Keine vegane Ernährung für Kind per Urteil: drei Mal Fleisch in der Woche

01.02.2016, Redaktion Anwalt-Suchservice / Lesedauer ca. 1 Min. (193 mal gelesen)
Keine vegane Ernährung für Kind per Urteil: drei Mal Fleisch in der Woche © Kzenon - Fotolia.com
Vegane Ernährung wird immer beliebter, auch wenn vegane Ernährung wegen drohender Mangelernährung immer wieder in der Kritik ist. Auch deswegen urteilte ein italienisches Gericht: Eine Mutter, die sich selbst vegan ernährt, darf ihr Kind nicht ausschließlich vegan ernähren.

Was war passiert?

Die Mutter eines zwölfjährigen Jungen ernährte sich und ihr Kind ausschließlich vegan. Nur an den Wochenenden beim Vater bekam der Junge auch Fleisch, Eier etc. zu essen. Der von der Mutter geschiedene Vater des Jungen war mit dieser Ernährungsform allerdings gar nicht einverstanden. Aus Sorge um die Gesundheit seines Kindes klagte er gegen die Mutter mit dem Ziel, dass sein Sohn auch unter der Woche „normal“ – also nicht vegan – ernährt wird.

Ernährungsmediziner auf der Seite des Vaters

Im Prozess wurde ein Ernährungsmediziner mit der Klärung der Frage beauftragt, ob vegane Ernährung sich negativ auf die Entwicklung des Jungen auswirken könne. Auch wegen der Aussage des Ernährungsmediziners urteilte der Richter schließlich: Drei Mal pro Woche muss Fleisch auf den Tisch!

Nun bekommt der Junge also gerichtlich angeordnet unter der Woche bei der Mutter eine, beim Vater am Wochenende zwei Fleisch-Mahlzeiten, um eine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen durch die vegane Ernährung zu verhindern.