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Mit der Grundsatzentscheidung des BGH über die Unzulässigkeit von Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten im Oktober 2014, sind sie wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten: die Besonderheiten des Verbraucherkredits, die den Verbraucher besonders schützen sollen.

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Informationen zum Verbraucherkredit

Entwicklung des Verbraucherschutzes und Verbraucherkredit

Der in § 488 BGB grundsätzlich geregelte entgeltliche Darlehensvertrag hat viele unterschiedliche Gesichter, wie zum Beispiel das Ratendarlehen, das Realdarlehen, das Festdarlehen, das endfällige Darlehen, das kontokorrentartige Darlehen oder das Finanzierungsleasing. Mit der Schuldrechtsmodernisierung 2002 wurden die besonderen Vorschriften für den Verbraucherkredit, der auch als Verbraucherdarlehen, Konsumentenkredit oder Verbraucherdarlehnsvertrag bezeichnet wird, in das Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen. Mit den Transformationsnormen zur Umsetzung der europäischen Verbraucherkreditrichtlinie wurde dieser Verbraucherschutz 2010 bei Verbraucherkrediten und entgeltlichen Finanzierungshilfen weiter verschärft. Deswegen gibt es für den Verbraucherkredit neben allgemeinen Vorschriften zum Verbraucherschutz zusätzliche rechtliche Besonderheiten.

Voraussetzungen Verbraucherkredit

Für einen Verbraucherkredit muss einerseits ein entgeltlicher Darlehensvertrag vorliegen. Andererseits muss der Darlehnsgeber Unternehmer sein, der Darlehensnehmer Verbraucher. Nur in diesem Fall ist ein Kredit ein Verbraucherkredit und spezielle Regelungen zum Verbraucherkredit anwendbar. Es bestehen allerdings Ausnahmen, bei denen auch bei Vorliegen dieser Voraussetzungen kein Verbraucherkredit vorliegt. Das sind zum Beispiel Kredite, deren Kreditsumme unter 200 Euro liegt oder die innerhalb von drei Monaten zurückzuzahlen sind.

Die besonderen Pflichten des Darlehensgebers

Seit der Umsetzung der Richtlinie für Verbraucherkredite setzt sich der besondere Schutz der Verbraucher bei Verbraucherkrediten aus drei Stufen zusammen. Zunächst treffen den Darlehensgeber umfangreiche, vorvertragliche Informationspflichten. Außerdem muss der Verbraucherkreditvertrag schriftlich abgeschlossen werden und er muss die Mindestinhalte des § 492 BGB beinhalten. Zum Mindestinhalt des Vertrages zählen zum Beispiel die Art des Darlehens, der effektive Jahreszins, der Sollzinssatz und die Vertragslaufzeit. Zuletzt bestehen auch während der Vertragslaufzeit des Verbraucherkredits weitere Informationspflichten.

Widerrufsrecht

Als klassisches Instrument des Verbraucherschutzes, besteht auch beim Verbraucherkredit ein 14 tägiges Widerrufsrecht. War die Widerrufsbelehrung des Darlehensgebers allerdings unwirksam, kann der Verbraucherkredit auch nach mehreren Jahren noch widerrufen werden.

Fragen zum Verbraucherkredit?

Sie haben Fragen zu Ihren Rechten als Darlehnsnehmer bei einem Verbraucherkredit? Sie wollen sich die Vorfälligkeitsentschädigung sparen oder fragen sich, ob Ihnen vielleicht noch ein Widerrufsrecht zusteht? Sie sind sich unsicher, ob die verbraucherschutzrechtlichen Pflichten bei ihrem Verbraucherkredit eingehalten wurden oder welche Folgen ihre Nichteinhaltung hat? Fragen Sie einen Rechtsanwalt für Verbraucherrecht und finden Sie ihn mit dem Anwalt-Suchservice!
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