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Das Forstrecht ist ein Rechtsgebiet, das Regelungen über die Forstwirtschaft – also über den Umgang mit Wäldern – trifft. Verwandte Gebiete sind das Agrarrecht und das Jagdrecht.

Was versteht man unter dem Forstrecht?

Das Forstrecht ist ein Rechtsgebiet, das Regelungen über die Forstwirtschaft – also über den Umgang mit Wäldern – trifft. Verwandte Gebiete sind das Agrarrecht und das Jagdrecht.

Gesetzliche Grundlage:

Das Forstrecht ist im Bundeswaldgesetz (BWaldG) niedergelegt. In den Bundesländern gibt es jeweils eigene Waldgesetze.

Was regelt das Forstrecht konkret?

Wälder können unterschiedlich genutzt werden – zur möglichst schnellen Gewinnung von Nutz- und Brennholz oder auch zur Erholung. Eine wichtige Rolle spielen sie bei der Reinhaltung unserer Luft, sowie für den Wasserhaushalt und das Klima. Im Forstrecht finden sich daher z.B. Vorschriften über

- die zulässige wirtschaftliche Nutzung des Waldes,
- die Förderung der Interessen der Forstwirtschaft,
- die Nutzung des Waldes zu Erholungszwecken,
- einen möglichen Interessenausgleich zwischen den Eigentümern der Wälder und der Allgemeinheit.

Die Erhaltung und Bewirtschaftung des Waldes sowie eine Erstaufforstung regelt das Waldgesetz in den §§ 9 bis 14. Danach darf der Wald nur mit Genehmigung der landesrechtlich zuständigen Behörde gerodet und in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden.

Die Forstbetriebsgemeinschaft

Grundbesitzer können sich zu einer Forstbetriebsgemeinschaft zusammenschließen. Diese muss zumindest eine der folgenden Maßnahmen zur Aufgabe haben:

- Abstimmung der Betriebspläne oder Betriebsgutachten, der Wirtschaftspläne sowie der einzelnen forstlichen Vorhaben,
- Abstimmung der für die forstwirtschaftliche Erzeugung wesentlichen Vorhaben und Absatz des Holzes oder sonstiger Forstprodukte,
- Ausführung der Forstkulturen, Bodenverbesserungen und Bestandspflegearbeiten einschließlich des Forstschutzes,
- Bau und Unterhaltung von Wegen,
- Durchführung des Holzeinschlags, der Holzaufarbeitung und der Holzbringung,
- Beschaffung und Einsatz von Maschinen und Geräten für mehrere der genannten Maßnahmen.

Schutzwald

Ein Wald wird zum Schutzwald erklärt, wenn dies notwendig ist, um Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit durch forstliche Maßnahmen zu verhindern. Als solche Gefahren nennt das Gesetz:

- Schädliche Umwelteinwirkungen gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz,
- Erosion durch Wasser und Wind,
- Austrocknung des Bodens,
- schädliches Abfließen von Niederschlagswasser und Lawinen.

Erholungswald

Die zuständige Behörde kann einen Wald auch zu einem Erholungswald erklären. Dies passiert, wenn das Wohl der Allgemeinheit es erfordert, Waldflächen für Erholungszwecke zu schützen, zu pflegen oder zu gestalten. Die Bundesländer können hier konkretere Vorschriften erlassen, z.B. über

- die Bewirtschaftung des Waldes,
- die Beschränkung der Jagdausübung zum Schutz der Waldbesucher,
- die Verpflichtung der Waldbesitzer zur Duldung der Errichtung und Unterhaltung von Wegen, Bänken, Schutzhütten etc. und der Beseitigung störender Anlagen aller Art,
- Verhaltensregeln für Waldbesucher (z.B. Benutzung der Wege, Anleinen von Hunden, Umweltschutz, Lärmvermeidung).

Betreten des Waldes

Nach § 14 BWaldG ist das Betreten des Waldes zum Zweck der Erholung erlaubt. Wer sich per Fahrrad, Rollstuhl oder Pferd im Wald fortbewegen will, ist allerdings an die Wege gebunden. Und immer erfolgt die Nutzung des Waldes zur Erholung auf eigene Gefahr.

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