Anwalt Handwerksrecht

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Wer sich als Handwerker selbstständig machen will, muss vieles berücksichtigen. Die Tätigkeit als Handwerker ist einerseits als Gewerbe meldepflichtig - andererseits gibt es Handwerke, die zusätzlich zulassungspflichtig sind. Daran hat auch die Novellierung des Handwerksrechts nur bedingt etwas geändert.

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Handwerk und Recht - das Handwerksrecht

Handwerksrecht und Meisterzwang

Die maßgebliche Rechtsquelle für das Handwerksrecht ist die Handwerksordnung - kurz (HwO), die im Jahr 2004 novelliert wurde. Im Zuge der Handwerksrechtsnovelle wurde der bis dato gültige Meisterzwang für einige Handwerke abgeschafft. Handwerke, für die kein Meisterzwang mehr besteht, sind seitdem zulassungsfrei. Das sorgte unter den Meisterbetrieben für einen regelrechten Aufschrei. Der Meisterzwang besteht jedoch nach wie vor für Handwerke, die ein gewisses Gefahrenpotenzial bergen, in denen also eine fundierte Ausbildung dem Schutz der Allgemeinheit dient, beispielsweise für Dachdecker, Maler und Lackierer, Gerüstbauer oder auch Installateure und Heizungsbauer.

Zulassungspflicht nach dem Handwerksrecht

Die zulassungspflichtigen Handwerke können der Anlage A der Handwerksordnung entnommen werden. Wer sich in einem dieser Handwerke selbstständig machen will, muss gewisse Anforderungen erfüllen. Nur dann kann der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen werden. Grundsätzlich ist Voraussetzung für die Eintragung in die Handwerksrolle das erfolgreiche Absolvieren einer Meisterprüfung. Denn für die 41 zulassungspflichtigen Handwerksberufe ist der Meisterbrief grundsätzlich Voraussetzung für den selbstständigen Handwerksbetrieb. Aber auch Techniker, Ingenieure und Personen, die eine adäquate Ausbildung im Ausland absolviert haben, können sich mit einem Handwerk gemäß Anlage A zur Handwerksordnung selbstständig machen, wenn der Schwerpunkt der Ausbildung dem Handwerk entspricht. Das bedeutet, dass das Handwerksrecht auch berufserfahrenen Gesellen unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit gibt, sich in einem Handwerk ohne Meisterbrief selbstständig machen (sog. Ausübungsberechtigung).

Das gilt jedoch nicht für Schornsteinfeger, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker. Zuletzt gibt die Ausnahmebewilligung Personen die Möglichkeit einen der 41 zulassungspflichtigen Handwerksberufe auszuüben: Die Bewilligung erhalten Personen, die Kenntnisse im jeweiligen Bereich nachweisen können, für die die Meisterprüfung aber eine nicht zumutbare Belastung wäre.

Handwerksberufe ohne Befähigungsnachweis

Die Anlage B1 und B2 zur Handwerksordnung enthält die Handwerksberufe, in denen der Meisterbrief keine zwingende Voraussetzung für den selbstständigen Betrieb eines Handwerksbetriebes ist. Gesellen der Berufe Uhrmacher, Fliesenleger, Raumausstatter, Siebdrucker oder Goldschmied können sich als Handwerker ohne Meisterbrief selbstständig niederlassen. Darüber hinaus unterliegen nach dem Handwerksrecht einfache handwerkliche Tätigkeiten, die nicht zum Kernbereich eines Handwerks gehören, keiner Zulassungspflicht, wenn man sie in überschaubarer Zeit erlernen kann.

Besonderer Tipp

Das Handwerksrecht sieht nach wie vor Beschränkungen für die Zulassung zu bestimmten Handwerken vor. Zwar kann man die Handwerke, für die diese Beschränkungen gelten, einfach der Anlage A zur Handwerksordnung selbst entnehmen. Allerdings ist die Hürde zur Zulassung eben nicht immer "nur" der Meisterbrief. In der Frage, wer zulassungsbedürftige Handwerke ohne Meisterbrief ausüben darf, kann ein Rechtsanwalt mit Kenntnissen im Handwerksrecht zuverlässigen Rat erteilen. Bevor Sie die Flinte ins Korn werfen, suchen Sie sich einen Rechtsanwalt, der Ihnen hilft das Handwerksrecht zu verstehen - ganz einfach mit dem Anwalt-Suchservice.

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sternsternsternsternstern  4,1/5 (11 Bewertungen)
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sternsternsternsternstern  1,0/5 (1 Bewertungen)
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sternsternsternsternstern  3,7/5 (17 Bewertungen)
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