? mehr ...

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Eine Baugenehmigung ist die amtliche Erlaubnis, ein bestimmtes Gebäude bzw. eine bauliche Anlage zu errichten, zu ändern oder abzureißen. Die Baugenehmigung ist dem Bereich des öffentlichen Baurechts bzw. Verwaltungsrechts zuzurechnen. mehr ...

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Das Forderungseinzugsrecht ist die Gesamtheit der gesetzlichen Regelungen, die sich mit der Einziehung von Forderungen befassen. Ein anderer Begriff für Forderungseinzug ist "Inkasso", weshalb das Rechtsgebiet auch Inkassorecht genannt wird. mehr ...

Anwalt Grundschuld
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Anwalt Zwangsvollstreckungsrecht
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